Die Alben des Jahres 1993
- Earth, Wind & Fire - The Very Best Of
- Huey Lewis & The News - The Heart Of Rock´N Roll: The Best Of
- The Hooters - Greatest Hits
- Manfred Mann's Earth Band - The Very Best Of
- New Order - Republic
- Saga - The Security Of Illusion
- Frankie Goes To Hollywood - Bang!...The Greatest Hits
- Bon Jovi - Keep The Faith
- Pet Shop Boys - Very
- Toto - Absolutely Live

Maurice White und Philip Bailey waren die wichtigsten Mitglieder der Formation Earth,
Wind & Fire. Die bevorzugte Stilrichtung der Band war eine Mischung aus Jazz-Funk und
Dance/Pop-Soul. Auf "The Very Best Of"(D # 18, GB # 40) findet man eine feine
Sammlung ihrer schönsten und erfolgreichsten Songs vor.
In der Zeit von 1974-1981 fanden acht ihrer Alben den Weg in die US Top 10, sieben davon
wanderten in die Top 5. Dagegen war der Erfolg in Großbritannien und Deutschland recht bescheiden.
Zwischen 1979 und 1980 gab es in England drei Top 10-Notierungen. In Deutschland eroberten
zwei Platten die Top 20: "I Am" (1979) und "Powerlight" (1983).
Die CD "The Very Best Of" legt mit dem fetzig flotten "In The Stone" los.
Dieser Laune bereitender Song ist der optimale Starttitel für eine Kompilation von EWF.
Danach legen sie gleich nach mit den Hits "Boogie Wonderland" (1979: US # 11, D # 25, GB
# 3), "September" (1978: US # 4, D # 20, GB # 3), "Let's Groove" (1981: US & GB # 3),
"Fantasy" (1978: nur in GB # 14) und "That's The Way Of The World"
(1975: US # 6). Der durchweg tanzbare Rhythmus, die markante Stimme eines Philip Bailey
und die fetten Bläsersätze machten die Musik dieser Formation zu einem echten Party-Happening.
Außerdem auf diesem Best Of-Album vertreten: Die wunderschöne Ballade "After The Love
Has Gone" (1979: US & GB # 4) und die letzte erfolgreiche Single der Band, "Fall In Love
With Me", welche 1983 noch einmal eine # 17 in den USA erzielte. Natürlich sind noch eine
Reihe anderer Songs aus dem umfangreichen Fundus der Band enthalten. Bis 1993 brachte die Gruppe
dann in regelmäßigen Abständen Alben heraus, die aber zunehmend in den Niederungen der
Charts verschwanden. Die letzte nennenswerte Veröffentlichung war die nach diesem Best
Of herausgebrachte CD "Millenium".
Im Zusammenhang mit Earth, Wind & Fire sei auch noch der fruchtbarste Soloausflug eines
Mitglieds der Gruppe erwähnt. Sänger Philip Bailey nahm mit Phil Collins den äußerst
erfolgreichen "Easy Lover" auf. Der Titel erreichte 1985 in Großbritannien Platz 1, in den
USA Platz 2 und in Deutschland Position 5.


1993 hatte die Gruppe Huey Lewis & The News bereits ihre besten Zeiten hinter sich
gelassen. Seit 1991 war man nun bei EMI unter Vertrag. Die erfolgreichste Phase der Band um
Mastermind Huey Lewis betraf allerdings die Jahre 1982-1988, welche vom Chrysalis-Label wurden. "The Heart Of Rock'n Roll: The Best
Of" dokumentierte diese Chrysalis-Jahre.
Die Story begann 1982 mit der Single "Do You Believe In Love". Der Titel schaffte es bis in
die US Top 10 (# 7). Das Debütalbum "Picture This" kam auf eine beachtliche # 13. Zwei
Jahre später startete man total durch. Nicht weniger als vier (!) Titel erreichten die Top 10 der
US Single-Charts. Dies waren im einzelnen: "Heart And Soul", "I Want A New Drug", "The
Heart Of Rock´N Roll" und "If This Is It". Mit "Walking On A Thin Line" landete noch eine
weitere Single aus dem Album "Sports" (US # 1, D # 29, GB # 10) in den Top 20. "Heart And
Soul" und "The Heart Of ....." hoben den Bekanntheitsgrad der Band auch hierzulande an und
kamen beide in die Top 40.
Der Song zum Film "Zurück in die Zukunft", "The Power Of Love" (1985: US # 1, D # 16,
GB # 8), und das Album "Fore" (1986) führten die Gruppe zum endgültigen
Karrierehöhepunkt. Der dritte Longplayer der Formation schob sich erneut ganz nach vorne in
den US-Charts, landete aber auch in Deutschland und Großbritannien im Vorderfeld der
Hitparade (jeweils # 5). Die Singles aus "Fore" nutzen ihr Erfolgspotential aus wie nie zuvor: "Stuck With You" und "Jacobs Ladder" erreichten # 1 in den USA, "Hip To Be Square" # 3
und "Doing It All For My Baby" # 6 (ist aber leider nicht auf dieser Hit-Zusammenstellung
enthalten). International sorgte nur "Stuck With You" für nachhaltiges Aufsehen (GB # 12, D
# 15).
Was kommt nach dem Höhepunkt einer Erfolgsgeschichte? Der Absturz! Er vollzog sich im
Falle Huey Lewis' schleichend. Das 88er "Small World" erreichte dank der Single "Perfect
World" (US & GB # 3) noch einmal internationale Top 20-Gefilde. Während man in den
USA (# 11) und GB (# 12) die Top 10 verpaßte, hielt die Band in Deutschland erstmals
Einzug in den Kreis der Arrivierten (# 8). Mit "Hard At Play" (1991) vollzog sich der
Abschied aus der Rockoberliga. Der Spaß-Rock'n'Roll von Huey Lewis & The News war
einfach nicht mehr 'hip' genug. Das 94er "Four Chords & Several Years Ago" setzte diese
Tendenz noch verstärkt fort.


Hinter der Gruppe The Hooters stecken vor allem die kreativen Köpfe von Eric Bazilian und
Rob Hyman. Beide waren vor ihrer gemeinsamen Band-Karriere auch für Cyndi Lauper
tätig. 1985 brachten sie ihre Debütscheibe "Nervous Night" heraus. Die LP erreichte in den
USA # 12 und hielt sich 61 Wochen in den dortigen Top 100. In Deutschland langte es zwar
nur bis # 41, aber auch hier war der Grundstein für eine weitere Erfolgs-Platte gelegt. Die
erschien zwei Jahre später ("One Way Home") und plazierte sich in Deutschland auf # 17 und
in den USA auf # 27. Damit war es erst einmal um die Albumnotierungen der Gruppe
geschehen. Das 89er Werk "Zig Zag" fiel nämlich chartstechnisch komplett durch.
Erst 1993 fand die Band den Weg in die Albumcharts zurück. Mit "Out Of Body", dem
vierten Studioalbum der Hooters, gelang immerhin der Sprung in die deutschen LP-Charts (
# 59). Diese 93er Studioveröffentlichung wurde von MCA vertrieben, die zuvor erfolgreichen
Columbia-Jahre fasste das hier besprochene "Greatest Hits" (D # 21, fast ein Jahr in den Top
100) noch einmal zusammen. Und da waren neben zwei respektabel abgesetzten Alben auch
noch einige Singles erwähnenswert: "Johnny B." kam 1987 in die deutschen Top 10 (# 7), die
Nachfolgesingle "Satellite" erreichte # 34. In den USA belegten beide Titel # 61. Letzterer
Song wurde zum einzigen Hit in Großbritannien (# 22).
Ihre Hochzeit in den Vereinigten Staaten verzeichnete die Gruppe aber bereits mit ihrem
Debütalbum. "All You Zombies" (# 58 / D # 17), "And We Danced" (# 21 / D # 72), "Day By
Day" (# 18) und "Where Do The Children Go" (# 38) setzten sich in den US-Single-Charts
durch. 1993 gelang das Comeback in den deutschen Singlecharts mit den Titeln "Twenty Five
Hours A Day" (# 74) und "Boys Will Be Boys" (# 53 / Gesangspart wurde unterstützt von
Cyndi Lauper), wenn auch in recht bescheidenem Ausmaß.


Wer hätte das erwartet? Manfred Mann's Earth Band arbeiteten sich 11 Jahre nach ihrem
letzten Top 10 Album in Deutschland (1982 / "Somewhere In Africa") doch noch einmal bis
auf # 10 vor. Die Hitzusammenstellung aus den Jahren 1973 - 1984, "The Very Best Of", machte es möglich. Auch die Händler waren von einer solchen Nachfrage überrascht worden.
Kurz nach Veröffentlichungsdatum konnte man durch Frankfurt jagen, und bekam kein
einziges Exemplar mehr. Die Folge: Die CD stieg auf den hinteren Reihen der Charts ein und
rollte dann das Feld erst ab der dritten Woche von hinten auf.
Zwei tragende Figuren prägten die Musik von Manfred Mann's Earth Band. In erster Linie
natürlich der Keyboard-Meister selbst. Manfred Mann war in den 60er Jahren
megaerfolgreich und brachte reihenweise Singles in die Top 10: "Pretty Flamingo", "Ha! Ha!
Said The Clown", "Mighty Quinn", "My Name Is Jack" oder "Do Wah Diddy Diddy" lauteten
die größten Hits aus dieser Zeit. Mit dem Earth Band-Projekt startete er 1972, doch die
Single-Erfolge von einst ließen sich mit seiner neuen Band nicht wiederholen. Eigentlich
reichte es nur zu einem einzigen Welthit: "Blinded By The Light" (1976) war im Original
vom damals - zumindest außerhalb der USA - noch recht unbekannten Bruce Springsteen. Der
Titel kam auf # 1 in eben diesen USA, # 6 in Großbritannien und eine bescheidene # 42 in
Deutschland.
"Blinded By The Light" zu einem Hit machte aber noch eine weitere Lichtgestalt der MMEB.
Ab 1976 übernahm Chris Thompson die Position des Leadsängers, und wurde fortan mit
seiner sanften, charismatischen Stimme ebenso zum Markenzeichen der Band. Weitere
Singleerfolge waren: "Joybringer" (1973 GB # 6), "Mighty Quinn" (Live 1978 D # 36),
"Davy's On The Road Again" (1978 D # 26, GB # 6), "Don't Kill It Carol (1979 D # 23) und
"Runner" (1984 US # 22).
Insbesondere in Deutschland mauserte sich die Gruppe bedingt durch ihre
anspruchsvollere Musik im Vergleich zu Mann's Beat-Music aus den Sechzigern zu einer
echten Album-Band. Insgesamt drei Longplayer schafften es bis 1982 in die deutschen LP-Top 10: 1978 gelang dies dem Album "Watch" (# 3), ein Jahr später "Angel Station" (# 4), 1982 kam MMEB mit "Somewhere In Africa" noch einmal auf # 8 (1984 US # 40). "Chance" aus dem Jahr 1980 verpaßte einen Rang unter den ersten Zehn nur knapp (# 11). Mit
dem 76er-Werk "Roarding Silence" (enthielt "Blinded By The Light") kam die Formation
ausnahmsweise sowohl in die amerikanischen (# 25), britischen (# 15) sowie die deutschen (#
26) Charts.
Bis 1987 landete Manfred Mann noch drei Mal in der germanischen LP-Hitparade: mit
"Budapest" (Live / # 34), "Criminal Tango" (# 17) und Masque (# 44, ohne Chris Thompson).
1996 sollte Chris Thompson zum Album "Soft Vengeance" noch einmal ein Comeback feiern, zusammen mit Noel McCalla teilte er sich den Gesangspart. Die CD war aber ziemlich
langweilig und erreichte auch nur noch # 65 in Deutschland.
Aber es gibt sie immer noch, Manfred Mann's Earth Band. Gerade im letzten Jahr (2000)
tourten sie wieder durch Deutschland, mit McCalla am Mikrofon. Beim 'Sound Of Frankfurt'
kam ich extra wegen denen, und wurde nicht enttäuscht :-).


Bernard Sumner ist Sänger und Kopf der Band New Order. Mit ihrem Album "Republic"
ergatterten sie 1993 eine # 1 in Großbritannien. Immerhin reichte es auch in Deutschland zu
# 54, in den USA ging es sogar rauf bis # 11. Mit den Singles "Regret", "Ruined In A
Day", "Spooky" und "World" stießen sie insbesondere in England die Tür zu den Top 30 weit
auf. Mit ihrem schönen Synthie-Pop begeisterte diese Band aber schon länger. Seit 1983 war
die Formation aus diesem Genre nicht mehr wegzudenken.
Sie brachten es fertig, ihren größten Hit "Blue Monday" gleich zweimal in die internationalen
Top 10 zu bugsieren: 1983 auf # 5 in Großbritannien und # 2 (!) in Deutschland, 1988 in aktualisierter Version ("Blue Monday '88") sowohl in GB als auch D auf # 3. Dazwischen lag 1987 noch die zweite richtig erfolgreiche Single der Band. Mit "True
Faith" kam man sogar in die US Top 40 (# 32). In Deutschland stieg das Stück bis auf # 8
(GB # 4).
Die Alben der Band waren hauptsächlich in Großbritannien erfolgreich. Bis 1993 kam jedes
Werk (6 Alben) von New Order in die britische Top 10. In Deutschland fanden die LPs
"Power, Corruption And Lies" (1983), "Substance" (1987 / Best of) und "Technique" den
Weg in die Top 20 (bzw. Top 30 im Fall von "Technique"). In den USA stellt "Republic" das
von der Plazierung her erfolgreichste Album dar: "Technique" und "Substance" erreichten
nur die Top 40, gastierten aber mehr als dreimal solange in den US-Hitlisten als "Republic".


Die Freude war groß! Saga hatten endlich wieder zur 'Traumbesetzung' Sadler, 2x
Crichton, Gilmour und Negus zurückgefunden. Nach dem kommerziellen Flop von "The Beginners Guide ...."
im Jahr 1989 war eine Änderung auch angesagt. Und die Platte "The Security Of Illusion"
klang dann auch folgerichtig wieder ansatzweise wie die 'alten' Saga. Da hörte man sie
wieder, die langen Instrumentalteile, die scharfen Gitarren und die Synthiewellen von Jim
Gilmour. Die hatte man in den letzten Jahren am allermeisten vermißt.
"The Security Of Illusion" führte die Band wieder bis auf # 46 der deutschen Albumhitparade.
Dennoch war nicht alles perfekt. "Mind Over Matter", "Once Is Never Enough", "I'll Leave It
In Your Hands", "No Man's Land" oder auch die schöne Titellied-Ballade "The Security Of
Illusion" wußten zu überzeugen. Der Rest der Platte war ebenfalls abwechslungsreich und
Saga-typisch, blieb aber irgendwie halbherzig im Alibi-Rock stecken.
Doch in den nächsten Jahren wurde es ganz besonders schlimm für jenen Saga-Fan, der die traditionelle Musik dieser Band mag. Mit "Steel Umbrellas" (1994 D # 65) und "Pleasure & The Pain" (1997 D # 93) leistete sich die Gruppe langweilige und nichtssagende Alibialben. Das 95er "Generation 13" (D # 89) war eine grausige Aneinanderreihung von Titeln, die einfach nicht zusammenpaßten, und schon gar nicht zu Saga paßten [Anmerkung: Unter (eingefleischten) Progrock-Fans aber auch bei manchem Kritiker gilt die 'Rockoper'/Konzeptalbum "G13" als Meisterwerk]. Das nächste Saga-Werk wird damit erst im Jahr 1998 in Musictommy's Hitliste gesichtet werden.


Wow! Frankie Goes To Hollywood! Was war das für eine verrückte und extravagante Truppe.
Die Band um Frontmann Holly Johnson sorgte aber nicht nur mit Musik für 'Aufregung',
sondern auch ihre Videos erregten des öfteren die Gemüter.
Entdecker der Band war Trevor Horn, einer der berühmtesten Produzenten der 80er/90er. Mit
"Relax" standen sie 1983 auf dem Index einiger Radiostationen, die den Song für zu obszön
hielten. Doch dieser Boykott kurbelte den Bekanntheitsgrad des Titels überdimensional an.
1984 landete dieser in GB und D auf # 1. Durch den Einsatz im Film 'Police Academy'
erreichte der Song auch # 10 in den USA. "Two Tribes" (1984) und "Rage Hard" (1986) waren
hierzulande die weiteren # 1-Songs der Band. In der kurzen Erfolgsphase (1984-1987) hatte
es übrigens immer wieder Gerüchte gegeben, die Bandmitglieder würden die Instrumente gar nicht selbst spielen; vielmehr mutmaßte man, daß Studiomusiker diese Parts übernommen hatten. Natürlich war an diesen Spekulationen nichts dran. 1987 löste man sich dann offiziell auf.
Mit einem Querschnitt aus den beiden Studioalben "Welcome To The
Pleasuredome" (1984 D # 4, GB # 1, US # 33) und "Liverpool" (1986 D # 5, GB # 4, US #
88) tauchte zumindest das Material der Band 1993 ein letztes Mal aus der Versenkung auf.
"Bang!...The Greatest Hits" erreichte # 8 in Deutschland und # 4 in Großbritannien.


Über eine Million verkaufte Exemplare machten Bon Jovi's "Keep The Faith" zum bis dahin
erfolgreichsten Album der Band in Deutschland. Allein in den Top 10 blieb man gut ein Jahr,
schaffte es aber nie über die # 2 hinaus. In den USA (# 5) und GB (# 1) war man nicht minder
erfolgreich. Mit den Singles "Keep The Faith", "Bed Of Roses" & "In These Arms" legte die
Band den Grundstein für den langfristigen Erfolg der CD.


Ein ehemaliger Hit der Village People bereitete den Weg für die 93er Invasion der Pet Shop
Boys. Ihr Werk "Very" kam sowohl in Deutschland als auch Großbritannien auf # 1. In den
USA erreichte man noch eine # 20. Und den Hauptanteil an diesem Erfolg hatte in der Tat die
als Stadionhymne gebräuchliche Nummer "Go West": 'Steh auf, wenn Du Schalker bist ...'
und ähnliche Entfremdungen dieses Monsterhits des Jahres 1993 geistern noch heute durch
die Fußballarenen der Bundesliga.
Dabei hatte die ganze Geschichte gar nicht so gut angefangen. Die Vorab-Single zum Album
- "Can You Forgive Her?" - arbeitete sich lediglich bis # 17 in Deutschland und # 7 in
Großbritannien vor. Doch dann kam ja "Go West" und alles war gut......


Musikalisch allererste Sahne, dieses Livealbum der Gruppe Toto. "Absolutely Live" bot
grandiose Rockmusik in bester Toto-Manier. Warum aber kam diese CD nur auf Platz 10 in
Musictommy's und lediglich # 76 in Deutschland's Hitlisten? In meinem Fall weiß ich genau, woran es lag. Die Songs "Rosanna", "Africa" und "Hold The Line", also die größten Hits der
Gruppe, wurden von fremden Gastsängern oder -sängerinnen in Szene gesetzt, und das paßt
einfach nicht. Und was bitte hat die Lennon/McCartney-Nummer "With A Little Help From
My Friends" auf einem Toto-Album zu suchen? Ansonsten muß ich die wunderbare Version
von "I'll Be Over You" hervorheben: sensationell, dieses Gitarrensolo von Steve!
Weiter ging es mit Toto im Jahr 1995. Das Album "Tambu" schlug bei mir ein wie eine Bombe; ich war völlig begeistert nach dem
ersten Durchhören. Die Songs fetzten sofort! Cool, dachte ich, endlich wieder ein richtiges
Toto-Superalbum. Der sehr gute erste Eindruck fand indessen keine Bestätigung: Mit Hördurchgang 2, 3, 4 ...... nahm die Wirkung der leicht
substanzarmen Songs immer mehr ab. Darüber hinaus machte sich das Fehlen eines veritablen Frontsängers im Stile von Bobby Kimball oder Joseph Williams weiterhin bemerkbar. Das Ende vom Lied: "Tambu" kam zwar in die
deutschen Charts (# 36) und wieder in Top 10-Gefilden in Frankreich, Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark, aber nicht in Musictommy's Top 10. Eine Katastrophe für einen
Toto-Fan, aber letztlich nur ehrlich und objektiv.
Doch 1993 war nicht das Ende aller Tage ..., Toto sollten wiederkommen ..., keine Frage!

Die Singles des Jahres 1993
- Bon Jovi - In These Arms
- Bryan Adams - Please Forgive Me
- Captain Hollywood Project - More And More
- Firehouse - Sleeping With You
- Duran Duran - Ordinary World
- Culture Beat - Mr. Vain
- Cut 'n' Move - Give It Up
- Intermission - Piece Of My Heart
- Janet Jackson - That´s The Way Love Goes
- Pet Shop Boys - Go West
- Faith No More - Easy
- Janet Jackson - Again
- Urban Cookie Collective - The Key, The Secret
- Ace Of Base - All That She Wants
- Ace Of Base - Wheel Of Fortune
- New Order - Regret
- Culture Beat - Got To Get It
- 2 Unlimited - No Limit
- Aerosmith - Livin´ On The Edge
- OMD - Stand Above Me
** Eine richtig beeindruckende Single gab es im Jahr 1993 nicht. Bon Jovi mit "In These Arms"
(D # 14, US # 27, GB # 9) und Bryan Adams mit "Please Forgive Me" (D # 3, US # 7, GB #
2) erreichten am ehesten noch das Niveau eines Supersongs. ** Dahinter tummelten sich
vermehrt Dance-Songs. Sicher keine Neuerung in Musictommy's World, aber in dieser
Intension schon bemerkenswert. **
** Die Dance-Riege wurde angeführt vom Captain Hollywood Project: "More" kam in
Deutschland auf # 1 (GB # 23, US # 17). ** Weiter ging es mit Culture Beat, und das gleich
doppelt: "Mr. Vain" wurde zur # 1 in D und GB (US # 17) und "Got To Get It" kam auf # 4 in
beiden Ländern. Mit "Anything" schaffte es damals auch noch eine dritte Culture Beat-Single in die britische und deutsche Top 5. Ein großes Jahr also. **
** Ein großes Jahr auch für zwei weitere Dance-Gruppen. Cut 'n' Move kamen mit "Give It
Up", einer alten KC & The Sunshine Band-Nummer, auf # 6 in Deutschland und auch
Intermission's "Piece Of My Heart" schnitt sich ein Stück vom deutschen Chartskuchen ab: #
8. ** Abgerundet wurde die starke Präsenz dieses Genres durch Urban Cookie Collective und
dem Hit "The Key, The Secret" (D # 5, GB # 2), sowie der Gruppe 2 Unlimited, die 1993/94
absahnten, was das Zeug hielt. Fünf Mal landeten sie in den deutschen und britischen Top 10.
"No Limit" war einer dieser Hits (D # 2, GB # 1). **
** Jetzt aber chronologisch weiter ;-). Das schöne Rockstück "Sleeping With You" aus dem letzten Album "Hold Your
Fire" brachte die Gruppe Firehouse nicht höher als # 76 in den USA. ** Dagegen erlebten Duran
Duran ein zweiten Frühling. Die Teenyband der Achtziger hatte bis 1993 in Großbritannien
sieben Top 10-Alben und 13 Top 10-Singles. In den USA erreichten ihre LPs drei Mal die
ersten 10. Die Auskopplungen der Band nahmen allerdings fast britische Erfolgsmaße an: In
den Vereinigten Staaten kamen nämlich auch rekordverdächtige 11 Titel in die Single-Top 10.
Bei den Deutschen hielt sich das alles noch in einem überschaubaren Rahmen. Erfolgreichstes
Werk war "Arena", ein Livealbum, das es bis zur # 1 brachte, aber die einzige Top 10-LP blieb. 1993 mit "The Wedding Album" gelang der Band ein grandioses Comeback.
"Ordinary World", die erste Single aus diesem Album, war schön und hatte Anspruch. Und so
ganz nebenbei auch Erfolg: D # 16, US # 3, GB # 6. **
** Michael Jackson's kleine Schwester Janet brachte ihr gleichnamiges Album heraus. Das
schöne, eingängige Werk verfehlte nur um einen Platz Musictommy´s Top 10 - Toto setzten
sich hier knapp durch. Dafür war sie mit zwei Singles, "That's The Way Love Goes" (D # 9,
US # 1, GB # 2) und "Again" (D # 29, US # 1, GB # 6), vertreten. ** Oben schon erwähnte
Single "Go West" von den Pet Shop Boys avancierte zu einem der Hits des Jahres und
plazierte sich in Großbritannien auf # 2, in Deutschland erreichten Tennant und Lowe gar # 1. **
** Die Rocker von Faith No More brachten 1993 eine ihrer besten Songs auf den Markt. "Easy",
ein Cover von den Commodores, spielte sich in die Gehörgänge der Briten (# 3). Hierzulande
blieb man zurückhaltender, kürte den Titel aber dennoch zur erfolgreichsten deutschen FNM-Single (# 20). ** Noch eine schwedische Formation, die für Furore sorgte: Ace Of Base nannten
sich die Geschwister Bergren (Jenny, Malin und Jonas Peter) und ihr Freund Ulf Ekberg. Und
dieser Gruppenname sollte die Charts für fast zwei Jahre beherrschen. Dazu in 1994 mehr.
Jetzt nur soviel: "All That She Wants", die erste Single der Band, erreichte in D & GB # 1 u.
in den USA # 2; Nachfolgehit "Wheel Of Fortune" # 4 in Deutschland und # 20 in
Großbritannien. **
** Die erfolgreichste Single aus "Republic" hieß "Regret". New Order knackten damit die Top 5
in Großbritannien. In den USA feierte man die # 28 als größten Erfolg der Bandgeschichte (D
# 39). ** Eine der 'geilsten' Aerosmith-Nummern gesellte sich '93 in die britische und
amerikanische Top 20: "Livin'On The Edge" legte die Lunte für das Multiplatin-Album "Get
A Grip". ** "Stand Above Me", die erste Single der OMD-CD "Liberator", wurde in den
deutschen Top 40 notiert. **
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