Die Alben des Jahres 2001
- Train - Drops Of Jupiter
- Saga - House Of Cards
- Journey - Arrival
- Asia - Aura
- Electric Light Orchestra - Zoom
- Gotthard - Homerun
- Peter Cetera - Another Perfect World
- Laura Pausini - E Ritorno Da Te / The Best Of
- Pink Floyd - Echoes: The Best Of
- New Order - Get Ready
2001 geht für mich persönlich als eines der besten Musikjahre seit den 'good old' 80ies in
die Geschichte ein. Eigentlich hätte ich diesmal die Faves-Liste ein wenig erweitern
müssen um alle sehr guten Werke berücksichtigen zu können. Tolle Alben von Reamonn
["Dream No. 7"], Kylie Minogue ["Fever"], Lifehouse ["No Name Face"] sowie Sugar Ray
["Sugar Ray"] fielen dem 'Platzmangel' zum Opfer. Ein Hauptgrund für das enge Rennen
an der Spitze war das wiedererstarkte Auftreten von alten 70ies/80ies-Megabands/-Interpreten: Saga, Journey, Asia, ELO, New Order und Peter Cetera brachten neue CDs
heraus und lieferten damit Maßarbeiten ab. Dazu gesellten sich das schweizerische Rock-Aushängeschild Gotthard mit dem neuesten Longplayer und Laura Pausini sowie Pink Floyd mit 'Best Of'-CDs.
Den Vogel schoß dagegen eine neuere US-Band aus dem Melodic-Genre ab und setzte
sich an die Spitze des Feldes: Train.
Train, das sind Charlie Colin, Rob Hotchkiss, Pat Monahan, Jimmy Stafford und
Scott Underwood, lieferten mit ihrem zweiten Longplayer Drops Of Jupiter das
Melodic-Rock-Album des Jahres 2001 ab. In den USA konnte die Band damit sogar zu
einem Megaseller avancieren, welcher über 2 Millionen DOJ'-Alben [höchste Plazierung: #
6] absetzen konnte und auch mit der gleichnamigen Single zum Dauerbrenner im
Billboard aufstieg.
In Deutschland konnten Train ebenfalls das Interesse der US-Mainstream-Freunde
wecken und schossen mit der LP bis auf # 35 [GB: # 8] der Charts. Den größten Erfolg
feierte das Quintett hierzulande bei den Radiostationen. Das ausgekoppelte Titelstück
sorgte für ein Airplay-Melodic-Comeback im großen Stil, welches an die Zeit der
Chicagos, Totos oder ELOs erinnerte, die in den 80ies Top-20-Stammgäste waren, - mehr
dazu in der untenstehenden Abteilung 'Singles'.
Auf dem Album "Drops Of Jupiter" präsentieren Train 11 definitive Rock/Pop-Perlen, die
sich durch hymnische Liedstrukturen, ausgeprägten Leadgesang, hervorragende Backing-Vocals und vor allem grandiose Hooklines auszeichnen. Jeder Song der CD besitzt
Ohrwurmqualitäten und dabei ist obengenannte Erfolgssingle lediglich ein Stück unter
vielen. Straighte Rocksongs wie "She's On Fire", "Respect" und "Whipping Boy",
verhaltenere Titel der Marke "Let It Roll" oder "Hopeless" und vor allem diese
unwiderstehlichen Pop/Rock-Hymnen, welche man bei "Something More" [ELO/Crowded-House-Mischung -> hypergenial!], "I Wish I Would", "It's About You" sowie natürlich
"Drops Of Jupiter (Tell Me)" bewundern darf, besitzen das, was man heutzutage wie vor
30 oder 40 Jahren benötigte, um dauerhaft erfolgreich zu sein: große einprägsame
Melodien mit 100%ig greifenden Refrains.
Insofern setzen Train mit ihrem 2001er Werk den Grundstein zur Weltkarriere, die mit
der erfolgreichen Umsetzung einer oder mehrerer der insgesamt fünf Nominierungen für
den 'Grammy 2002' [sozusagen der "Musik"-'Oscar'] bereits spektakulär vorangetrieben
werden könnte. Näheres erfährt man nach dem 27. Februar 2002 .... [nachträgliche Anmerkung: Train kassierten zwei Grammys]

Die spannende Frage, die man sich während eines ultimativen Hörcheck das 2001er
Saga-Album "House Of Cards" stellte, war: Werden die fünf Kanadier
den 1999 wieder eingeschlagenen Traditionsweg beibehalten, oder erneut in die
'Verlegenheitsecke' der Jahre zuvor abdriften? Das Album gab die Antwort auf schnelle
und eindrucksvolle Weise.
Das fängt schon beim Artwork für "House Of Cards" an, welches ebenfalls wie das 99er
Cover von "Full Circle" optisch auf die guten alten Saga-Zeiten in den 80ern verweist.
Musikalisch präsentieren sich die Kanada-Progies in der Form, welche ihnen einst eine
Omnipräsenz in den deutschen Albumcharts sicherte. Die Platte glänzt dabei mit flotten
und frischen Songs, die zum Großteil mit traumhaften Refrains und ausgiebigen
Instrumentalpassagen ausgestattet sind. Diese geniale Mischung aus Anleihen an die
eigenen Klassiker plus den Modernisierungseffekt in Form einer etwas rockigeren Gangart
erfüllt den Anspruch eines jeden Saga-Fans in vollem Maß. Absolute Highlights eines
grandiosen Werks: "God Knows" [unwiderstehlicher Refrain], "The Runaway" [rockig-flott], "Ashes To Ashes", "We'll Meet Again" [Gitarren-Intro!], "Only Human" [Refrain!].
Überhaupt stellte 2001 einen bemerkenswerten Saga-Abschnitt dar. Zunächst schafften
Sadler & Co. den Einstieg auf # 34 der deutschen LP-Charts und realisierten damit die
höchste Notierung seit 1991, Höhepunkt war aber der Auftritt der 80ies-Heroen beim
'Sound Of Frankfurt'. Die Band versetzte Zehntausende von Musikbegeisterten in einen
40minütigen 'Dream Of Prog' und fand endlich mal wieder eine Plattform, welche mit
solchen 10.000er-Arenen zu vergleichen war, die Saga zu seligen Erfolgszeiten locker
füllen konnten. 2002 darf das nächste Kapitel der Bandstory erwartet werden: Saga
feiern 25-jähriges Bestehen mit neuem Album [evtl. September] und Jubiläumskonzert
[06. Juli in Bonn].

Beinahe hätte ich es gar nicht mitbekommen, daß ein neues Journey-Album
unterwegs ist, - zumindest war "Arrival" bereits in den deutschen Charts auf #
75 [höchste Plazierung in D] gelandet, als ich davon erfuhr. Für deutsche Journey-Verhältnisse war diese Notierung schon mal nicht schlecht gewesen, - aber was um
Himmels Willen war in den US-Charts los? Gerade mal auf # 56 stieg die Scheibe ein, um
dann eine Woche später aus den dortigen Top 100 herauszufallen. Das 96er Comeback-Album "Trial By Fire" schaffte immerhin noch ein # 3 und hielt sich 20 Wochen in den
amerikanischen Charts [Top 100], und jetzt ein solcher Einbruch mit einer CD die keinen
Deut schlechter war als der Vorgänger? Sonderbar!
Ursachenforschung: Der einzig gravierende Unterschied zwischen "Trial By Fire" und
"Arrival" ist der Wechsel am Mikrophon. Für den gesundheitlich angeschlagenen Steve
Perry kam bereits 1998 Steve Augeri. Wobei die genauen Umstände des Ausstiegs von
Perry nicht ganz klar sind. Er selbst wäre nach seinen Worten "durchaus bereit gewesen"
wieder mit Jonathan Cain und Neal Schon zu arbeiten, die aber stellten seine
erfolgsblockierende 'Unzuverlässigkeit' als wahren Grund für die Trennung heraus. Wie
dem auch sei, der neue Frontmann gab dem Album eine ähnliche Gesangsnote wie Perry
und leistete damit einen wertvollen Beitrag zum abermaligen Gelingen des altbewährten
Journey-Sounds aus Schon's vortrefflicher Gitarrenarbeit, Cain's dezent-lässigen
Synthiesalven und eben markantem Gesang. Trotzdem wurde er von der breiten Masse
nicht akzeptiert.
Anspieltips aus diesem ausgeglichen hochwertigen Melodic-Rock-Album sind: Die
Balladen "With Your Love", "All The Way" und "Lifetime Of Dreams", die Power-Mainstream-Songs "Higher Place", "All The Things", "Live And Breath" und "To Be Alive
Again" sowie der Blues-Rocker "Livin' To Do".

Damit hatte man nicht unbedingt rechnen können: 2001 wurde überraschend auch zum
Asia-Jahr! Die beiden kreativen Köpfe der Band, Geoff Downes und John Payne,
hatten sich mit ihrem letzten Werk "Arena" [1996] beileibe nicht mit rühmlichen Federn
schmücken können - umso erstaunlicher war die außerordentliche Qualität des neuen
Longplayers "Aura".
Wie das bei sehr guten Platten meistens der Fall ist, gewinnt das "Aura"-Album bei jedem
Hördurchgang an Format. Während man am Anfang noch etwas enttäuscht auf die
ausbleibende Rückkehr zum rockigen "Aria"-Sound von 1994 reagiert, entdeckt man
spätestens ab der zweiten 'Hör-Session' die hochwertige Substanz aller Songs, welche
das vermeintliche Manko fehlender Härte durch fantastische Melodien und glänzende
Refrains mehr als wettmachen.
Besonders hervorheben kann man die Stücke "Wherever You Are" und "Ready To Go
Home", die beide Hitpotential aufweisen und folgerichtig auch als Singles veröffentlicht
wurden, allerdings ohne Airplay keinerlei Chancen besaßen in irgendeiner Form in die
Charts zu kommen. Ignoranz der führenden Radiostationen hat Asia wie auch andere
Mainstream-Bands der 80er in eine beinahe hoffnungslose Position manövriert, aus der
es sehr schwer fällt dem Melodic-Genre frische Impulse zu geben. Die Musik, die in den
80ern die Airplay-Charts mitbestimmt hat, findet in den letzten Jahren immer weniger
Platz für massenwirksame Präsentationen.
Von den rockigeren Stücke dieser Asia-CD ragen "Awake", "Kings Of The Day", "The
Longest Night" und das Prog-Epos "Free" heraus, wobei der Übergang von Pop- zu Rock-Songs eher fließend verläuft, eine genaue Abgrenzung ist also nicht möglich. Aber genau
diese außerordentliche Niveauausgeglichenheit macht ja erst die entscheidende Stärke
dieses Werkes aus, die es sicher wieder in die deutschen Abum-Charts geführt hätte
[man erreichte nur die Warteliste der Top 100: Positionen 101-115 ohne wertende
Sortierung], wenn sich die Asia-Gemeinde nicht auf zwei große Kauf-Schwünge hätte
verteilen müssen.
Grund für das 'ungewöhnliche' Kaufverhalten der Asianer: Seitens der Plattenfirma
bekam man es in Deutschland nicht auf die Reihe, das Album pünktlich, also Mitte
Februar, auch offiziell zu veröffentlichen, so daß zahlreiche Asia-Fans auf britische
Importware angewiesen waren. Als die Platte dann ab Ende März hierzulande endlich
'richtig' beworben wurde und Asia sich darüberhinaus noch auf einer umjubelten
Doppeltour mit Kansas befanden [März/April 2001], waren schon viele Interessenten
versorgt ---- ein weiteres Kapitel zum Thema 'Performance-Schwierigkeiten' von 80er-Größen ....

Die Überraschung des noch jungen Jahres 2001 kam vom Electric Light
Orchestra. Mitte März sickerte es auch bis zu mir durch: Es sollte nach 15 langen
Jahren endlich wieder etwas Neues von meiner ersten Lieblingsband geben, - unter
Federführung des Masterminds Jeff Lynne. Große Erwartungen löste das Album
"Zoom" in Fan-Kreisen aus - nicht alle davon sollten sich erfüllen.
Als Mitglied einiger ELO-Foren und Mailing-Listen, konnte ich die Euphorie um den neuen
Longplayer des Electric Light Orchestra intensiv miterleben. Top-20-Spekualtionen, die
Hoffnung auf eine World-Tour, - in erster Linie aber stellte man hohe Ansprüche an die
musikalische Qualität des Albums. Letztere Sorge legten die meisten Fans schon nach
den ersten Hördurchgängen ab, denn "Zoom" klang, obwohl Jeff Lynne nahezu alleine
operierte, wie ein ELO-Album, mit nur leichter Tendenz in Richtung des Lynne-Solo-Werks "Armchair Theatre" [von der alten Truppe war nur Richard Tandy beim Song
"Alright" mit von der Partie; zusätzlich gab es partiell Hilfe von Ringo Starr u. George
Harrison].
Flotte Songs wie "Alright", "State Of Mind" [obergenialer Refrain], "All She Wanted" und
das coole "Easy Money" erinnern phasenweise an die Hits "Hold On Tight" oder
"Rock'n'Roll Is King" und deckten die Schwachstelle schonungslos auf, an der Ablege-Bands wie ELO Part II immer hart zu kämpfen hatten: das Fehlen der personifizierten
Stimme des Electric Light Orchestra, der von Jeff Lynne. Es ist nun mal ein
ungeschriebenes Gesetz: Ein Titel der nicht von Lynne gesungen wird, kann höchstens
als Instrumental-Stück ein ELO-Song sein ;-).
Daß die Songwriter-Qualitäten des ELO-Kopfes nach wie vor ungebrochen sind, beweisen
auch die Balladen "Just For Love" und "Ordinary Dream" sowie die Midtempo-Nummern
"It Really Doesn't Matter", "Melting In The Sun" und "Stranger On A Quiet Street"
eindeutig. Zum Abschluß der Scheibe präsentiert 'Mr. ELO' mit "Lonesome Lullaby" noch
ein herrlich schleppendes Rockstück und unterstreicht damit die Gültigkeit der Gleichung
ELO=Jeff Lynne. Dennoch gab es Wermutstropfen bzgl. des Albums.
Bereits die erste gemeldete Chartsnotierung für "Zoom", # 34 in Großbritannien,
ernüchterte ein wenig, zumal ELO dort sogar noch in den 90ern ein Best-Of in die Top 5
hieven konnten. Den absoluten Tiefschlag versetzte aber die Plazierung aus den US-Billboard-Charts: # 94! Noch nicht einmal in den Top 50 eines Landes zu gelangen, das
ebenso wie Großbritannien zu den ELO-Hochburgen zählte, das verwunderte schon
enorm. In Deutschland erreichte "Zoom" zwar auch nicht die von mir erwarteten Top-10-Höhen, reihte sich aber wenigstens auf # 16 ein und blieb vier Wochen in den Top 30.
Als im August dann noch die groß angekündigte US-Tour mangels Nachfrage abgesagt
werden mußte, mehrten sich die Vorwürfe gegen die Verantwortlichen im ELO-Management sowie gegen die Plattenfirma Sony. In der Tat wäre eine etwas stärker
ausgeprägte Unterstützungs- und Planungskompetenz seitens der Führung der
vorgenannten Institutionen wünschenswert gewesen. Mit entsprechenden
Voraussetzungen hätte man Problemfeldern wie der schwindend geringen Radio-Präsenz
und der Ausarbeitung einer adäquaten Tour-Strategie frühzeitig mit Know-How begegnen
können.
So stellt "Zoom" lediglich ein schönes ELO-Comeback-Album dar, dem allerdings die
gebührende Aufmerksamkeit etwas verwehrt worden ist. Es bleibt die Hoffnung auf ein
weiteres Jeff-Lynne-ELO-Werk, dann vielleicht mit weiteren Stamm-Mitgliedern der 80er
wie Kelly Groucutt, Richard Tandy [dann auf dem kompletten Album] und Bev Bevan.
Dabei muß allerdings noch die Frage geklärt werden, ob außer Tandy überhaupt einer der
genannten Herren noch einmal bereit wäre unter Lynne's Regie zu spielen?

Die schweizerische Band Gotthard hat sich in den letzten Jahren zu einer der
erfolgreichsten Melodic-Groups in Deutschland entwickelt. Mit dem 2001er Album
"Homerun" legten Mandy Meyer [Gitarre, Ex-Asia!!], Leo Leoni [Gitarre], Steve
Lee [Gesang], Marc Lynn [Bass] & Hena Habegger [Schlagzeug] eine echte Mainstream-Rock-Perle vor, welche auch postwendend zur bisher höchsten Notierung in den deutschen
Albumcharts führte [# 14].
National zählen die Melodic-Rocker sowieso zu den absoluten Top-Acts und besten
'Exportartikel'. Dieser Status konnte im vergangenen Jahr mit insgesamt sechs Wochen
Aufenthaltsdauer an der Spitze der helvetischen LP-Charts und einer sensationellen # 1
in den Singlecharts mit der Ballade "Heaven" definitiv untermauert werden. In der
Longplay-Jahreshitliste landete "Homerun" ebenfalls auf No. 1, so daß die Verleihung des
ersten Schweizer Musikpreises ["Prix Walo" - Grammy der Schweiz] an die einheimische
Rockband quasi eine logische Konsequenz des erfolgreichsten Gotthard-Jahres darstellte.
Musikalisch kann man die Songs von "Homerun" irgendwo zwischen Toto und Whitesnake
einordnen. Eine goldene Mischung, die fetzige Rocknummern wie "Eagle" und "Come
Along", grandiose Mainstream-Songs, "Everything Can Change" und "Reason To Live",
sowie pflichtgemäß im schon erwähnten "Heaven" und "Say Goodbye" großartige
Balladen hervorbringt. Daß der Gotthard-Sänger Steve Lee phasenweise an Größen wie
David Coverdale oder Axl Rose erinnert, könnte zudem ein entscheidender Erfolgsfaktor
hinsichtlich des internationalen Durchbruchs der Band werden. Die Zukunft wird es
zeigen ....

Das waren noch Zeiten, als Peter Cetera zusammen mit seinen Kumpels von
der Band Chicago ein Erfolgsalbum nach dem anderen servierte. Bei den beiden Top-
Singles der Truppe, "If You Leave Me Now" [1976] und "Hard To Say I'm Sorry" [1982],
sorgte Cetera mit seiner unvergleichlichen 'Balsam'-Stimme für das unwiderstehliche
Balladen-Feeling, das diese Titel auch heute noch versprühen - zwei Welthits eben. Zwar
verzeichneten Chicago nach dem Weggang ihres Leadsängers [1985] noch einige Top-10-Single-Hits in den USA, aber ihre ganz große Erfolgsphase war nun vorbei - vor allem,
was die Albumabverkäufe anging.
Peter Cetera erging es bei seiner Solokarriere nicht viel besser. Drei Single-Erfolge,
"Glory Of Love" und "Next Time I Fall" auf US-No. 1 und "One Good Woman" auf US-No.
4, konnten den Alben "Solitude/Solitaire" [1986; größter LP-Erfolg: US # 23 -> 37
Wochen in den Charts] und "One More Story" [1988] nicht genügend Impulse für einen
Chartbreaker-Status mit auf den Weg geben. Diese wunderbare Mischung aus flottem
Pop und Balladen-Rock, welche Cetera auch auf den folgenden Alben und dem 2001er
"Another Perfect World" zelebriert, verlor im Chartsgeschehen der Neunziger
dann bis heute immer mehr an Bedeutung und fristet gar mittlerweile ein Nischendasein.
"Another Perfect World" ist in diesem Zusammenhang das erste komplett neue Cetera-Studioalbum seit 1995 und darf wohl als sein bestes Werk bezeichnet werden. Im
Gegensatz zu den vier Vorgänger-Platten, weist "Another Perfect World" keinen 'Hänger'
in Form einiger Durchschnitts-Songs auf, kann somit mit einer Ausgeglichenheit auf
hohem Niveau aufwarten. Highlights einer frischen Perle aus dem Melodic-Pop/Rock-Bereich sind: "Perfect World" [die im Radio leider nie gespielte flotte Single], "Just Like
Love", "I'm Coming Home" [beides Balladen], "It's Only Love" [Beatles-Cover], "Feels
Like Rain" [schmusiger Beatles/ELO-Touch] und Schlußsong "Whatever Gets You
Through".

In Italien konnte Laura Pausini mit ihrer CD "E Ritorno Da Te / The Best
Of" auf # 1 der Albumcharts vordringen [November 2001], mußte diese aber
bereits eine Woche später für die Rocklegende Pink Floyd ["Echoes - The Best Of"]
räumen. Die 'Altstars' führten dann sage und schreibe 10 Wochen die italienische
Hitparade an, bis die junge Einheimische Ende Januar 2002 erneut die Pole Position
erobern konnte - das ganze drei Monate nach VÖ der Scheibe. In Deutschland aber
änderte die wunderschöne Pausini-Hitsammlung nichts am bescheidenen Charts-Dasein -
über # 59 kam "E Ritorno Da Te" nicht hinaus.
Die Best-Of-CD präsentiert in kompakter Form den üblichen Laura-Mix aus verträumt
schönen Balladen und flotten Italo-Pop-Songs. Neben den erfolgreichsten Titeln aus der
Zeit von 1993 bis 2000 sind auch zwei neue Stücke mit integriert, "E Ritorno Da Te"
[sehr erfolgreiche Single - dazu unten mehr] und "Una Storia Che Vale" [superflotter
Rocker]. Herausragend sind von den älteren Stücken: "La Solitudine" [1993 / Ballade mit
wunderbarem Refrain], "Non C'é" [1993 / flotter Pop/Rock-Song], "Strani Amori" [1994 /
Ballade], "Incancellabile" und "Le Cose Che Vivi" [beide 1996 / großorchestrierte Italo-
Pop-Ballden], "Un'emergenza D'Amore" und "In Assenza Di Te" [beide 1998] und "Tra Te
E Il Mare" [2000].

Warum gibt es eigentlich soviel Diskussion über die Notwendigkeit der Best-Of-Doppel-CD "Echoes" der Gruppe Pink Floyd? Bislang existierte jedenfalls noch
keine brauchbare Sammlung dieser zu den wichtigsten und erfolgreichsten Bands der
Rockgeschichte zählenden Truppe. Und: Nahezu jede bekannte Gruppe mit einem
Gründungsjahr kleiner-gleich 1985 verfügt über mindestens ein umfassendes
Kompilationswerk - warum sollten Pink Floyd da eine Ausnahme machen?
Hinzu kommt noch die Band-historisch bedeutsame Erzählwirkung der Songs, welche sich
über den Zeitraum von 1967 bis 1994 erstrecken und einige Interpretationen bzgl. der
Gemütsverfassung der Pink-Floyd-Mitglieder, allen voran der ehemaligen Köpfe Syd
Barrett und Roger Waters, zulassen. Der Erfolg dieser Doppel-CD ist sowieso dermaßen
gigantisch, daß die Debatten um den Bedarf an einer Floyd-Sammlung frühzeitig
verstummen mußten: D # 1 [8 Wochen Top 10 - leider noch keine offiziellen
Verkaufszahlen bekannt], US # 2 [Über drei Millionen verkaufte Ex.], GB # 2 [Absatz: >
600.000], in Italien seit 10 [!] Wochen auf # 1 --- alle Infos sind Stand 23.01.02.
Das Programm von "Echoes - The Best Of" deckt die Frühphase mit Syd Barrett als
Leader mit "Psychedelic-Beatles-meets-Manfred-Mann"-Songs wie "See Emily Play",
"Arnold Layne" und "Astronomy Domine" genauso gewissenhaft ab wie die kommerziell
erfolgreichste Phase von 1973 -1980, z.B. mit den Klassikern "Money", "Wish You Were
Here" und "Another Brick In The Wall II". Natürlich gibt es auch interessante Stücke aus
anderen wichtigen Alben wie Longtrack "Echoes" aus dem 71er "Meddle"-Album oder
"Sheep" vom 77er "Animals". Die Post-Waters-Phase wurde mit Titeln aus den
Spätwerken "A Momentary Lapse Of Reason" [1987; bspw. "Learning To Fly"] und "The
Division Bell" [1994; bspw. "High Hopes"] berücksichtigt.
Faszinierend ist insbesondere auch die Produktion der 26 Titel umfassenden Kompilation,
welche mit fließenden Song-Übergängen zeitlich weit auseinander liegende Tracks zu
einer erstaunlich homogenen Einheit verschmelzen läßt. Zu guter letzt ist noch das
aufwendig ausgestattete Booklet mit allen Songtexten und sehr interessanten
Zeitdokumenten, u.a. auch eines der wenigen Fotos, das Pink Floyd als Quintett zeigt
[mit Gilmour und Barrett], als besonders gelungen anzuführen.

Mit diesem Comeback hatte man eigentlich auch nicht mehr ernsthaft gerechnet. Nach
dem geschmeidigen Synthie-Pop-Album "Republic" aus dem Jahre 1993 meldeten sich
New Order im Sommer zunächst mit der herausragenden Single "Crystal"
zurück, um dann kurz darauf den grandios-fetzigen Longplayer "Get Ready"
nachzuschieben. Wie groß die Fangemeinde der Band heute noch ist, zeigen die
Chartsplazierungen des Longplayers: jeweils Top 10 in Deutschland [# 7] und
Großbritannien [# 6] und eine # 41 in den USA.
Die New Order'sche Kunst anno 2001 ist über weite Strecken geprägt von Meisterwerken
des synthiegetriebenen Gitarren-Rocks, insbesondere vorzufinden in den Titeln "Crystal",
"60 Miles An Hour" und dem mit Billy Corgan eingespielten "Turn My Way". Das
Zusammentreffen von Melodie, kantigen Strukturen und Bernard Sumners markantem
Gesang läßt eine unwiderstehliche Pop-Collage entstehen. Weiterhin herausragend: das
wunderbare "Someone Like You" [weiblicher Backgroundgesang kommt besonders gut!]
und der flotte Harmonie-Song "Close Range". Special zum Schluß: Das Cover und Booklet
von "Get Ready" ziert im übrigen die deutsche Schauspielerin Nicolette Krebitz.

Die Singles des Jahres 2001
- Lifehouse - Hanging By A Moment
- New Order - Crystal
- Dido - Here With Me
- Journey - With Your Love
- Ash - Burn Baby Burn
- Atomic Kitten - Whole Again
- Sugar Ray - When It's Over
- Asia - Wherever You Are
- Creed - With Arms Wide Open
- Electric Light Orchestra - Alright
- Reamonn - Weep
- Kylie Minogue - Can't Get You Out Of My Head
- Asia - Ready To Go Home
- Janet Jackson - All For You
- Laura Pausini - E Ritorno Da Te
- Robbie Williams - Let Love Be Your Energy
- Train - Drops Of Jupiter (Tell Me)
- Linkin Park - In The End
- No Angels - Daylight In Your Eyes
- Destiny's Child - Bootylicious
** Die US-Band Lifehouse besteht aus Jason Wade (Gesang u. Gitarre), Sergio
Andrade (Bass), Stuart Mathis (Lead-Gitarre) und Rick Woolstenhulme (Drums) und
überschreitete mit dem starken Debüt-Album "No Name Face" die 2-Millionen-Grenze in
den USA [höchste Plazierung: # 6 / D: # 55]. Alles in den Schatten stellte dabei die flott-
rockende Single "Hanging By A Moment", welche in den Billboard-Charts monatelang in
den Top 10 verweilen konnte [HP: # 2, D # 62] und sogar jetzt noch, nach 52 Wochen
Aufenthalt, in den Top 50 gastiert! Kein Wunder, daß der Song somit die Nr. 1 in den US-
Jahres-Charts belegt, obwohl er nie die Spitze der Wochen-Hitlisten erobern konnte ->
Konstanz auf hohem Niveau bringt's eben. **
** Mit der Single "Crystal" lieferten die Mannen um Bernard Sumner fruchtende
Überzeugungsarbeit im Auftrag des Rocks! Sehr viel gitarrenlastiger als die letzten
New Order-Songs, schaffte es "Crystal" bis auf # 8 der britischen Charts [D #
39]. Mitreißender Comeback-Song! **
** Dido (Armstrong) ist die Schwester des Faithless-Kopfes Rollo Armstrong und
schaffte 2001 hauptsächlich durch die Unterstützung von Eminem bereits mit ihrem
Debütalbum "No Angel" den weltweiten Durchbruch. Der US-Rapper sampelte ihren Song
"Thank You" für seinen Hit "Stan" [D # 1] und ließ Dido auch gleich mitsingen. Die Folge:
11 Millionen verkaufte Longplayer [D: # 2, GB: # 1, US: Top 5 - Stand: Ende 2001] und
zwei veritable Singlehits wie das erwähnte "Thank You" [US-Top-5] und natürlich der
wunderbar verträumte Begleit-Song zur US-Science-Fiction-Serie "Roswell", "Here With
Me", welcher in Deutschland eine # 16 erreichen konnte [GB: # 4]. **
** Der Melodic-Rock-Legende Journey sind einst in den 80ern mit Balladen richtig
große Würfe gelungen, doch mit der neuesten Rock-Schnulze "With Your Love" konnte
man den Verkauf des großartigen Albums "Arrival" nicht ankurbeln und schon gar nicht in
die Fußstapfen der Schmuse-Oldies "Open Arms" [1981] und "Faithfully" [1983] treten.
Das ist mehr als schade, hat "With Your Love" doch unbestritten das Schauerpotential
der vorgenannten Stücke ... **
** Mit ihrem guten vierten Album "Free All Angels" konnte die um Tim Wheeler (Haupt-
Songschreiber, Gitarre & Gesang) formierte Band Ash in Großbritannien bis auf
# 1 vordringen. In Deutschland ist die Truppe auch nicht mehr ganz unbekannt und
erreichte eine #34. Die Highlights des erwähnten Albums sind die Singles "Burn Baby
Burn" [GB # 13] und "Shining Light" [GB # 8], welche ganz besonders melodisch den
modernen, leicht vom Punk-Pop beeinflußten Gitarren-Rock der Band präsentieren. Die
Refrains dieser beiden Titel sind einfach spitzenmäßig. **
** Süß ist sie - die Musik, mit der das Trio Atomic Kitten, bestehend aus den
Sängerinnen Natasha Hamilton, Jenny Frost und Liz McIarnon, die Pop-Welt
überraschte. Allen voran die schöne Ballade "Whole Again", die zuerst in England und
dann auch bei uns den Spitzenplatz der Charts erobern konnte. Auch die Nachfolge-
Single "Eternal Flame" geriet zum Top-Hit und ist objektiv auch im Vergleich zum Original
der Bangles durchaus brauchbar - also ein Beispiel für eine recht gut gemachte
Coverversion, wenngleich keine Sängerin diesen Titel besser und gefühlvoller
präsentieren kann, als Susanna Hoffs [schöne Bangles-Leadsängerin]. Mit ihrem
Longplayer "All Right" stiegen Atomic Kitten in Deutschland bis auf # 6 [GB: # 1]. **
** Sugar Ray machten 2001 ihrem Ruf alle Ehre und ließen im grauen Herbst mit
ihrer luftig-melodischen Nummer "When It's Over" noch einmal Hochsommer-Feeling
aufkommen. In den USA landete die Formation damit wieder einen Top-20-Hit und
erklomm # 13, hierzulande reichte es nur zu # 68, dafür wurde der Titel im Radio rauf-
und runtergedudelt [Top 30 in den Airplaycharts]. Ebenso hochmelodisch und spaßig
hörte sich das neue Album ["Sugar Ray"] an, - der Lohn: # 6 in den US-Charts. **
** Natürlich sind die Zeiten längst vorbei in denen Asia mit Titeln wie "Heat Of The
Moment" oder "Don't Cry" [die beiden US-Top-10-Hits der Band] auch die deutschen
Verkaufs- und Radio-Charts bereicherten, aber gute Musik macht die im Vergleich zu den
Achtzigern fast komplett veränderte Gruppe nach wie vor [nur noch Geoff Downes ist
vom Original-Line-Up dabei und führt die Band zusammen mit Sänger und Bassist John
Payne an]. Der beste Beweis: die Singles "Wherever You Are" und "Ready To Go Home"
vom 2001er Album "Aura" - schöne melodische Pop/Rock-Songs, die eigentlich im Radio
genügend Raum zur Entfaltung finden sollten .... **
** Die Jahre 2000 und 2001 brachten für die US-Melancholie-Rocker von Creed
den ultimativen Aufstieg in die Premier-League des Rocks. 10 Millionen Alben konnte man
bis Ende des letzten Jahres vom Longplayer "Human Clay" [US # 1] alleine in den
Vereinigten Staaten absetzen und mit der US-No.1-Ballade "With Arms Wide Open" [D #
44] stieg das bereits im Herbst 1999 erschienene Werk auch hierzulande Anfang 2001
wieder in die Albumcharts ein und arbeitete sich gar bis in die Top 10 vor. **
** Und wieder muß ich ein bißchen jammern. Man muß sich das mal vorstellen, die letzte
ELO-Single aus dem Jahr 1986, "Calling America", plazierte sich auf # 1 der
deutschen Radio-Charts. Das heißt: der Song wurde vor mehr als 15 Jahren so oft
gespielt wie heutzutage die No-Angels-Singles oder Kylie Minogue's "Can't Get You Out
Of My Head". Tja, der 2001er Single "Alright" erging es allerdings nicht so. Man mußte
wirklich ein dickes Kreuz in seinen Kalender machen, wenn diese Pop&Roll-Nummer mal
bei einer deutschen Station lief. "Alright" ist das einzige Stück für das Jeff Lynne mit
Richard Tandy einen alten ELO-Gefährten um Unterstützung bat. **
** Das Stück "Weep" stammt aus dem Soundtrack zum Film "Mondscheintarif", ist aber
auch auf dem Reamonn-Album "Dream No. 7" [D # 6] zu finden. Dieses Album
ist geprägt von zahlreichen Rock-Hymnen der Extraklasse - "Weep" zählt in diesem
Zusammenhang zu den besten und hat das klassische Schauerpotential. Leider wurde der
Titel in Deutschland gnadenlos ignoriert - mehr als # 69 war nicht drin. **
** Was die kleine Australierin Kylie Minogue im Jahr 2000 andeutete, setzte sie im
Jahr darauf eindrucksvoll fort. Die Single "Can't Get You Out Of My Head" schaffte es
ebenso wie das Album "Fever" auf # 1 in Großbritannien, Deutschland und Australien - in
vielen anderen europäischen Ländern reichte es ebenfalls zu Top-Notierungen. Dieser
Erfolg ist Kylie von Herzen zu gönnen, alleine schon ihr grandios-sympathisches
Doppelgastspiel bei 'TV Total', zu welchem Anlaß sie sich zu einem Live-Duett mit Stefan
Raab bewegen ließ, macht sie zu einer wahren Entertainerin. **
** Janet Jackson hatte zwar schon bessere Zeiten erlebt, aber mit dem Erfolg
ihres Albums "All For You" darf sie durchaus zufrieden sein: # 1 in den USA, # 2 in
Großbritannien und # 3 in Deutschland waren eine gewohnte Ausbeute. Daß sie ein paar
Scheiben weniger verkauft hat als früher [in den USA 'nur' zwei Millionen], ist nicht
weiter schlimm, immerhin konnte ihr großer Bruder Michael bisher von seinem neuesten Werk
"Invincible" auch nur zwei Millionen Stück absetzen - sie ist also in bester Gesellschaft ;-). Der flotte R'n'B-Dance-Pop der Single "All
For You" führte diese bis an die Spitze der US-Charts und konnte auch in Europa recht
gut punkten -> D # 16, GB # 3. Die beiden anderen Erfolgs-Singles aus dem aktuellen
Longplayer hießen "Doesn't Really Matter" [# 1] u. "Someone To Call My Lover" [# 3]. **
** Wochen- ja sogar monatelang belagerte Laura Pausini mit dem Titel "E Ritorno
Da Te" die Top 10 der italienischen Singles-Charts. Die wunderbare Pop-Ballade ist eines
von zwei neuen Stücken aus dem Ende Oktober 2001 erschienen Best-Of-Album der
Künstlerin und erreichte als Höchstplazierung # 4. **
** Die letzten zwei Jahre waren glorreiche Robbie Williams-Jahre. Das im
Spätsommer 2000 erschienene Album "Sing When You're Winning" [D & GB # 1] hält
sich bis heute [aktuell: 28.01.2002] in den deutschen Charts und konnte bislang mehr
als 300.000 Mal an den Mann und die Frau gebracht werden. Die Erfolgssingles
"Supreme" und "Rock DJ", wie auch das grandiose "Let Love Be Your Energy" [GB # 10,
D # 68], ermöglichten einen dauerhaften Aufenthalt in den internationalen Longplay-
Charts. Ende des vergangenen Jahres tätigte der ehemals tragische Protagonist der Boy-
Band Take That seinen bislang wertvollsten Schachzug mit der VÖ des Albums "Swing
When You're Winning". Die Platte bietet hauptsächlich Swing-Klassiker und schlug ein wie
eine Bombe. Binnen kürzester verkaufte er sowohl in Deutschland als auch
inGroßbritannien mehr als eine Million CDs. Was wird dem Mann wohl als nächstes
einfallen? **
** Bevor das Train-Meisterwerk-Album "Drops Of Jupiter" auch in Deutschland
erfolgreich chartete, hörte man bereits die gleichnamige Single auf den hiesigen
Radiostationen. Der geigenverzierte, hymnische Song hielt sich viele Monate in den
Airplay-Hitlisten und machte erst auf # 8 Halt. Die Verkaufscharts brachten hingegen
zumindest in Deutschland keine außergewöhnliche Erfolgsmeldung hervor: # 73 [US # 5,
GB # 10]. **
** In Sachen 'Neue-Metal-Generation' haben Chester Bennington [Voc], Mike Shinoda [Voc],
Rob Bourdon [Dr], Brad Delson [Gui, Bs], 'Phoenix' [Bs] und Joseph Hahn [DJ/Samples]
alias Linkin Park im Jahr 2001 einiges in ihren Schatten gestellt. Nicht weniger
als drei Singles [Stand 28.01.2002] katapultierten sie in die internationalen Hitlisten,
wobei man bei der Auswahl der Songs sehr auf die Ausprägung 'Massentauglichkeit'
achtete. So tritt in den Titeln "One Step Closer", "Crawling" und "In The End" eine
gewinnbringende Kombination von Melodie und Härte zum Vorschein. Letzteres Stück
stellt den bisher größten Erfolg der Band dar: D # 13, GB # 8 und US derzeit # 5 [Charts
vom 09.02.02.] mit steigender Tendenz. Das Album "Hybrid Theory" erreichte in
Deutschland # 2 [mehr als 300.000 verkaufte Exemplare], den USA ebenfalls # 2 [bisher
mehr als 6.000.000 abgesetzte Einheiten] und Großbritannien # 4 [600.000]. **
** Die erste Sieger-Generation des RTL2-'Popstars'-Event, die No Angels, konnten
Anfang 2001 ja noch nicht ahnen, daß ihnen die Nachfolger Bro'Sis sogar noch den Rang
ablaufen würden - zumindest was die Abverkäufe der Debütsingle angeht. Als die fünf
Mädels, Nadja, Jessica, Sandy, Lucy und Vanessa, mit dem Titel "Daylight In Your Eyes"
auf # 1 der deutschen Charts [auch in Schweiz und Österreich] landeten, setzten sie
nämlich eine nicht unbedingt erwartete Bestmarke [Mit einer Top-5-Plazierung hätte ich
gerechnet, aber nicht gleich mit der Top-Position]. Insgesamt konnten mehr als 500.000
'kleine' CDs abgesetzt werden [Im Vergleich: Die neuen 'Popstars' Bro'Sis hingegen
haben jetzt (28.01.) schon nach sechs Wochen die Millionen-Grenze überschritten]. Mit
"Rivers Of Joy" [Top 10], dem leidlichen Eurythmics-Cover "There Must Be An Angel" [#
1] und der Doppel-Single "Atlantis / When The Angels Sing" [Top 5] landeten die
Neulinge des Pop-Business drei weitere Hits. Das Album "Elle'ments" liegt derzeit knapp
über der Dreifach-Platin-Marke [= 900.000 CDs]. **
** Die R'n'B-Formation des vergangenen Jahres sind zweifelsohne Destiny's Child.
Die sehr attraktiven jungen Damen Michelle Williams, Beyoncé Knowles und Kelly
Rowland feierten mit dem Album "Survivor" riesige Erfolge und machten sich im Mai auf
den Weg zur No. 1 in Deutschland, Großbritannien und den USA. Die Singles
"Independent Woman Part 1", "Emotions", "Survivor" und "Bootylicious" sorgten auch in
diesen Hitlisten für hohe Notierungen. Letztgenannter Titel kommt als flotter R'n'B-Song
mit überraschend cooler Gitarre daher. Tja, und das sexy Video trug ein Übriges zum
Erfolg bei: US # 1, GB # 2, D # 16. **
|