Die Alben des Jahres 1989

  1. Bad English - Bad English
  2. Journey - Greatest Hits
  3. Loverboy - Big Ones
  4. Steve Lukather - Lukather
  5. Night Ranger - Greatest Hits
  6. Mike & The Mechanics - Living Years
  7. Fleetwood Mac - Greatest Hits
  8. Richard Marx - Repeat Offender
  9. Icehouse - Great Southern Land
  10. Level 42 - Level Best

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Melodischer US-Rock

Der Rockhammer des Jahres 1989 kam für mich von der Gruppe Bad English. In meinem damaligen Lieblings-Plattenladen in Frankfurt, dem "Musikladen", stöberte ich mal wieder nach neuen CDs, da fiel mir das Cover der Bad English-CD auf. Ich fragte einen der Fachberater, und in diesem Geschäft war/ist ein Fachberater auch wirklich einer, der was über das aktuelle Musikgeschehen wußte/weiß. Man erklärte mir, daß die Band so ziemlich genau die Musik präsentiert, die ich bevorzuge. Nun, neugierig gemacht, hörte ich mir diese Scheibe an. Und ich war restlos begeistert. Auf diese Art und Weise kann man auch zu 'Platten des Jahres' kommen.

Natürlich waren die Bad English-Mitglieder keine "Greenhorns" mehr. Die Band wurde von erfahrenen, schon bekannten Musikern gegründet. Den Part der Leadvocals übernahm kein Geringerer als John Waite, der es 1984 mit dem Song "Missing You" bis an die Spitze der US-Charts schaffte. Die anderen beiden berühmten Mitglieder kamen von der Gruppe Journey. Jonathan Cain (Keyboards) und Neal Schon (Guitars) manövrierten Bad English stilsicher in flotte und routinierte Mainstream-Rock-Gefilde. Das Quintett wurde durch Ricky Phillips (Bass) und Deen Castronovo (Drums) vervollständigt.

Daß das Debüt-Album "Bad English" so straight und frisch klang, lag zum Großteil an Cain und Schon, die sich endlich mal wieder wie zu ihren besten Journey-Zeiten austobten. Trotz des Tophits "When I See You Smile" und zwei weiteren Singlehits ("Price Of Love": US # 5, "Possession": US # 21) blieb dem Album der Sprung in die Top 20 knapp verwehrt: Auf # 21 war in den Vereinigten Staaten Endstation. Immerhin hielt sich das Werk ein 3/4 Jahr in den Top 100.

Melodischer US-Rock

Das vorübergehende Aus der Gruppe Journey, eines der amerikanischen Aushängeschilder in Sachen gepflegtem Staaten-Rock, wurde von einer "Greatest Hits"-Zusammenstellung begleitet. Erst im Jahr 1996 gab es wieder ein wirklich bemerkenswertes Lebenszeichen der Band.

Hier aber dokumentierten sie noch einmal ihr umfangreiches Best Of-Material aus den Jahren 1977-1986. Mit dem 77er "Wheel In The Sky" und dem 80er "Anyway You Want It" sind die stärksten und erfolgreichsten Songs aus der Frühphase der Journey-Chartsgeschichte enthalten. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den Jahren 1981-1986, während dieser Zeit hatte die Gruppe ein Abonnement auf Top 10-Hits. Sechs Mal gelang ihnen der Sprung in die US-Single-Elite. Die Songs hießen (chronologisch sortiert): "Who's Crying Now", "Don't Stop Believin'" (beide 1981), "Open Arms" (1982), "Separate Ways" (1983), "Only The Young" (1985) und "Be Good To Yourself" (1986).

In Amerika verkauften sich in diesem Zeitraum auch die Alben der Formation besonders gut. "Escape" landete 1981 auf # 1, "Frontiers" erreichte 1983 # 2 und mit dem vorerst letzten Studioalbum "Raised On Radio" kam man 1986 noch einmal auf # 4. Mit "Greatest Hits" setzte sich diese Serie fort (US # 10).

Kanada-Rock

Die Erfolgsstory der kanadischen Band Loverboy ist insbesondere eine ganz eigene Geschichte der Achtziger. Sie kamen 1981 groß raus und zogen 1989 mit "Big Ones" Bilanz ihres Schaffens. Später hörte man kaum noch etwas von ihnen, bis 1999: Bei Thomas Häßlers Plattenfirma MTM, der Ex-Nationalspieler bekennt sich offen zu seiner Liebe zum Melodic-Rock, stehen sie jetzt wieder unter Vertrag. Der Longplayer aus dem Jahr 1999 ["VI" - das sechste Album der Band, wenn man "Big Ones" nicht mitzählt] interessierte allerdings niemanden mehr. Am besten widmen wir uns an dieser Stelle also noch einmal den besten und erfolgreichsten Titeln dieser außergewöhnlichen Rockband.

Mit "Turn Me Loose" (1981: Top 40) legte die Gruppe den Grundstein für einen bis 1986 andauernden Siegeszug in den USA. "Working For The Weekend" (1981) und "When It's Over" (1982) brachten die Band in die Top 30 der US-Single-Charts. Von 1983 bis 1986 schaffte es Mike Reno mit seinen Jungs dann gar zwei Mal bis in die Top 10. Was "Heaven In Your Eyes" (1986: # 12) und "Hot Girls In Love" (1983: # 11) noch knapp mißlang, wurde von den Titeln "This Could Be The Night" (1986: # 10) sowie "Lovin' Every Minute Of It" (1985: # 9) in die Tat umgesetzt.

Die drei neuen Titel auf "Big Ones" - "For You", "Too Hot" und "Ain't Looking For Love" - versprühten immer noch diesen frischen und kraftvollen Duft kanadischer Rockkunst. Bescheiden blieb einzig allein die Resonanz auf den 89er Output der Band ...

Melodic-Rock

In diesem Jahr ging Toto-Gitarrenmeister Steve Lukather mit einem Soloalbum an den Start. Die schlicht "Lukather" betitelte Platte bot gutklassigen Mainstream-Rock, der eine Spur härter klang, als das zuletzt abgelieferte Material seiner Hausband. Unterstützung gab es u.a. von Eddie Van Halen, Richard Marx, Steve Stevens [soweit ich mich erinnere, spielte der seinerzeit hauptamtlich Gitarre bei Billy Idol], Mike Landau, Jan Hammer [Miami Vice läßt grüßen] und seinen Toto-Kumpanen Jeff Porcaro und David Paich.

Insgesamt also versammelte sich eine bunte Truppe um den eigentlichen Bandleader von Toto. Die Palette der Songs reichte von härteren Rocknummern wie "Twist The Knife" und "Drive A Crooked Road" über Midtempo-Titel [z.B. die Single "Swear Your Love", "With A Second Chance" oder "Lonely Beat Of My Heart"] bis hin zu Balladen, von denen eine ganz besonders unwiderstehliche auf "Lukather" ihren Platz fand: "Turns To Stone". Dieses Werk konnte jedem in den kommenden Jahren folgenden Toto-Studioalbum locker Parolie bieten.

Der Alleingang von Steve brachte aber eine weitere Erkenntnis zum Vorschein: Er, der auf Toto-Platten immer wieder auch ans Mikrofon ging [vornehmlich für die Balladen], erwies sich als recht potenter Sänger, der ein überdurchschnittliches Niveau auch über ein komplettes Album, und vor allem auch bei schnelleren Rocksongs, halten konnte. Diesen Umstand machte man sich dann auch auf zwei später folgenden Toto-Alben zunutze. Ich persönlich halte Lukather für den richtigen Mann, wenn es darum geht langsamere Stücke gesanglich zu begleiten. Der größere Teil von Toto-Songs ist aber eher im Mainstream-Rock-Bereich angesiedelt, für den sich Leute wie Bobby Kimball, Joseph Williams und Fergie Frederiksen besser eignen.

Chartstechnisch hinterließ dieses Lukather-Album keine bemerkenswerten Spuren. Dafür mußte dann im Jahr 1990 wieder seine Band Toto herhalten, dazu mehr im nächsten Jahr.

US Mainstream-Rock

Prima hineingepaßt in die Riege meiner Lieblings-US-Rockbands der 80er hätte auch eine Formation mit dem Namen Night Ranger. Die machten genau [vielleicht nicht ganz so gut] die Musik, wie man sie von Survivor, Toto, Asia oder Journey gewohnt war. Ja, und genau da lag mein Problem. Zu dieser Zeit war in Musictommy's musikalischem Leben einfach überhaupt kein Platz mehr für weitere Mainstream-Bands. Erst Ende der Neunziger erinnerte ich mich wieder an diese Gruppe und ihre großen US-Hits aus der Mitte der Achtziger. Dabei kam mir dieses "Greatest Hits"-Album aus dem Jahre 1989 zwischen die Finger.

Ihre erfolgreichste Phase hatte die Band von 1983 - 1985. In dieser Zeit brachten sie zwei Longplayer ("Midnight Madness" 1983 US # 15 u. "7 Wishes" 1985 US # 10) in die US Top 20. Zusätzlich kamen Night Ranger außerdem noch mit fünf aufeinanderfolgenden Singles unter die besten 20. "Sister Christian" (# 5) und "Sentimental Street" (# 8) stellten die größten Chartbreaker während dieses Höhenflugs der Gruppe dar. "When You Close Your Eyes", "Goodbye" und "Four In The Morning" ergänzten die Reihe der Tophits.

Eine weitere musikalische Ungereimtheit sollte sich mit dem Kauf dieser Hit-Zusammenstellung von Nightranger klären: Im Abspann des Micheal-J.-Fox-Blockbuster "Das Geheimnis meines Erfolges" (1987) lief ein genialer Song, der sich sehr stark nach Chicago anhörte. Ich konnte das damals nicht klären, aber Chicago waren es definitiv nicht. Und dann legt man über 10 Jahre später so eine CD in den Player und erfährt die Lösung dieses schon längst vergessenen musikalischen 'Problems'. Die Ähnlichkeiten des Songs "The Secret Of My Sucess" mit Chicago kamen jedenfalls nicht von irgendwo her: David Foster, der langjährige Chicago-Produzent, betreute Night Ranger bei diesem Projekt.

Kunstvoller Pop

Der Zweitling von Mike Rutherford's Projekt Mike & The Mechanics stand Anfang 1989 in den Läden. Mit diesem Werk toppte man den Erfolg des Debüts. "Living Years" kam in Großbritannien bis auf Position 2. In Deutschland landete die Band auf # 16, in den USA auf # 13. Zwar hatte man mit "All I Need Is A Miracle" und "Silent Running" zwei große Hits auf der 85er Platte, doch der durchschlagende LP-Erfolg blieb aus. Vor allem der Mißerfolg in seiner britischen Heimat - das Album "Mike & The Mechanics" kam dort nicht einmal in die Charts - wurmte Rutherford gewaltig. Umso mehr Genugtuung muß er beim Studium der britischen Album- und Singlecharts im Winter/Frühjahr des Jahres 1989 verspürt haben.

Das Gesamtbild von "Living Years" war hoch interessant. Sehr schöne und harmonische Titel (neben dem Titelsong noch "Beautiful Day", "Nobody's Perfect" oder "Seeing Is Believing") auf der einen Seite, fanden ihr Kontrastprogramm in anspruchsvolleren und kantigeren Stücken wie "Why Me?", "Blame" oder "Don't". Die Mischung machte es....

Pop mit Anspruch

Das 88er/89er Greatest Hits-Album von Fleetwood Mac beschäftigte sich mit der Schaffensphase von 1975-1988 [Plazierung: US # 14, D # 9, GB #3]. Hierbei bestand die Stammbesetzung mehr oder weniger konstant aus Mick Fleetwood, John u. Christine McVie, Stevie Nicks und Lindsey Buckingham.

Schon Ende der Sechziger hatte die Gruppe mit "Albatross" und "Oh Well" zwei große Single-Erfolge begießen können. Richtig los ging es aber erst Mitte der Siebziger. Ab da aber langfristig mit überragenden Chartsnotierungen. Die Alben "Rumours" (1977: US # 1, D # 6, GB # 1) und "Tusk" (1979: US # 4, D # 3, GB # 2) verkauften Stückzahlen in Millionenhöhe. Mit Singles wie "Go Your Own Way", "Dreams" (US # 1), "Don't Stop", "Tusk" und "Sara" stürmten sie in dieser Zeit die internationalen Single-Top 10.

Nach knapp drei Jahren Albumpause erblickte 1982 das vielumjubelte "Mirage" das Licht der Welt und landete umgehend auf # 1 in den US-Charts (D # 12, GB # 11). Das 87er "Tango In The Night" trieb die Band musikalisch immer weiter in den Pop-Bereich und manchem Kritiker die Schweißperlen auf die Stirn; den Käufer hat's nicht beeinflußt: Das Album kam in den USA auf # 7, in Deutschland auf # 2 (!) und in England erreichte man die Pole Position.

Die größten Single-Hits der Zeit 1982 - 1987 hießen: "Hold Me" (US # 4), "Gypsy" (US # 12), Big Love" (US # 5, D # 17, GB # 9), "Little Lies" (US # 4, D # 3, GB # 5), "Everywhere" (US # 14, GB # 4).

US-Pop/Rock

Mit seinem zweiten Werk "Repeat Offender" etablierte sich Richard Marx endgültig auch außerhalb der Staaten. Die No. 1 in den Billboard-Charts hatte er sicher einkalkuliert; Top 10 Plazierungen in Deutschland (# 9) und Großbritannien (# 8) standen aber womöglich noch nicht unbedingt auf der Rechnung des Künstlers. Neben den beiden US-# 1 Singles, der Ballade "Right Here Waiting" und dem Rocksong "Satisfied", enthielt "Repeat Offender" in "Angelia" noch einen weiteren US-Top 5-Hit.

Mit seiner markanten, gut ausgebildeten Stimme gelang es Marx jetzt mit "Right Here Waiting" auch vordere Positionen in den britischen und deutschen Single-Hitparaden zu belegen. Genaueres dazu gibt es in den untenstehenden Singles-Geschichten.

Australo-Pop

Die Gruppe Icehouse gab 1989 einen Überblick über die Songs, die sie in den 80ern einigermaßen bekannt gemacht hatten. Dies waren im einzelnen: "Hey Little Girl" und "Street Cafe" aus dem Jahr 1983, "Promises" (1986) und "Crazy" sowie "Electric Blue" (beide aus 1987). In Deutschland kam "Great Southern Land" immerhin auf # 53.

Funk'n'Pop

Mit "The Sun Goes Down" (1983: GB # 8) kam die Karriere von Level 42 so richtig in Schwung, zunächst aber nur in Großbritannien. Der Nachfolgehit "Hot Water" erreichte # 17. Spätestens mit "Something About You" aus dem Jahr 1986 hatten sie den internationalen Durchbruch geschafft (US # 7, GB # 3). Der Song "Lessons In Love" (US # 12, GB # 2) führte Level 42 dann quasi von 0 auf 1 in Deutschland, schließlich handelte es sich 1987 dabei um ihre erste - hierzulande - in den Verkaufscharts notierte Single. Mit "Running In The Family" (D # 12, GB # 6) und "Heaven In My Hands" (D # 22) folgten noch zwei weitere deutsche Top 30-Hits. Das Album "Level Best" erreichte 1989 in Deutschland # 44 und in Großbritannien # 6.



Die Singles des Jahres 1989
  1. Mike & The Mechanics - The Living Years
  2. Bad English - When I See You Smile
  3. Tina Turner - The Best
  4. Soulsister - The Way To Your Heart
  5. Robin Beck - The First Time
  6. Richard Marx - Right Here Waiting
  7. Van Halen - Feel So Good
  8. Soul II Soul - Back To Life (However Do You Want Me)
  9. Kylie Minogue - Hand On Your Heart
  10. Steve Lukather - Swear Your Love
  11. Cher - If I Could Turn Back Time
  12. Holly Johnson - Americanos
  13. Chris Thompson - The Challenge
  14. Roxette - Listen To Your Heart
  15. Survivor - Desperate Dreams
  16. Paula Abdul - Straight Up
  17. Belinda Carlisle - Leave A Light On
  18. Aerosmith - Love In An Elevator
  19. Don Henley - The End Of The Innocence
  20. Lisa Stansfield - This Is The Right Time

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** Mit der wunderschönen und zugleich megatraurigen Ballade "The Living Years" hatten Mike & The Mechanics 1989 den Vogel abgeschossen. Was Musictommy mochte, war aber auch in den internationalen Hitparaden äußerst erfolgreich (# 1 in den USA, # 2 in England, # 13 in Deutschland). ** Knapp dahinter landete meine Rockband des Jahres: Bad English toppten in den USA mit "When I See You Smile" die Charts. **


** Jetzt geht es mit drei Überraschungen weiter. Tina Turner hatte mit ihrem ehemaligen Mann Ike Turner schon in den Sechzigern und Siebzigern vereinzelt Hits. "River Deep - Mountain High" (1966) und "Nutbush City Limits" (1973) brachten den beiden Ruhm und Ehre ein. Mitte der Siebziger bis Anfang der Achtziger kam die Karriere von Solo-Tina nicht so wirklich in Bewegung - sie hielt sich mehr schlecht als recht über Wasser. Diese "Leidensphase" fand 1983 ein abruptes Ende: Mit "Let's Stay Together" erreichte sie ihn England eine # 4. Und von diesem Zeitpunkt an, war Tinas Sturm an die Spitze der Charts nicht mehr aufzuhalten. Die Alben "Private Dancer" (1984: D # 2, US # 3, GB # 2), "Break Every Rule" (1986: D & GB # 1, US # 4) und "Foreign Affair" (1989: D & GB # 1, US # 31) gerieten zu Megasellern. Mit Singles wie "What's Love Got To With It", "We Donīt Need Another Hero", "Typical Male" und "Better Be Good To Me" besetzte sie wochenlang die Top 10 der internationalen Hitparaden. Nun brachte sie 1989 ihre - meiner Meinung nach - mit Abstand beste Single auf den Markt: "The Best" war eine außergewöhnlich rockige Nummer und kam in Deutschland bis auf Position 4 (GB # 5, US # 15). **


** Überraschung Nr. 2 kam von einer belgischen Formation: Die Gruppe Soulsister hatte mit "The Way To Your Heart" den Frühjahrs-Hit des Jahres fabriziert (D # 4, US # 41). ** Eine weitere Frau spielte sich mit einem Rocktitel ganz nach vorne in die Charts (Überraschung Nr. 3), Robin Beck war allerdings bei weitem nicht so bekannt, wie Rocking-Tina: "The First Time" zählte sowohl in Großbritannien wie auch in Deutschland zu den Hits des Jahres und kam in beiden Ländern auf No. 1. ** Die wunderbare und herzergreifende Ballade "Right Here Waiting" bescherte Richard Marx seinen einzigen Welthit. Neben # 1 in den USA (dort war er schon seit 1987 ein Superstar) erreichte der Song # 2 in Großbritannien und eine # 12 in Deutschland. **


** Mit einem weiteren Synthie-Hit aus ihrem "OU812"-Album machten sich Van Halen mal wieder in den Top 40 der USA breit ("Feel So Good"). ** Dance-Pop von der Formation Soul II Soul war dieser Tage sehr angesagt. Der Titel "Back To Life" war wirklich einer von den Guten und kam in Deutschland und den USA auf # 4; bei den Briten gelang der Gruppe sogar eine # 1. ** Australiens bester Export-Artikel der letzten beiden Jahre - Kylie Minogue - brachte auch Musictommy zum wiederholten Mal zum singen. "Hand On Your Heart" nahm die # 1 in England im Sturmlauf und plazierte sich in Deutschland auf # 17 noch einmal recht gut. ** Eine Klasse-Single koppelte Steve Lukather aus seinem Solo-Album aus. Kein Geringerer als Richard Marx unterstützte ihn dabei mit grandiosem Background-Gesang. "Swear Your Love" schaffte aber trotz dieser Mithilfe nicht den Einzug in die Charts. **


** 1965 waren Sonny & Cher ein Paar und legten mit "I Got You Babe" und "Little Man" zwei veritable Hits vor. Diese Zeiten der Zweisamkeit waren 1989 natürlich schon lange vorbei, doch die schauspielernde Cher hatte ihr Gesangstalent nicht verlernt und stürmte in den USA bis auf Platz 3: "If I Could Turn Back Time" hieß der dritte beeindruckende Rocksong einer Frau in diesem Jahr. Auch die Deutschen (# 16) und die Briten zeigten sich beeindruckt (# 6). ** Der Sänger der skurrilen, und auch schon wieder aufgelösten Band Frankie Goes To Hollywood, Holly Johnson, feierte nun Soloerfolge. Nach "Lovetrain" (GB & D # 4) setzte sich "Americanos" fast ganz oben in Großbritannien (# 4) und Deutschland (# 2) fest. **


** Das hatte der Stammsänger der Manfred Mann's Earth Band, Chris Thompson, sicher so nicht erwartet. Mit dem deutschen Wimbledon-Song '89, "The Challenge", brachte er es bis auf # 5 in Deutschland. Ein Erfolg, den ein Mann mit dieser prägnanten Stimme (für MMEB insbesondere) längst verdient hatte. ** 1989 war das Jahr des großen Durchbruchs der Formation, der man es zutraute, die Nachfolge von Abba anzutreten. Per Gessle und Marie Fredriksson versuchten es unter dem Bandnamen Roxette, und sie kassierten wirklich allerhand Edelmetall seit dem Song "The Look" (US & D # 1, GB # 7). Mit "Listen To Your Heart", einer weiteren Hit-Single aus dem ersten Erfolgsalbum [insgesamt die bis dahin zweite LP der Gruppe] "Look Sharp" (D # 7, US # 23, GB # 4), hatten sie in den USA eine weitere # 1 (D # 7, GB # 6). Das ganze war aber nur der Anfang zu einer wahrlich großen Karriere. Denn: Der Höhepunkt sollte erst folgen..... **


** Die (vorerst) letzte Survivor-Single "Desperate Dreams" klang sehr schön, verpaßte aber den Sprung in die Charts. ** Auch Paula Abdul zählte zu den großen Senkrechtstartern des Jahres. "Straight Up" war 1989 ihr erster großer Welthit, der in Deutschland und Großbritannien auf # 3 vorstoß, in den USA gar # 1 erreichte. Auch die nächsten beiden Singles sollten ihr No. 1-Hits in den Staaten bescheren. ** Belinda Carlisle's "Leave A Light On" chartete in Deutschland auf # 15 (US # 11, GB # 4). ** Aerosmith veröffentlichten schon in den Siebzigern Top 10-Alben in den USA. Doch jetzt, Ende der Achtziger, startete die Rock-Formation erst richtig durch. Das 89er Album "Pump" brachte sie wieder auf # 5 in den USA und auch in Deutschland gelang ihnen jetzt endlich der Durchbruch (# 15, GB # 3). Eine Single aus diesem Album, "Love In An Elevator", ging bis auf # 5 in den Vereinigten Staaten. Mit "What It Takes" und "Janie's Got A Gun" enthielt "Pump" noch zwei weitere US-Top 10-Singles. **


** Nach "The Boys Of Summer" aus dem Jahr 1984/1985 gelang Ex-Eagle Don Henley erneut der Sprung in die US Top 10: "The End Of The Innocence" kletterte bis auf # 8 (D # 54). ** Den Grundstein zum Erfolg legte Lisa Stansfield mit "This Is The Right Time" (D # 17, US # 21, GB # 13). "All Around The World" (D # 2, US # 3, GB # 1) bedeutet dann den endgültigen Sprung aufs Siegertreppchen. **