Die Alben des Jahres 1988
- Toto - The Seventh One
- Def Leppard - Hysteria
- Chicago - 19
- OMD - The Best Of
- Survivor - Too Hot To Sleep
- REO Speedwagon - The Hits
- Pink Floyd - Delicate Sound Of Thunder
- Van Halen - OU 812
- Icehouse - Man Of Colours
- Scorpions - Savage Amusement

Wenn man nach dem 82/83er Karriere-Höhepunkt "IV" noch einmal von einem absolut
typischen Toto-Album sprechen konnte, dann war dies "The Seventh One" aus dem Jahr
1988. Dieses Werk war genau mit den Attributen belegt, die "IV" zum erfolgreichsten Album
der Gruppe werden ließen. Allein schon der Blick auf das endlich wieder mit dem "Toto"-Schwert verzierte Cover der neuen CD weckte vertraute Gefühle.
Mit Joseph Williams war der Sänger von "Fahrenheit" wieder mit an Bord und das war auch
gut so. 1984 mit Fergie Frederiksen gelang Toto zwar ein mehr als überzeugendes Album
("Isolation"), doch der Gesang von Fergie paßte eigentlich nicht so recht ins Erscheinungsbild
der Band. Viele der "IV"-Käufer empfanden den Schritt von Bobby Kimball zu Frederiksen
als zu kraß.
Flotter Mainstream-Rock ("Pamela", "Stop Loving You", "Only The Children", "These
Chains"), garniert mit der einen oder anderen Ballade ("Anna", "A Thousand Years")
zeichneten Toto anno '88 aus. Mit "Home Of The Brave" schrieb die Gruppe den genialen
Abschlußsong eines der besten Toto-Alben überhaupt.
"The Seventh One" arbeitete sich in Deutschland bis auf # 10(!) der Album-Charts vor (US #
64, GB # 73). Bezogen auf die höchste Plazierung in den Charts, wurde es somit zum
erfolgreichsten Album der Band in Deutschland nach "Toto" aus dem Jahr 1978
(selbstverständlich verkaufte "IV" mehr Exemplare, kam aber nur zu einer Bestnotierung auf
# 12). In Amerika dagegen, wo sie einst ihre größten Erfolge feierten, war die Zeit von Toto
endgültig vorbei. Dieses siebte Studioalbum der Band war zugleich das letzte, das sich in die
US Top 100 hieven konnte.
Erstmals konnte ich mich auch selbst davon überzeugen, wie grandios jeder einzelne der Toto-Musiker sein Handwerk verstand. In der im April '88 mit ca. 3500 Besuchern ausverkauften
Jahrhunderthalle in Frankfurt-Höchst wurde ich, zusammen mit meinem guten Freund
Jovalli [vermutlich ein noch größerer Toto-Fan als Musictommy], Zeuge einer Live-Präsentation auf höchstem Niveau.


Ein weiterer absoluter Rockhammer wurde dieser Tage von Def Leppard präsentiert. Die
Band stieg mit ihrem 87er Album "Hysteria" am 22.08.1987 in die Top 100 der US-Billboard-Charts ein und verschwand erst 109 Wochen, also mehr als zwei Jahre später,
wieder. "Hysteria" erreichte nicht nur No. 1, sondern hielt sich 78 Wochen in den US Top 10.
In Großbritannien erreichte man ebenso die Spitzenposition (D # 10).
Dieses Album war prädestinierend für den Power-Sound der Band. Produziert wurde die CD
wieder von Robert John 'Mutt' Lange, der bereits beim 81er "High'n'Dry" sowie dem 83er Megaerfolg "Pyromania" an den Reglern saß. In der Szene war Lange kein Unbekannter mehr: Er agierte u.a. als
verantwortlicher Produzent des sehr erfolgreichen Cars-Album "Heartbeat City" (mit
Superhit "Drive"). Später sollte er einmal einem gewissen Bryan Adams genau dieses
typische Def Leppard-Soundgewand verpassen und dem Rocker zu seinem, meiner
Meinung nach, besten Album verhelfen: "Waking Up The Neighbours" (1991). Ab dem
mittleren Drittel der 90er wurde er auch für seine jetzige Ehefrau Shania Twain tätig und
machte sie zu einem der erfolgreichsten Country/Pop-Acts in den USA.
Nach diesem kleinen Exkurs, zurück zum Erfolgspotential der Gruppe Def Leppard Ende der
80er. Nicht weniger als sechs US-Top 20 Singles befanden sich auf "Hysteria", und das
kurbelte die langfristige Präsenz enorm an. "Love Bites" erreichte # 1, "Pour Some Sugar On
Me" # 2, "Armageddon it" # 3 und "Hysteria" - der Titelsong - kam immerhin noch auf # 10.
"Animal" (US # 19, GB # 6) und "Rocket" (US # 12) hießen die weiteren Hits des in den
Staaten meistverkauftesten Werkes des Jahres 1988. Weltweit ging "Hysteria" über 16 Millionen Mal über die Ladentische.


Für die neue Platte der Gruppe Chicago, "19", konnten sich die Fans wieder einmal nicht
besonders erwärmen. Lediglich bis auf eine US # 37 kletterte das Werk (D # 42). Im Singles-Bereich konnte man allerdings Erfolge einfahren wie noch nie! Die vom Ex-Survivor-Produzenten Ron Nevison (u.a. auch noch für Heart tätig) betreuten Titel "I Donīt Wanna
Live Without Your Love" (US # 3), "Look Away" (US # 1) und "Youīre Not Alone" (US #
10) brachten die Band noch einmal zu einem Karriere-Hoch. Ende 1989 schaffte eine vierte
Single ("What Kind Of Man Would I Be" - US # 5) den Sprung in die Single Top 10.
Warum diese vier Hitsingles "19" nicht genügend Impulse mitgegeben haben, um ebenfalls
bis in die vorderen Regionen des Billboards vorzudringen, bleibt das Geheimnis des
amerikanischen Marktes....


Das Orchestral Manoeuvres In The Dark, kurz OMD, zog 1988 die Bilanz einer
Erfolgsgeschichte. Andy McCluskey und Paul Humphreys, die Köpfe der Band, bestachen
seit 1979 mit wunderschönen Popmelodien. Nur ein Jahr später stellten sich - zunächst
allerdings nur in England - die Weichen auf Erfolg. Mit dem zuckersüß flotten "Enola Gay"
(GB # 4 - 1980) und dem nicht minder schönen "Souvenir" (GB # 3 - 1981) nahmen sie die
Hürde der britischen Single-Top 10 souverän.
Der entscheidende Sprung von der Insel hinüber nach Deutschland gelang der Formation erst
im Jahr 1982, dann aber in spektakulärem Ausmaß: "Maid Of Orleans" brachte es in
Großbritannien nur auf Position 4, in Deutschland wanderte die Single mit großen Schritten
zur Nummer 1 und hielt sich dort vier Wochen. In der Jahresbilanz der deutschen Single-Charts landete dieser Titel an der Spitze, noch vor "Skandal im Sperrbezirk" (Spider Murphy
Gang) und "Words" (F.R. David). Mit "Genetic Engineering" hatte die Band sofort einen
Nachfolgehit parat, der ebenfalls den Weg in die deutschen Top 20 fand.
Die darauffolgenden Jahre ließen die Gruppe zu einer erfolgsverwöhnten Pop-Kapelle
werden. Mit "Locomotion" (GB # 5), "Talking Loud And Clear", "So In Love" hatten sie
weitere Top 20-Hits in Deutschland. 1986 erreichten McCluskey und Humphreys sogar noch
einmal die deutsche Top 10, "(Forever) Live And Die" machte erst bei # 8 Halt (GB # 9). In
jenem Jahr entwickelten sich OMD sogar zum Chartbreaker in den USA: "If You Leave"
hieß der einzige Top 10-Hit in den Vereinigten Staaten (# 4).
Die Albumverkäufe der Band blieben in etwa in den Dimensionen der Single-Erfolge. Das
82er Werk "Architecture And Morality" fand natürlich entscheidende Unterstützung durch
"Maid Of Orleans" und kam in Deutschland auf # 8 (GB # 2). Auch mit den nachfolgenden
Platten erreichten OMD fast ausnahmslos die britischen Top 10; in Deutschland eroberten
"Dazzle Ships" (1983 # 11) und "The Pacific Age" (1986 # 15) die Top 20, "Crush" (1985 #
23) die Top 30 und das 84er "Junk Culture" # 32. Mit ihrem "Best Of" holten sie 1988 noch
einmal zum großen Wurf aus: Großbritannien # 2, Deutschland # 8 und USA # 46.
Ab 1991 machte Andy McCluskey alleine weiter. Mit dem Album "Sugar Tax" erreichte
OMD zwar wieder "nur" Rang 8 (GB # 3) als höchste Plazierung in den deutschen LP-Charts, hielt sich aber insgesamt 57 Wochen dort und erreichte 'Platin'-Status - der größte
Album-Erfolg in der Geschichte dieser Formation. Die Singlehits "Sailing On The Seven
Seas" und "Pandora's Box" waren Wegbereiter dieser OMD-Renaissance. Das 93er Album
"Liberator" war nicht mehr so erfolgreich, wurde aber dennoch in ansehnlichen Stückzahlen
abgesetzt (D # 17, GB # 14). Ein (vorerst ?) letztes OMD-Studioalbum sollte 1996 folgen. Da
sich dieses Werk in meinen Top 10 plazieren konnte, gibt's dazu in "acht" Jahren mehr ;-)).


Survivor verabschiedeten sich 1988 mit ihrem rockigsten Album von der aktiven Musikwelt
[Die 1990 erschienenen "Greatest Hits" zähle ich nicht zu den echten "Aktivitätsbeweisen" dieser
Gruppe / schon gar nicht Teil 2 der Sammlung, obwohl es dabei zu einem kurzen Comeback vom ersten Sänger Dave Bickler kam]. "Too Hot Too Sleep" war nicht von Ron Nevison, dem Produzenten der letzten
beiden Alben, betreut worden - und der Sound klang sofort viel rauher.
Doch selbst mit
absoluten Highlights wie "Burning Bridges", "Didn't Know It Was Love", "Desperate
Dreams" und der wunderbaren Ballade "Across The Miles" reichte es nur zu einer Plazierung
in den deutschen Albumcharts (# 55). Das amerikanische Musikpublikum konnte
mit dieser Platte überhaupt nichts anfangen.
Erst Ende 1999 sollte der Sänger von damals - Jimi Jamison - ein Comeback wagen [ohne die
eigentlichen Köpfe der Band, also: Frankie Sullivan u. Jim Peterik].


In den USA war die Gruppe REO Speedwagon bekanntlich immer recht erfolgreich gewesen.
Doch trotz einer letzten 88er Top 20-Single mit "Here With Me", dem einzigen neuen Song
auf "The Hits", kamen sie nur auf # 56 der US-Albumcharts. Für meinen Geschmack fehlte
auf dieser Hitzusammenstellung ein entscheidender Song aus der REO-Rockgeschichte:
"Keep The Fire Burning" war 1982 in den US-Top 10, und ich habe keine Erklärung dafür,
weshalb dieser Titel nicht zu den Hits gezählt wird, er ist nämlich ausgesprochen gut!
Ansonsten bietet "The Hits" alles, was das Herz eines REO-Fan höher schlagen läßt: "Can't
Fight This Feeling", "Keep On Loving You", "Roll With The Changes" oder "In My Dreams"
sollten als Beispiele genügen. Ohne obenerwähnten Fauxpas, also mit "Keep The Fire
Burning", wären "The Hits" in Musictommy's Album-Charts des Jahres 1988 noch weiter
oben gelandet.


Mit dem Doppel-Livealbum "Delicate Sound Of Thunder" dokumentierten Pink Floyd ihre
erfolgreiche "A Momentary Lapse Of Reason"-Tour. In Deutschland erreichten sie damit # 9
(US & GB # 11). Die restlichen drei Pink Floyd-Stammmitglieder (Wright, Mason und Gilmour) bestachen, zusammen mit
ihrem umfangreichen Stab an Begleitmusikern, durch exzellenten Live-Sound.
CD 1 startete mit "Shine On You Crazy Diamond" aus dem Jahre 1975 und bot dann in der Folge
ausnahmslos Titel aus dem letzten Studioalbum. CD 2 gestaltete sich dann zu der Best Of-Anreihung, die man erwartet hatte. Mit Titeln wie "Wish You Were Here", "Money",
"Another Brick In The Wall Part II" oder "Run Like Hell" präsentierte man einen guten
Querschnitt über das Schaffensgebiet der Supergruppe.
Doch auch "Delicate Sound Of Thunder" sollte sieben Jahre später in einem neuerlichen
Livemitschnitt einer Floyd-Tournee noch seinen Meister finden......


Zwei Jahre nach dem erfolgreichen Einstand des neuen Sängers Sammy Hagar kam die
nächste Van Halen-Scheibe "OU812" auf den Markt [Anmerkung: freie Übersetzung des Albumtitels -> 'Oh, You Ate One, Too' - eine kleine ironische Anspielung auf David Lee Roth's Solowerk "Eat'em And Smile" aus dem Jahr 1986]. Das
Album war vom Aufbau her die exakte Kopie des Vorgängers "5150". Dies klingt, als sei es
negativ gemeint; aber weit gefehlt. Das spannungsreiche und spaßmachende Nebeneinander
von krachenden Rockern einerseits und liebevoll arangierten Synthiesongs andererseits
zeigte auch im Jahr 1988 noch keine Abnutzungserscheinungen.
"OU812" setzte sich erwartungsgemäß an die Spitze der US-Albumcharts und kam in
Deutschland auf # 12 (GB # 16). Spätestens seit "Jump" im Jahr 1984 hatte die Band auch die
Single-Charts fest im Visier. Diesmal katapultierten sie "When It's Love", "Finish What Ya
Started" und "Feels So Good" in die US Top 40.


1983 schaffte die australische Band Icehouse einen der Überraschungshits in Deutschland. Ihr
"Hey Little Girl" kam, ebenso wie das dazugehörige Album "Primitive Man", auf # 5. Der Nachfolgehit "Street Cafe" erreichte eine respektable Position 28 der hiesigen
Singlecharts. Im Jahr 1988 waren die Vereinigten Staaten dran: Mit den Singles "Crazy" (#
14) und "Electric Blue" fanden sich Icehouse in den Top 20 bzw. gar Top 10 wieder. Darauf
stützend, konnte sich das Album "Man Of Colours" bis in die Top 50 des Billboards
vorarbeiten (# 43).


Im Geschäft waren sie schon seit Anfang der Siebziger, aber erst das fünfte Album der Hannoveraner Hardrock-Formation Scorpions, "Lovedrive", brachte den Durchbruch bis auf # 11 der deutschen Album-Hitparade. Danach gelang der Band binnen drei Jahren
das, wovon die meisten einheimischen Musikgruppen nur ehrfurchtsvoll träumten. Während
"Lovedrive" mit Platz 71 noch relativ "abgeschlagen" im hinteren Drittel der US-Top 100
landete, konnten sie sich mit dem 80er "Animal Magnetism" bereits im zweiten Drittel (US #
63) behaupten (D # 12).
Mit "Blackout" aus dem Jahr 1982 war es dann soweit: Der ganz große Sprung der Gruppe
um Klaus Meine und Rudolf Schenker über den großen Teich, über die Meßlatte Top 20, bis
auf # 10 der US Album-Charts war geglückt. In Deutschland kam man ebenso auf # 10, und
was die Amerikaner und Deutschen so liebten, das mußte auch in England gekauft werden
(ebenfalls # 10). Mit den Alben "Love At First Sting" (1984: US # 6, D # 6, GB # 18) und
"World Wide Life" (1985: US # 11, D # 4, GB # 10) setzten die Scorpions ihren
internationalen Höhenflug fort. Die Singles "Rock You Like A Hurricane" (US # 25) und eine
der Jahrhundert-Balladen, "Still Loving You" (US # 64, D # 14), festigten anno 1984 den
Platz der Gruppe in der Reihe der weltweit angesagtesten Rockbands.
Nun stand im Mai 1988 das langerwartete neue Album der Hannoveraner in den Läden.
"Savage Amusement" war erneut ein brillantes Stück Rock geworden. Allein in den ersten
vier Songs des Albums, "Don't Stop At The Top", "Rhythm Of Love", "Passion Rules The
Game" und "Media Overkill", steckte soviel Kraft, Frische und gepflegte Härte, wie man dies
eigentlich bis dahin von keiner deutschen Band zu hören bekam. Der verdiente Lohn: Platz 4
in Deutschland, Platz 5 in den USA und Platz 18 in Großbritannien. Zum Abschluß des
Albums präsentierten die Scorpions eine weitere Heavy-Ballade: "Believe In Love".

Die Singles des Jahres 1988
- Toto - Stop Loving You
- Van Halen - When Itīs Love
- Def Leppard - Love Bites
- Survivor - Didnīt Know It Was Love
- Kim Wilde - You Came
- Chicago - Look Away
- Def Leppard - Hysteria
- BAP - Fortsetzung folgt....
- Kylie Minogue - I Should Be So Lucky
- Icehouse - Electric Blue
- Toto - Pamela
- Mike & The Mechanics - Nobodyīs Perfect
- Europe - Superstitious
- Richard Marx - Endless Summer Nights
- Foreigner - Say You Will
- Saga - Angel
- Chicago - I Donīt Want To Live Without Your Love
- Kylie Minogue - Got To Be Certain
- Boy Meets Girl - Waiting For A Star To Fall
- Belinda Carlisle - I Get Weak
** Nach 1983 schaffte es endlich wieder eine meiner Superbands, die doppelte Spitzenposition
(Album & Singles) zu belegen. Toto's "Stop Loving You" war einfach so genial, daß es dem
Album "The Seventh One" in nichts nachstand. Komischerweise wurde "Stop Loving You"
in den Staaten nicht als Single veröffentlicht und kam auch in Deutschland nur in die
Radiocharts, dort aber immerhin bis # 11. Mit der Single "Pamela" gelang der Gruppe dann
aber doch noch einmal der Satz in die US-Charts auf # 22. ** Van Halen kamen mit ihrer
Synthie-Midtempo-Nummer "When It's Love" wieder in die Top 5 in Amerika (# 5). **
** Ihr bislang erfolgreichstes Jahr kürte die Hardrock-Gruppe Def Leppard. Mit der Ballade
"Love Bites" hatten sie sogar eine No. 1 in den Vereinigten Staaten. Der Song "Hysteria"
[Titellied des Erfolgsalbum der Band] erreichte eine weitere Top 10 Plazierung. ** Mit ihrer
vorletzten Top 100 Single in den USA wartete die Gruppe Survivor auf: "Didn't Know It
Was Love" blieb mit # 61 aber weit hinter den Erwartungen zurück. ** Seit 1981 war Kim Wilde
Stammgast in den internationalen Charts. Ihre Singles "Kids In America" (1981: D # 5, GB #
3), "Chequered Love" (1981: D & GB # 2), "Cambodia" (1981: D # 2), "View From A
Bridge" (1982 D # 6), "The Second Time" (1984: D # 9) und "You Keep Me Hangin' On"
(1987: D # 8, US # 1) machten sie zu einem absoluten Superstar. 1988 kam sie mit ihrer
Single "You Came" zum letzten Mal in die deutschen Top 10 (# 5, US # 41, GB # 3). **
** Chicago räumten mit den Balladen "Look Away" (US # 1) und "I Don't Want To Live
Without Your Love" (US # 3) mächtig ab. ** Wieder einmal mischte sich eine deutsche Band
unter Musictommy's Top 10. Mit ihrem, meiner Meinung nach, stärksten Song, "Fortsetzung
folgt....", erreichte die köllsche Gruppe BAP auch in den deutschen Verkaufscharts eine # 10. **
Das australische 'Schnuckelchen' Kylie Minogue war das zweite 'Gold-Ziehkind' aus dem
Stock/Aitken/Waterman-Imperium. Sie setzte 1988 zur gigantischen Attacke auf die
weltweiten Charts an. Hier sind ihre ersten beiden Singles vertreten. "I Should Be So Lucky"
(D & GB # 1) und "Got To Be Certain" (D # 6, GB # 2). Daß sich jedes Lied des
obenerwähnten Produzenten-Teams nahezu gleich anhörte, egal wer es sang, störte die
Käufer am Ende der Achtziger überhaupt nicht. Sie, und Musictommy gehörte bis zu einem
bestimmten Grad auch zu ihnen, liebten diesen Pop-Einheitsbrei. **
** Ganz andere Musik von/mit Australiern gab es im Zusammenhang mit der Formation
Icehouse. "Electric Blue" erreichte einen bemerkenswerten Rang 7 in den US-Billboardcharts. ** Der Vorbote des im Januar 1989 neu erscheinenden Albums von Mike & The
Mechanics hieß "Nobody's Perfect" und schaffte nur in Amerika den Sprung in die Charts (#
63), war aber unverschämt gut. Trotzdem: ein neuerlicher absoluter Welterfolg sollte nicht
mehr lange auf sich warten lassen .... ** Die Überraschungs-Band des Jahres 1986/1987
meldete sich mit neuem Album und neuer Erfolgssingle zurück, wenn auch nicht mehr ganz
so weit oben in den Charts: Europe kamen mit "Superstitious" auf # 21 in Deutschland, # 31 in
USA und in Großbritannien auf # 34. Das 88er Album "Out Of This World" kam in
Deutschland auf # 10 (US # 19, GB # 12). **
** Ein noch recht junger amerikanischer Musiker namens Richard Marx machte 1987/1988
bereits in den USA ordentlich Furore. Mit "Endless Summer Nights" kam er auf # 2. Drei
weitere Singles seines Debüts "Richard Marx" fanden den Weg in die Top 3 seines
Heimatlandes. Der weltweite Durchbruch zum Megastar war also gut vorbereitet. ** Das 88er Foreigner-Album "Inside Information", das vorerst letzte Werk mit Stammsänger Lou
Gramm, plazierte sich noch einmal auf # 7 in Deutschland und # 15 in den USA. Dies war bei
den Singlehits des Albums auch überhaupt kein Wunder: "Say You Will" erreichte in den
Staaten # 6 (D # 22), die Ballade "I Don't Want To Live Without You" kam dort sogar auf # 5
[hierzulande plazierte sich dieser sehr bekannte Foreigner-Song, zu meiner Überraschung,
nicht in den Verkaufscharts]. **
** Auch die Gruppe Saga veröffentlichte 1988 eine Ballade: "Angel", aus dem letzten
Studioalbum der Band, verfehlte aber erwartungsgemäß jegliche Chartsnotierung. ** Mit dem
schönen Song "Waiting For A Star To Fall" überraschten Boy Meets Girl die Amerikaner (#
5), Briten (# 9) und auch die Deutschen (D # 22). Sie blieben aber ein One-Hit-Wonder. ** Das
Ex-Mitglied der amerikanischen Mädchen-Band The Go-Go's [zwei US Top 10 Hits:
"We Got The Beat" u. "Vacation"], Belinda Carlisle, machte ihren Namen mit "Heaven Is A
Place On Earth" (D # 3, US & GB # 1) bereits Mitte/Ende 1987 (In Deutschland erst Anfang
1988) bekannt. "I Get Weak" konnte sich als Nachfolgesingle gut behaupten: D # 38, US # 2,
GB # 10. **
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