Die Alben des Jahres 1994
  1. Pink Floyd - The Division Bell
  2. Yes - Talk
  3. Boston - Walk On
  4. Asia - Aria
  5. Bryan Adams - So Far So Good
  6. Whitesnake - Greatest Hits
  7. The Eagles - The Very Best Of
  8. Roxette - Crash! Boom! Bang!
  9. Ace Of Base - Happy Nation (U.S. - Version)
  10. Enigma - The Cross Of Changes

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Das Jahr 1994 brachte vier großartige Rock-Platten hervor. Die neuen Studioalben von Pink Floyd, Yes, Boston und Asia sorgten für dichtes Gedränge auf den Spitzenplätzen von Musictommy's Lieblingen. Auch die Best Of-CDs von Bryan Adams, Whitesnake und den Eagles belebten die damalige Musikszene. Bemerkenswert waren außerdem zwei "Nachfolger" der Gruppe Abba. Roxette kannte man ja schon ein paar Jahre, doch jetzt gesellten sich Ace Of Base mit Vehemenz dazu. Mit Enigma gelangte schließlich auch noch ein deutsches Projekt in Tommy's Top 10.



Bombast-Rock

Nach fast sieben Jahren war es wieder soweit. Die verbliebenen drei Pink Floyd-Mitglieder, Gilmour, Wright und Mason, brachten das zweite Studioalbum nach dem Split mit Waters heraus. "A Momentary Lapse Of Reason" (1987) verkaufte sich recht gut, hinterließ aber sowohl die Kritiker, als auch die Fans nicht 100%ig zufrieden. Mit "The Division Bell" sollte das anders werden.

Mit dem neuen Album hatte die Gruppe wieder einen echten Klassiker zustandegebracht. Die Musik erinnerte phasenweise an historisch bedeutungsvolle Alben wie "The Dark Side Of The Moon" oder "Wish You Were Here". Selbstverständlich erreichte man dieses Niveau nicht mehr ganz. Aber dies hatte auch niemand erwartet, schließlich fehlte mit Roger Waters ein genialer Teil der Urgruppe. Dessen depressive Neigungen aber im Laufe der Zeit zu immer trübsinnigeren Platten führten. Mit "The Wall" sprang dabei ein Meilenstein der Rockmusik heraus. Auf "The Final Cut" dagegen, präsentierten sich Pink Floyd als eine in sich zerstrittene Gruppe und letzten Endes als Schatten ihrer selbst.

1994 mit "The Divison Bell" bewiesen David Gilmour & Anhang, daß sie auch ohne den zweiten Kreativ-Akteur ausgefeilte und substanzreiche Songs schreiben und performen konnten. 1987 hatten sie die Qualität ihrer Songs noch nicht über die Länge eines kompletten Albums konstant hoch halten können. Jetzt aber gelang mit dem 94er Werk ein in sich geschlossenes, sehr attraktives kleines Meisterwerk. "What Do You Want From Me" und das ein wenig an "Another Brick In The Wall Part II" erinnernde "Keep Talking", bildeten dabei die rockigen Highlights der CD. Mit "Take It Back" war gar ein richtig flotter Song mit an Bord. Von den langsameren Stücken ragten "Pools Apart", "A Great Day For Freedom" und das Instrumentalstück "Marooned" heraus. Das Album eroberte nicht nur die Spitze der Charts in den USA, Deutschland & Großbritannien, es brachte mit dem Titel "High Hopes" auch noch ganz nebenbei einen Neuklassiker in PF-Kreisen hervor.

Melodischer Art-Rock

Es gibt keine Band, bei der man mehr auf die Besetzungsliste achten mußte als bei Yes. Erstens wechselte die ständig und zweitens gab es für den harmoniebedürftigen Musictommy nur eine Musikerkonstellation, die wirklich großartigen Output hervorbrachte. Jon Anderson (Gesang), Trevor Rabin (Gitarre & Gesang), Chris Squire (Bass & Gesang), Tony Kaye (Keyboards) und Alan White (Drums) realisierten nämlich das Kunststück, ihren komplexen Art/Prog-Rock immer mit wunderbaren Melodien und Refrains zu gestalten. Alle anderen Yes-Kombinationen waren mir zu "anstregend".

Jetzt stand 1994 also die dritte Veröffentlichung dieser Yes-Formation in den Plattenläden. Und erwartungsgemäß war die Erfolgswelle aus 83er "90125"-Zeiten längst verpufft. "Talk" verkaufte sich sogar noch schlechter als das 87er "Big Generator". Nur in Großbritannien erreichte man die Top 20. In den USA blieb "Talk" auf Position 33 hängen. Hierzulande plazierte man sich auf # 45. Doch was diese alten Herren des Rocks hier noch einmal vom Stapel ließen, das war geradezu sensationell. Harter Rock mit langen Instrumentalpassagen, verpackt in grandiosen Refrains. Also genau das Programm, das man von den Vorgänger-Alben her kannte.

Es ist wirklich schwierig einen Titel aus dieser CD herauszuheben. Ob man "The Calling", "I Am Waiting" oder auch "State Of Play" anführt, man kommt stets zur gleichen Aussage. Abwechslungsreiche und spannende Songstrukturen mit einer mitreißenden Refrain-Passage fesseln den Zuhörer. Auf dieser Yes-CD befinden sich aber auch zwei gradlinige Stücke. Bei "Walls" kann man getrost mitsingen, wenn's einem Spaß macht. "Where Will You Be" ist demgegenüber das einzig leise Lied auf "Talk".

Bombastischer US-Gitarren-Rock

Eines Abends hörte ich auf BR3 eine Rocksendung und wurde von einem "umhauenden" Titel völlig in "Ekstase" versetzt. Der Song hieß "I Need Your Love" und war von der amerikanischen Rockband Boston. Urplötzlich hatten sie also ihr viertes Studioalbum fertiggestellt. Ohne große Vorankündigung stand "Walk On" in den Läden. Nun, es dauerte schließlich wieder satte acht Jahre, bis Tom Scholz sich mit seiner Gruppe erneut der Öffentlichkeit präsentierte. Diesmal aber ohne den langjährigen Stammsänger Brad Delp. Frank Cosmo, Tommy Funderburk und David Sikes übernahmen wechselweise den Gesangspart, und sie klangen kurioserweise alle ein wenig nach Delp.

"Walk On" blieb der ganz große Erfolg versagt. In den USA, der Hochburg der Boston-"Jünger", erreichte man nur # 7. Viel schlimmer war aber, daß sie die US-Top 100 schon nach 11 (!) Wochen wieder verlassen mußten. In Deutschland gab es eine # 40, in Großbritannien eine # 56 zu vermelden. Ob es am Fehlen von Delp gelegen hat? Man wird diese Frage wohl nicht so genau beantworten können. Vielleicht hatte der kristallklare & bombastische Gitarrensound auch einfach nur "ausgedient".

Das Album jedenfalls, zeigte ein Boston in Normalform. Angefangen beim Sensations-Stück "I Need Your Love" über "Livin' For You" bis hin zu "Magdalene" & "We Can Made It" zauberte Bandkopf Tom Scholz wieder flotte Rocksongs mit feinen Refrain-Einlagen aus dem Hut. Fazit: Wer vom Gitarren-Handwerk des Scholzes Tom nicht genug kriegen kann - hier findet er weitere 45 Minuten dieser "Droge".

Melodischer und fetziger Rock

Eigentlich ging ich mit starken Vorbehalten an die neue Asia-CD "Aria" ran. Immer noch kein Comeback von John Wetton. Das gefiel mir überhaupt nicht! Doch dieses Rockalbum sprach von ganz alleine für sich. Da fegte einem der Opener "Anytime" gerade noch in den letzten Zügen um die Ohren, schon rockten dem Zuhörer die Klänge von "Are You Big Enough" entgegen. John Payne sang mit so einer Inbrunst, das mußte einfach mitreißen.

Doch das war natürlich nur ein Grund für die Klasse von "Aria". Mit Al Pitrelli hatte man einen Gitarristen engagiert, der seine Kunst beherrschte. Flotte und rockende Gitarrenklänge legten den Grundstock dieser Asia-Veröffentlichung. Geoff Downes schließlich, machte durch seine Synthie-Arbeit deutlich, daß es sich hier wirklich um Asia handelte, und nicht um eine neue aufstrebende Rockband.

"Desire", "Military Man", "Remembrance Day" oder "Enough's Enough" hatten einen Biß ohnegleichen. Selten hatte man von dieser Band solch straighte Rocksongs gehört. Die älteren Asia-Titel gingen zwar oft auch "härtere" Wege, kamen aber mit niedrigerem Tempo aus. Auch "langsamere" Titel der neuen CD, wie "Sad Situation" und "Feels Like Love", hinterließen ihre Rockspuren und glänzten mit catchy Refrains. Einzig allein der Erfolg blieb weit hinter den Erwartungen, die ein solch ambitioniertes Rockalbum vom Stile "Aria" weckt: # 89 in den deutschen Album-Charts.

Straighter US-Rock

Darauf hatte die Musikwelt nur gewartet. Nach seinem kommerziell größten Erfolg mit "Waking Up The Neighbours" (1991), versammelte Bryan Adams die erfolgreichsten seiner zahlreichen Single-Hits auf "So Far So Good". Natürlich wurde auch dieses Album zu einem Megaseller. Und was für einer. Über 1,5 Millionen Exemplare verkauften sich allein in Deutschland. Soviel hatte Adams hier noch nie von einer Platte abgesetzt. Dies spiegelte aber nur den offensichtlichen Nachholbedarf der Deutschen in Sachen 80ies-Songs von BA wider.

Er erreichte neben Dreifach-Platin ebenso # 1 der Album-Charts. Gleiches (# 1) glückte in Großbritannien. In den USA kletterte "So Far So Good" bis auf # 6. Mit der schönen Ballade "Please Forgive Me" hatte Adams einen neuen Song mit auf die CD genommen. Der Titel wurde erneut zu einem veritablen Hit. Das Hauptprogramm bildeten die 13 großen Hits aus der Zeit 1983 - 1992. Von seinen Anfängen in den Vereinigten Staaten bis hin zum gigantischen Weltstar brachte er Songs wie "Straight From The Heart", "Run To You", "Heaven", "Summer Of '69" und "(Everything I Do) I Do It For You" zustande.

Melodischer Hard-Rock

Whitesnake - "Greatest Hits", dieses Album rockt von der ersten bis zur letzten Minute. Die Gruppe des Ex-Deep Purpler David Coverdale verstand es schon immer, kraftvollen Hardrock mit einer gehörigen Portion Melodie zu verbinden.

Der erste Song des Albums "Still Of The Night" (1987: GB # 16) verrät schon sehr viel über den Musikstil von Whitesnake. Kratzig und rauh legt das Stück los, um dann immer eingängiger zu werden, ohne auch nur einen Tick seiner Härte zu verlieren. "Here I Go Again" in der 87er Version und "Is This Love" konfrontieren den Zuhörer dann als Stück 2 und 3 alsbald mit den größten Hits der Band. Die Rockhymne "Here I Go Again" schaffte es in der neueren Version auf # 1 in den USA und # 29 in Deutschland [der einzige Chartshit hierzulande]. In der britischen Heimat Coverdale's landete man auf Position 9. Die Ballade "Is This Love" erreichte ebenso # 9 in GB und eine # 3 in den USA.

Die obengenannten Songs haben eines gemeinsam. Sie stammen alle vom mit Abstand erfolgreichsten Werk der Band aus dem Jahr 1987, "Whitesnake 1987". Die LP kam bis auf # 2 in den US-Charts, bis # 7 in Großbritannien und selbst in Deutschland auf # 13. Das Nachfolgealbum "Slip Of The Tongue" (1989/90) konnte diesen Erfolg nicht toppen. Wäre bei sechs Millionen verkauften Exemplaren vom 87er Album, allein in den USA, auch ein sehr schweres Unterfangen gewesen. Immerhin gab es noch einmal Top 10 Plazierungen in den USA und Großbritannien (D: Top 20). Mit "Fool For Your Loving", "Now You're Gone" und der wunderbaren Ballade "The Deeper The Love" kam man zusätzlich zu Single Top 40 Ehren, sowohl in Amerika wie auch in England.

In England begann auch die Erfolgsstory der Gruppe Whitesnake. Mit der ersten Version von "Fool For Your Loving" kam man 1980 in die Nähe der Top 10 (# 11), "Don't Break My Heart Again" wurde zu einem zweiten Top 20 Hit. Mit den LPs kam man meistens in die britische Top 10, mit dem 81er "Come And Get It" plazierte man sich sogar in Deutschland auf # 20. Wie überhaupt sämtliche Alben der Gruppe seit 1980 in die deutschen Verkaufscharts gelangten. "Slide It In" aus dem Jahre 1984 gilt als das Durchbruchalbum der Band. Nicht nur, daß man endlich auch in den Vereinigten Staaten zum Zuge kam (# 40), sondern auch durch eine # 14 in Deutschland (GB # 4).

Das hier besprochene "Greatest Hits"-Album bietet mit "Judgement Day" oder "Crying In The Rain" neben den Erfolgssingles noch weitere Beispiele der Whitesnake-Rockkunst. In Deutschland kam die CD auf # 51 und in Großbritannien auf # 4. 1997 versuchte es Coverdale mit einem Comeback. Die CD "Restless Heart" chartete hierzulande auf # 26 (GB # 34).

Der ganz spezielle US-Rock

Das Album "The Very Best Of" von den Eagles ist in der Tat eine Anreihung unzähliger US Top 10 Singles. Glenn Frey, Don Henley, Joe Walsh, Timothy B. Schmit, Don Felder [so die Besetzung seit 1977, zuvor waren noch Randy Meisner und Bernie Leadon Mitglieder gewesen] starteten 1972 mit "Take It Easy" (US # 6) und "Witchy Women" (US # 8) in ihre äußerst erfolgreiche Chartskarriere. Zunächst einmal blieben sie ein amerikanisches Chartswunder. Als man mit "One Of These Nights" (1975) in Amerika die erste No. 1 feierte, wurde auch Europa verstärkt auf diese Band aufmerksam. Das gleichnamige Album erreichte in den USA ebenfalls erstmalig die Spitze der Billboard-Charts, schaffte es aber auch in die Top 5 in Großbritannien und immerhin auf # 49 in Deutschland.

Mit dem Album "Their Greatest Hits 1971 - 1975" aus dem Jahr 1976 kürten sie ihre damals schon zahlreich vorhandenen Erfolgs-Singles mit einem weiteren Top-Album. Die Hitzusammenstellung der Eagles-Frühwerke erreichte die Spitze der britischen und amerikanischen Album-Hitparade. 1977 war dann auch Deutschland reif für die Invasion der Adler. Der Longplayer und die Single, die das bewerkstelligten, trugen den selben Namen: "Hotel California". Mit dem Song erreichte man # 6 (ebenso auch in GB), die LP stieg auf # 3 (GB # 1). In Amerika kamen Song und Platte auf # 1. Gleiches widerfuhr dem letzten Album der Eagles "The Long Run" (GB # 2, D # 23). Auch auf "The Long Run" befand sich eine US # 1 Single: "Heartache Tonight".

Weitere bekannte und erfolgreiche Songs dieser Formation waren und sind: "New Kid In Town", "Lyin Eyes", "The Long Run" und die (vorerst) letzte Single "I Can't Tell You Why" aus dem Jahre 1980. Anfang 1981 trennten sich die Bandmitglieder und wollten erst wieder zusammenspielen, wenn die "Hölle gefriert". Und zum Erstaunen aller Fans, tat sie das 14 Jahre später wirklich ;-))!

Fröhlicher Pop/Rock aus Schweden

"Crash! Boom! Bang!" klang schon irgendwie nach Cash. Genau dies machte das inzwischen reifer gewordene schwedische Duo Roxette. In Deutschland lieferte man sich mit Pink Floyd's "The Division Bell" ein Duell um Platz 1. Diesen Vergleich verlor Roxette zwar, aber es gingen trotzdem mehr als eine halbe Million Exemplare über die Ladentische (# 2 / GB # 3).

Die Musik auf "Crash! Boom! Bang!" hörte sich ein Stück "erwachsener" an als zuvor beim "Joyride"-Album. Die Singles "Run To You", "Fireworks", "Sleeping In My Car", "Vulnerable" und der Titelsong hinkten erfolgstechnisch aber großen Hits wie "The Look" oder "Joyride" hinterher und kamen nicht mehr in die Top 10. Der langsame Abschied vom ganz großen Business war eingeläutet worden.....

Tanzbarer Pop aus Schweden

Zwei sensationelle Jahre erlebte die Formation Ace Of Base. Die ebenfalls aus Schweden kommende Gruppe, machte in den Jahren 1993 und 1994 nahezu alles zu "Gold", was immer man auch anpackte. Mit "All That She Wants" nahm gleich die erste Single der drei Geschwister Jenny, Mali und Jonas Peter Bergren sowie deren Freund Ulf Ekberg die # 1 in Deutschland (März 93) und Großbritannien (Mai 93). Doch bis sie auch in den USA im September 1993 Erfolg haben sollten, legten sie in Deutschland und England erst einmal mit "Wheel Of Fortune" (D # 4, GB # 20) und "Happy Nation" (D # 7, GB # 42) nach.

Dann war es auch in Amerika soweit. "All That She Wants" erreichte # 2. Zu dieser Zeit war das Album "Happy Nation" in Europa bereits sehr erfolgreich unterwegs. In Deutschland führte man die Platte sofort zur # 1 (Mai 93). Die Aufenthaltsdauer in den deutschen Top 100 betrug 1 1/2 Jahre. In Großbritannien gelangte die Platte zunächst einmal nur bis auf # 21. Ende 1993 kam eine sogenannten "US-Version" der CD von Ace Of Base auf den Markt. "Happy Nation" hatte einen "Zuwachs" von vier Songs bekommen. Unter anderem die Singles "The Sign" (US & D # 1, GB # 2) und "Don't Turn Around" (US # 4, D # 5, GB # 6). So gelangte diese verbesserte Variante des Debüt-Albums der Vier wieder in die britischen Charts, und im Juli 1994 dann schließlich auf Platz 1. In den USA lief die Ace Of Base-CD unter dem Namen "The Sign" und setzte auch hier zum Gipfelsturm an (# 1).

Die Folgealben "The Bridge" (1995 / D # 8, US # 29, GB # 66) und "Flowers" (1998 / D # 3, US # 15) erreichten diesen gigantischen Erfolg bei weitem nicht mehr.

Mystischer Melodic-Pop aus Deutschland

Michael Cretu der Gründer des Projekts Enigma, kam ursprünglich in den Siebzigern aus Rumänien. Er studierte in Frankfurt Musik und wuchs bald in die Rolle eines gefragten Studiomusikers und Produzenten hinein. Cretu arbeitete u.a. mit der deutschen Formation Moti Special (1985: "Cold Days, Hot Nights") und als Produzent der in den 80ern sehr erfolgreichen Sandra (1985: "Maria Magdalena", "In The Heat Of The Night"), die so nebenbei auch noch seine Ehefrau ist.

Mit Enigma setzte er die Vorstellungen um, verschiedene Musikstile, wie gregorianische Gesänge, afrikanische Tanzrhythmen, Mystik und Rock miteinander zu verbinden. Gleich das erste Album "MCMXC A.D." wurde dank der Single "Sadness - Part 1" (D # 1, GB # 1, US # 5) zu einem Millionenerfolg. Mit "The Cross Of Changes" landete Cretu wieder ganz vorne in den Album-Charts. Die Ausbeute: Platz 1 in Großbritannien, Platz 3 in Deutschland und Platz 6 in den USA. Auch hier trug die "Hauptschuld" eine Single. Das geniale "Return To Innocence" kam nämlich wieder in die internationalen Top 10.



Die Singles des Jahres 1994
  1. Boston - I Need Your Love
  2. Jam & Spoon - Find Me
  3. Corona - Rhythm Of The Night
  4. Bon Jovi - Always
  5. Enigma - Return To Innocence
  6. Asia - Anytime
  7. Jam & Spoon - Right In The Night
  8. Yes - Walls
  9. The Real McCoy - Another Night
  10. Pink Floyd - Take It Back
  11. Whigfield - Saturday Night
  12. Ace Of Base - The Sign
  13. Michael Learns To Rock - 25 Minutes
  14. Bryan Adams & Rod Stewart & Sting - All For Love
  15. Heart - Will You Be There (In The Morning)
  16. The Real McCoy - Run Away
  17. Saga - (You Were) Never Aalone
  18. Michel Van Dyke - She Comes At The End Of The Day
  19. DJ Bobo - Everybody
  20. Electric Light Orchestra Part II - Power Of A Million Lights

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** Die Singles des Jahres 1994 wurden mit weitem Abstand von Boston's "I Need Your Love" angeführt. Ganz im Gegensatz zu den früheren US-Erfolgen der Band versauerte der Titel geradezu auf # 51. ** Das Technoprojekt Jam & Spoon, ins Leben gerufen von Mark Spoon und Jam El Mar (beides Künstlernamen), verstärkte sich mit der Sängerin Plavka. Ihre Stimme gab den Singles "Right In The Night" (D # 6, GB # 31) und "Find Me" (D # 17, GB # 37) den nötigen Schliff zu zwei wunderschönen Vertretern ihrer Zunft. Ganz ohne Rap-Einlagen! Einfach nur schöööööööööön. Und dann auch mit dem Ursprung in Frankfurt am Main. Respekt! ** Mit Corona folgte eine weitere Dance-Formation weit vorne in meiner Hitliste. "Rhythm Of The Night" kam ebenfalls ohne Rap-Teil aus, und gefiel mir deshalb besonders gut. Das Ergebnis konnte sich auch sehen lassen: D # 8, GB # 2, US # 11.**


** Auf ihrem Best Of-Album "Cross Road" wurden von der Gruppe Bon Jovi auch zwei neue Titel geboten. Einer davon: "Always", wahrscheinlich die stärkste Ballade, die Bon Jovi je dargeboten haben. In England ging es damit rauf bis # 2 (US & D # 4). ** Enigma und "Return To Innocence" waren ein beständiges Mitglied in den internationalen Top 10: GB # 3, US # 4, D # 5. ** Asia's Single "Anytime" war leider genauso erfolglos wie Yes mit "Walls". **


** In Deutschland nannten sie sich zunächst MC Sar & The Real McCoy. Damit erzielten sie auch erste Erfolge. Den großen Durchbruch erlangte diese deutsche Formation allerdings anderswo und unter leicht modifiziertem Namen. The Real McCoy [Olaf Jeglitza, Patricia Petersen, Vanessa Mason] erreichten mit "Another Night" in den USA eine # 3 (!) und in England eine # 2 (!). In ihrem Heimatland reichte es nur zu # 18. Auch mit "Runaway" waren die Erfolge außerhalb Deutschlands größer (D # 22, US # 3, GB # 6). Das Album "Another Night" kam in der US-Version unter die ersten 10 in Großbritannien und auf # 13 in Amerika. **


** Singles waren eigentlich nie das Hauptziel von Pink Floyd. Mit "Take It Back" ließen sie sich aber auch mal wieder in diesen Charts blicken (D # 75, US # 73, GB # 23). ** Die Dänin Whigfield überraschte die Deutschen und Briten mit ihrem "Saturday Night" so sehr, daß der Titel in beiden Ländern auf # 1 stieg. Der Nachfolge-Song "Another Day" hörte sich fast genauso an, plazierte aber dennoch weit oben (D # 12, GB # 7). **


** Ace Of Base setzten ihre 93er Erfolgsserie souverän fort mit "The Sign" und gelangten auf # 1 in den USA und Deutschland. In Großbritannien machte man "schon" auf # 2 Halt. ** Skandinavier hatten 1994 Hochkonjunktur. Michael Learns To Rock kamen aus Dänemark und erreichten mit ihrer Ballade "25 Minutes" # 59 in Deutschland. Der Titel "Wild Women" kletterte sogar bis # 52. Das Album "Colours" arbeitete sich auf # 43 vor. In ihrem Heimatland gelten sie als Superstars. ** Ein tolles Projekt brachten Bryan Adams, Sting und Rod Stewart für den Film "Die Drei Musketiere" zustande. Die drei Rock-Heroen stiegen mit "All For Love" auf # 1 in Amerika und Deutschland, auf # 2 bei den Briten. **


** Die letzte einigermaßen erfolgreiche Single der Gruppe Heart hieß "Will You Be There (In The Morning)", floppte aber wie das Album "Desire Walks On": US # 39, GB # 19, D # 65. ** Die neueste CD der Gruppe Saga, "Steel Umbrellas", war insgesamt recht schwach. Dennoch gab es eine feine Single zu vermelden. "(You Were) Never Alone" konnte sich allerdings nicht in die deutschen Top 100 mogeln. **


** Eine nette Pop-Nummer hatte Michael Van Dyke da geschrieben. Als Lohn ging es für ihn und seinen Titel "She Comes At The End Of The Day" auf # 52 in Deutschland. ** Einen seiner besten Titel veröffentlichte DJ Bobo im Jahr 1994. "Everybody" war wirklich nett und kam bis # 2 (Deutschland). ** Ableger des Electric Light Orchestra waren ELO Part II. Bev Bevan, der Schlagzeuger unter Jeff Lynne's Ägide, versammelte einige Ex-ELO-Musiker und ein paar neue Gesichter um sich herum. Der Erfolg hielt sich in Grenzen. Aber die Musik war O.K. ("Power Of A Million Lights"). Ähnlich konnte man auch über das 94er Album "Moment Of Truth" und den Vorgänger "Electric Light Orchestra Part II" (1991) urteilen. Aber zum Einzug in meine Top 10 reichte es - bedingt durch starke Konkurrenz - jeweils nicht. **