Die Alben des Jahres 1995
  1. Pink Floyd - P.U.L.S.E.
  2. Def Leppard - Vault - Greatest Hits
  3. Bon Jovi - Cross Road - The Best Of
  4. Glenn Frey - Solo Collection
  5. Del Amitri - Twisted
  6. Aerosmith - Big Ones
  7. Bon Jovi - These Days
  8. Eagles - Hell Freezes Over
  9. Janet Jackson - Design Of A Decade 1986-1996
  10. BAP - Wahnsinn / Die Hits von 79-95

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Musictommy's Musikjahr 1995 wurde dominiert von Best Of-Alben. Insgesamt hatten nur zwei reguläre Alben das Zeug dazu, unter die ersten 10 zu kommen. Mit Pink Floyd, Def Leppard, Bon Jovi, Aerosmith und den Eagles waren unter denen, die ihre Hits präsentierten, dann aber echte Hochkaräter.



Bombast-Rock

Die Strategie hatten sie 1988, ein Jahr nach ihrem letzten Studioalbum "A Momentary Lapse Of Reason", schon einmal gefahren, die Herren von Pink Floyd: Eine Welttournee in großem Stil durchgezogen, und anschließend einen Live-Mitschnitt in eine Doppel-CD gepackt und auf den Markt gebracht. Allerdings war die Mission nicht ganz so erfolgreich, wie manche sich das gewünscht hatten. Das Live-Album "Delicate Sound Of Thunder" gelangte nur in Deutschland in die Top 10. 1994 hatte die Band "The Division Bell" veröffentlicht. Die Platte war ungleich erfolgreicher als die 87er Studio-LP. Somit bot sich für das neueste Live-Werk der Band, "P.U.L.S.E.", eine wesentlich bessere Ausgangsposition als für "Delicate Sound Sound Of Thunder".

Dabei beließ man es aber noch nicht. Diesmal wurde auch Wert auf die Optik gelegt. Nicht etwa in einer konventionellen CD-Hülle waren die beiden Silberlinge eingebettet. Nein, ein kleines Buch mit festem Einband und vielen bunten Bildern von der 94/95er Tour mußte herhalten. Damit nicht genug. Die Hülle um dieses Buch herum setzte der Aufmachung von "P.U.L.S.E." die Krone auf. Sie bestand aus einem festen Pappkarton, der eine kunstvoll verzierte Frontseite erhielt. Am hinteren Rand dieser Hülle war ein rotes Lämpchen installiert, das ungefähr in der Herzfrequenz eines ruhenden Menschen [ca. 50-60 Mal in der Minute - als die Batterie noch frisch war ;-))] blinkte. Und dieses Schmankerl entfaltete seine Wirkung natürlich insbesondere im Dunkeln. Feine Idee! Immerhin 1 1/2 Jahre überstand der batteriegetriebene "Blinker".

Musikalisch brachte diese Platte erwartungsgemäß erst einmal Standard-Programm. Auf CD 1 waren die Klassiker "Astronomy Domine" (1967), ein Song aus der psychedelischen Frühphase der Band, "Shine On Your Crazy Diamond" (1975) und "Another Brick In The Wall Part II" & "Hey You" (beide 1979) sowie Songs der letzten beiden Alben zu finden. Und dann auf CD 2 der absolute Hammer. Das komplette "The Dark Side Of The Moon" - Meisterwerk (1973) wurde an einem Stück präsentiert. Grandios! Absolutes Muß für jeden PF-Fan. Des Weiteren auf Teil 2: "Wish You Were Here" (1975), "Run Like Hell" & "Comfortably Numb" (beide 1979).

Nicht nur, daß die Produktion des 95er Livealbum attraktiver und fetter wirkt, man fühlt sich beim Hören irgendwie viel mehr in die Atmosphäre eines Live-Events miteingebunden. In der Summe der genannten positiven Akzente von "P.U.L.S.E." ergibt sich dann eben verdientermaßen eine weitaus bessere Ausbeute als 1988: US & GB # 1, D # 2.

Bombastischer US-Power-Rock

1995 sollte zu einem musikalischem und erfolgstechnischen Wendepunkt in der Karriere der Gruppe Def Leppard werden. Zunächst einmal zog man von Seiten der Band in Form des Albums "Vault - Greatest Hits" Bilanz. Allein 10 der 16 Titel kamen von den letzten beiden Platten "Hysteria" und "Adrenalize". Beispielsweise "Love Bites", "Pour Some Sugar On Me", "Let's Get Rocked" & "Have You Ever Needed Someone So Bad". Das "Pyromania"-Album war mit "Rock Of Ages" und "Photograph" vertreten. Leider fehlte "Foolin'". Den Rest bildeten unter anderem einer der früheren Songs der Band, "Bringin' On The Heartbreak", vom Album "High' n Dry" (1981) und die neue schöne Ballade "When Love & Hate Collide".

Bis # 3 in Großbritannien stieg man, natürlich auch begründet durch den immensen Erfolg von "When Love & Hate Collide" [Notierungen -> siehe Singles]. In Amerika brachte man es bis # 15 (D # 31). Das alles erfüllte sicher die Erwartungen nicht. Dafür aber waren die regulären Studio-Alben der Band stets mit sehr hohen Verkaufszahlen gesegnet, so daß ein "Best Of" für viele Fans nur bedingt interessant war.

Im Booklet kündigte man an, diese Phase von 1980 - 1995 sei nun abgeschlossen, und zukünftig gäbe es ein neues, anderes Def Leppard. Was das heißen sollte, konnte man dann im Frühjahr 1996 erleben. Das gewiß nicht schlechte "Slang" bot frischen und nicht mehr so bombastischen Sound wie in den vergangenen Jahren. Auch mir gefielen einige Songs dieses Albums. Aber insgesamt hätte ich lieber die "alten" Def Leppard gehabt. Der Erfolg hielt sich auch in Grenzen: GB # 5 / nur 8(!) Wochen Aufenthaltsdauer, D # 34, US # 14 / nur 7(!!!!) Wochen Aufenthaltsdauer [Anmerkung: dort und in GB kamen die letzten beiden Studioalben jeweils noch auf # 1].

Dieses Projekt "neues Def Leppard" war also gescheitert und brachte die Band 1999 wieder zum alten (typischen) Klangbild zurück. Dazu später (1999) mehr.

Solider US-Rock

Ende 1995 resümierte die Gruppe Bon Jovi ihr Schaffenswerk bis zum "Keep The Faith"-Album (1992) inklusive zwei neuer Songs ("Always", "Someday I'll Be Saturday Night"). Auf "Cross Road - The Best Of" ist (fast) alles drauf, was der Bon Jovi-Fan und Leute brauchen, die es erst werden wollen bzw. nur die Hits der Band mögen. Die Zusammenstellung ist [subjektiv, wie auch immer] für mich nur fast komplett, da mit "She Don't Know Me" ein kleiner Hit aus der Frühphase fehlt, den ich persönlich sehr gemocht habe.

Die Reise durch Bon Jovi-Land beinhaltet den ersten Hit der Gruppe, das sensationelle "Runaway" aus dem Debütalbum ("Bon Jovi" 1984), bis heute einer der stärksten Nummern der Gruppe, und bietet mit "In And Out Of Love" auch einen Song aus "Fahrenheit" (1985). Insgesamt vier Titel stammen vom internationalen Breaker-Album "Slippery When Wet" (1986), dies sind: "You Give Love A Bad Name", "Living On A Prayer", "Wanted Dead Or Alive" und "Never Say Goodbye". Weiter geht's über das 88er "New Jersey", das mit "Lay Your Hands On Me", "Bad Medicine" und "I'll Be There For You" vertreten ist. Von "Keep The Faith" hat man den Titelsong, "These Arms" und "Bed Of Roses" mit aufs Best Of genommen. Alle Songs sind zeitlich bunt durchgemischt, auf eine geordnete Chronologie wird also verzichtet.

Natürlich darf der größte Solo-Hit von Jon Bon Jovi nicht fehlen. "Blaze Of Glory" zeigt eindeutig, daß der gute Jon nicht nur Namensgeber sondern auch definitiver Redeführer der Band ist. Warum auch nicht! "Cross Road" führt Bon Jovi auf # 1 in Deutschland und Großbritannien. Im Heimatland USA reicht es noch mal zu # 8. And the story continues soon....

Gut gelaunter US-Rock/Pop

Glenn Frey, der Gitarrist der Eagles, wies auch als Solist vorzeigbaren Erfolg auf. Wenngleich ihm das auch nur zweimal gelang. Beide Male waren es Filme, die entscheidenden Anteil am Erfolg der Frey-Singles hatten. 1985 brachten ihn "The Heat Is On" aus dem Kinohit "Beverly Hills Cop" und "You Belong To The City" aus der Serie "Miami Vice" jeweils bis zur # 2 der US Singlehitparade. "The Heat Is On" erreichte sogar in Deutschland eine # 4 [der einzige Chartserfolg von Glenn Frey hierzulande] und in Großbritannien noch eine # 11.

Weitere Top 20 Hits in Amerika waren: "The One You Love" (1982), "Sexy Girl" (1984), "Smugglers Blues" (1985) und das 88er "True Love". Die Alben des Eagles-Gitarrenmeister kamen bis auf "Strange Weather" (1992) alle bis in die Top 40 der US-Charts. Das Erfolgreichste war "The Allnighter" aus seiner besten Phase (1984 - 1985). Die LP erreichte # 22 in den USA (GB # 25, D Fehlanzeige).

Alle erwähnten Singles und noch einiges Nettes mehr findet man auf "Solo Collection". Die Ansammlung strotzt nur so von positiven und "Easy Listening"-Songs. So paßt auch einer der neuen Titel, "This Way To Happiness", ziemlich gut zum Erscheinungsbild dieser CD.

Schottischer Gute Laune-Rock

Wer eines Morgens aufwacht und sich schlecht fühlt, dem kann geholfen werden. Ganz einfach! Man legt eine dieser lässigen "Gute Laune"-CDs der Gruppe Del Amitri ein. Die Schotten warten zwar bis heute noch auf ihren richtig großen Durchbruch, aber in England zählen sie seit 1992 zu den ganz Großen. Ihr 95er Werk "Twisted" kam auf # 3 in Großbritannien und hielt sich gigantische (für britische Verhältnisse) 25 Wochen in den Charts. Auch in Deutschland konnte man sich immerhin auf # 69 plazieren.

Ihren Schotten-Pop/Rock spielt die Band um Chef Justin Currie einfach so aus dem Handgelenk. "Start With Me", "Here And Now", "Roll To Me", "It Might As Well Be You", "Driving With The Brakes On", "One Thing Left To Do" und, und, und ...... kommen so unaufdringlich locker und mit großer Melodie daher, daß man sich von der Stimmung dieser Songs einfach mitreißen lassen muß. Die LP "Twisted" ist dabei nur ein Beispiel. Ich kenne mindestens vier Platten der Band, auf die diese Aussage zutrifft. Auch dazu gibt's später noch ein bißchen mehr.

Kerniger US-Rock

Aerosmith - "Big Ones" (US # 6, D # 5, GB # 7) faßt die international erfolgreichen Platten "Get A Grip", "Pump" und "Permanent Vacation" plus zwei neuer Songs zusammen. Dazu hat man die erfolgreichsten Titel der Band aus dieser Zeit von 1987 - 1993 [respektive 1994, wenn man die neuen Titel hinzuzählt] zusammengestellt.

Mit dem 87er "Permanent Vacation" begann endlich auch der weltweite Siegeszug der "coolsten" Band der Welt. In den USA gelang ein Comeback nach acht Jahren Abstinenz von den Top 20 (# 11) und in Großbritannien ließ man sich dort zum ersten Mal blicken (# 19). Bewerkstelligt haben das die Singles "Dude (Looks Like A Lady)" (Top 20 US & GB), die Ballade "Angel" (US # 3), & "Rag Doll" (US Top 20). 1989 setzte man den Höhenflug mit "Pump" auch bis in deutsche Landen fort. Singles wie "Love In An Elavator", "Janie's Got A Gun" und "What It Takes" führten die Band in die US Top 10. Top 5-Album-Plazierungen in den USA und GB und eine # 13 in den deutschen Albumcharts waren aber nur der Vorläufer zum ganz großen Wurf im Jahr 1993.

Der gelang mit "Get A Grip". Und diesmal erreichte die Band um den breitmündigen Frontmann Steven Tyler auch in Deutschland sehr hohe Singles-Notierungen. Das Album hielt sich in den USA 81 Wochen (# 1 als höchste Plazierung), 80 (!) Wochen in Deutschland (höchste Plazierung: # 3) und kam auch in England auf # 2. Die vier Erfolgstitel des Albums hießen: "Livin' On The Edge" (US # 19), "Crying" (D # 7 !!!!, US # 12, GB # 17), "Amazing" (D # 24, US # 28) und "Crazy" (US # 17). 1997 setzte man die Erfolgsstory mit dem Album "Nine Lives" (D # 3, US # 1, GB # 4) fort. Außer dem Beitrag zum Film "Armageddon" schaffte es später allerdings keine Single mehr in die Top 20. Dafür geriet "I Don't Want To Miss A Thing" zum Monsterhit: D & US # 1, GB # 3. In diesen Tagen des März 2001 wird das neue Album "Just Push Play" erwartet. Man darf gespannt sein, ob sie wieder bis ganz nach oben kommen.

War dies nun alles, was man über Aerosmith berichten sollte? Sicher nicht. Diese Kompilation beschäftigt sich ausschließlich mit der Phase des internationalen Aufstiegs der Band, und damit, genau genommen, erst mit dem zweiten Teil der Aerosmith-Karriere. Bereits 1975 setzte sich ihr Album "Toys In The Attic" sage und schreibe 81 Wochen in den US Top 100 fest und stieg bis auf # 16. Bis 1986 blieb die Band ein [fast] rein amerikanisches Phänomen. Die Platten "Rocks" (1976), "Draw The Line" (1978) und "Live Bootleg" (1979) erreichten die US Top 10, bis es dann auch in Amerika zu einer gut sieben Jahre dauernden Durststrecke kam. Die Hits aus dieser Frühphase hießen "Dream On" und "Walk This Way". Letzterer ermöglichte der Band (zusammen mit Run DMC) 1986 ein Comeback auf internationaler Bühne (US # 4, D # 13, GB # 6). Die Folgegeschichte ist bekannt. Wie auch immer, Aerosmith können Run DMC auf "Knien" danken ;-)).

Solider US-Rock

Ende 1994 gab es Best Of-Material. Bereits im Sommer 1995 präsentierten Bon Jovi ihr neuestes Werk "These Days". Wieder gab es höchste Chartsnotierungen in Deutschland und Großbritannien (jeweils # 1) und hohe in den USA (# 9). Selbst wenn man sagen mußte, daß die größte Zeit des Erfolges in den Vereinigten Staaten vorbei war, in Europa befanden sich Bon Jovi weiterhin auf einer "Wolke des Glücks".

Die Platte hatte nicht mehr den Pep der früheren CDs. Man war von Seiten der Band irgendwie routinierter und kalkulierender geworden. Doch das Rezept ging auf, und das Ergebnis konnte sich auch hören lassen. Mit der Single "That Ain't A Love Song" schaffte die Band sogar wieder den Sprung in die britischen und deutschen Top 10. "Something For The Pain", "These Days" und "Lie To Me" waren die weiteren Erfolgssingles in Europa. In den USA reichte es allerdings nicht mehr zum Einzug in die Single-Charts.

Ganz spezieller US-Rock

"Hell Freezes Over" lautete der bezeichnende Titel des Comeback-Albums einer der erfolgreichsten amerikanischen Rock-Formationen, der Eagles. Genau unter dieser Prämisse trennten sich die Mitglieder 1981. Erst "wenn die Hölle zufriert" wollten sie wieder gemeinsam auftreten. Nun, vermutlich war es die Geldnot ;-)), die die Musiker wieder zusammenführte.

Mit vier neuen Studio-Titeln ("Get Over It", "Learn To Be Still", "Love Will Keep Us Alive", "The Girl From Yesterday") angereichert, ist "Hell Freezes Over" in erster Linie eine Livepräsentation einiger Hits, gemischt mit anderen Songs der Eagles. Mit an Bord sind "I Can't Tell You Why", "Life In The Fast Lane", "Take It Easy" und natürlich "Hotel California". Den Hauptteil bilden aber die eher unbekannteren Songs wie das wunderschöne "Desperado" oder "The Last Resort".

Dieses Comeback-Album brachte die Gruppe wieder auf # 1 in den USA (D # 29, GB # 18).

R'n'B-Pop

Mit "Design Of A Decade 1986/1996" (US # 3, GB # 2, D # 10) bilanzierte Janet Jackson ihre großen Hits aus den Alben "Rhythm Nation 1814" (1989 / US # 1, GB # 4, D # 39) und "Control" (US # 1, GB # 13, D # 36). Vom 93er "Janet" (US & GB # 1, D # 5) fanden leider nur zwei Songs ihren Weg auf das Best Of. Zwei neue Titel, "Runaway" (D # 39, US # 3, GB # 6) und "Twenty Foreplay", ergänzten die Sammlung.

Insgesamt erreichten 19 (!) Titel von 1986 bis 1995 die Top 10 der US Singlecharts. Die größten dabei waren: "When I Think Of You" (GB # 9), "Miss You Much", "Escapade", "Black Cat", "Love Will Never Do", "That's The Way Love Goes" und "Again" (auch # 6 in GB). Alle Songs stiegen bis zur Spitze der amerikanischen Single-Hitliste empor. Bis auf "Again" sind sie vollständig auf "Design Of A Decade" vertreten. Ihre erfolgreichsten Hits in Deutschland waren: "Whoops Now" (# 11/ GB # 9), "That's The Way Love Goes" (# 9 / GB # 2), "The Best Things In Life Are Free" (zusammen mit Luther Vandross: # 10/ GB # 2), Nasty (# 9) und "What Have You Done For Me Lately" (# 8 / GB # 3). Die Briten liebten außerdem noch "Let's Wait Awhile" (# 3).

Köllscher Rock/Pop

Die Kölner Gruppe BAP war und ist eine der wenigen deutschen Formationen, die brauchbare ("deutschsprachige") Rockmusik bieten. Gute Melodien, gute Rocksongs, ab und an mal ein langsamerer Titel, gefälliger Pop/Rock eben. Und genau genommen paßt eigentlich auch keine andere Mundart als das Kölnisch von Wolfgang Niedecken zu den Songs der Gruppe. "Wahnsinn / Die Hits von 79 - 95" bringt einen Querschnitt aus den größten Erfolgen und sonstigem qualitativ hochwertigen Material von BAP.

Insgesamt neun (!) Alben der Band schafften es seit 1981 ("Für Usszeschnigge") bis 1999 ("Comics & Pin-Ups") auf Platz 1 der deutschen Charts. Die Namen aller hier aufzuzählen, wäre müßig und wenig nützlich. Widmen wir uns eher der Tracklist dieses Best Of's bzw. den erfolgreichsten Hits der Band. Die wichtigsten Songs: "Verdamp lang her" (# 13) und "Kristallnaach" (# 25) läuteten 1982 den Karrierestart der Band ein. Mit "Fortsetzung folgt ..." stieg man 1988 sogar in die Top 10. Weitere große Hits: "Widderlich" (1993 # 38), "Alles im Lot" (1990 # 36) und die beiden nicht auf dieser Sammlung vertretenen "Time Is Cash, Time Is Money" (1986 # 24) und "Bunte Trümmer" (1986 # 30). Mit ihrer Kompilation stießen BAP bis auf # 5 der deutschen LP-Charts vor.



Die Singles des Jahres 1995
  1. Mike & The Mechanics - Over My Shoulder
  2. Glenn Frey - This Way To Happiness
  3. Culture Beat - Inside Out
  4. Def Leppard - When Love And Hate Collide
  5. Van Halen - Canīt Stop Loving You
  6. Del Amitri - Here And Now
  7. Mike & The Mechanics - A Beggar On A Beach Of Gold
  8. The Cranberries - Zombie
  9. The Rembrandts - Iīll Be There For You
  10. Toto - I Will Remember
  11. Tina Arena - Chains
  12. Scatman John - Scatmanīs World
  13. Simple Minds - Sheīs A River
  14. Roxette - Vulnerable
  15. Nice Little Penguins - Rain Keeps On Falling
  16. Del Amitri - Roll To Me
  17. Snap! - The First The Last Eternity
  18. Janet Jackson - Runaway
  19. Sparks - When Do I Get To Sing "My Way"
  20. Firehouse - I Live My Live For You

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** Ein eher bescheidenes Lied schaffte es 1995 auf # 1 der Musictommy-Hitliste. "Over My Shoulder" (D # 44, GB # 12) von Mike & The Mechanics ist zwar wirklich gut, aber an dieser Stelle standen schon Titel von ganz anderem Kaliber. Überhaupt war das 95er Album der Gruppe recht langweilig. "Beggar On A Beach Of Gold" stieg trotzdem auf # 21 in D (GB # 9). Aber es gab noch eine zweite feine Single aus diesem Album: dem Titelsong "A Beggar On A Beach Of Gold" wurde ebenfalls der Chartseinstieg zuteil (D # 64, GB # 33). **


** 1995 brachte für mich wirklich kein echt überragendes Lied hervor. Dies zeigt auch meine No. 2 dieses Jahres. Glenn Frey's "Gute Laune"-Nummer "This Way To Happiness" war sehr nett aber trotzdem nicht überragend (D # 65). ** Was hilft einem beim Fehlen guter Songs aus der Patsche? Ein Dance-Titel natürlich! Culture Beat zählten 1995 wieder zu den positiven Überraschungen. "Inside Out" wurde in Deutschland zum Hit (# 5). ** Der einzige neue Song auf ihrem Best Of hieß "When Love And Hate Collide". Def Leppard feierten damit ihren größten Hit in Großbritannien und kletterten auf # 2 (US # 58, D # 67). **


** Einer der wenigen brauchbaren Songs aus dem neuen Van Halen-Werk "Balance" (D & GB # 8, US # 1), der Titel "Can't Stop Loving You", breakte noch einmal die US Top 30. ** Lichtblick '95 waren natürlich auch die Schotten von Del Amitri. Mit "Here And Now" (GB # 21) und "Roll To Me" (GB # 22, US # 10!!!!!!!) waren sie in Musictommy's World of 1995 vertreten. ** "Linger" (US # 8, GB # 14) war 1993 der bislang größte Hit der Cranberries. Zwei Jahre später stürmten sie mit ihrer Rockhymne "Zombie" auf # 1 in Deutschland. Auch das dazu passende Album "No Need To Argue" erreichte höchste Notierungen in Deutschland (# 1), England (# 2) und Amerika (# 6). Die Folgeplatten "To The Faithful Departed" (1996) und "Bury The Hatchet" (1999) zogen wieder in die internationalen Top 10 ein. **


** Musik zur Soap "Friends" kam 1995 von den Rembrandts. Ihr Titel "I'll Be There For You" plazierte sich in Großbritannien auf # 3. In den USA ging es auf # 17 (D # 77). ** Die erste Singleauskopplung aus dem Toto-Album "Tambu" setzte sich vom insgesamt nicht überzeugenden Material der Platte leicht ab: "I Will Remember" (D # 82, GB # 64). ** Tina Arena sprengte die Ketten der britischen Charts! "Chains" erreichte dort # 6 (D # 68, US # 38). ** Ein Stotterer an der Spitze der deutschen Charts! "Scatman" verfehlte die # 1 noch recht knapp (D # 2, GB # 3, US # 60). Doch mit "Scatman's World" klappte es für Scatman John mit dem Sprung ganz nach oben in Deutschland (GB # 10). So um die 70 Jahre alt muß der Künstler in der Stunde seines größten Erfolgs gewesen sein. Leider weilt er heute nicht mehr unter uns (verstarb 2000). **


** Auf dem absteigenden Ast befanden sich die Simple Minds. Mit ihrem Album "Good News From The Next World" schafften sie aber noch einmal passable Verkaufsnotierungen: D # 4, GB # 2, US # 87. Gut war die Single "She's A River" (D # 39, US # 52, GB # 9). "Hypnotised", die zweite Auskopplung aus der "Good News ......"-CD, wurde als Schlußmusik der Sat1-Fußballsendung "ran" eingesetzt und landete auf # 62 in Deutschland (GB # 18). Mit dem nächsten Album "Neapolis" (1998) vollzog sich der Niedergang der Gruppe. Lediglich in Deutschland kam man noch einmal in die Top 10 (# 9 / GB # 18). **


** Eine "Nachzügler"-Single aus dem Roxette-Album "Crash! Boom! Bang!" (1994) war die Ballade "Vulnerable" (D # 71, GB # 44). ** Die dänische Gruppe Nice Little Penguins landete mit "Rain Keeps On Falling" eine kleine Rocküberraschung (D # 60). ** Snap! erreichten noch einmal die Top 10 in Deutschland. "The First, The Last Eternity", aus dem gefloppten Album "Welcome To Tomorrow" (1994), stieg auf # 7 (GB # 15). Problem dieser Tage war: Man probierte es bei obengenannten Album ohne Rapper Turbo B. Ich fand das sehr schön so. Die Snap-Fans sahen dies offensichtlich anders. **


** Die neue Single von Janet Jackson, "Runaway", war richtig süß :-)). So dachten auch die Käufer in den USA (# 3) und GB (# 6). Hierzulande gereichte es bis # 39. ** Die Sparks feierten, zumindest in Deutschland, ein grandioses Comeback. "When Do I Get To Sing 'My Way'" schlich sich in die Top 10 (# 7 / GB # 32). Was viele gar nicht wußten, die beiden Brüder Russel und Ron Mael waren in den Siebzigern - vor allem in Großbritannien - echte Chartsstürmer. Drei Mal Top 10 und vier Mal Top 20 lautet die Ausbeute der beiden aus den Jahren 1974 - 1979 in England. Die größten Hits: "Beat The Clock" (GB # 9), "Amateur Hour" (GB # 5, D # 12) und "This Town Ain't Big Enough For Both Of Us" (GB # 2, D # 12). Für viele Synthie-Pop-Künstler der 80er und 90er waren die frühen Werke der Sparks prägend. **


** Zum letzten Mal ging es für die Muster-Mainstream-Hardrocker von Firehouse in die US Top 30. Die schöne Ballade "I Live My Live For You" aus der CD "3" (US # 66) kam bis # 26. **