Ash - Free All Angels Insgesamt starkes (gutes) Album mit einigen echten Highlights!

Rock mit leichtem Punkeinschlag

Die Band Ash besteht aus Tim Wheeler (Haupt-Songschreiber, Gitarre & Gesang), Mark Hamilton (Bass), Rick McMurray (Schlagzeug) und Charlotte Hatherley (Gitarre, Gesang/eher Background). In den vergangenen sechs Jahren feierte die Gruppe - vornehmlich in Großbritannien - immer wieder passable Single- und Album-Erfolge. Der Song "Girl From Mars" marschierte 1995 auf # 11 (GB). "Angel Interceptor" war noch im selben Jahr ein zweiter britischer Top 20 Hit. 1996 eroberten Ash gar die Top 10 im Vereinigten Königreich. Mit "Goldfinger" (# 5) und "Oh Yeah" (# 6) verbuchten sie ihre bisher größten Single- Erfolge. "A Life Less Ordinary" (1997) und "Jesus Says" (1998) erbrachten dann zunächst einmal die letzten Top 20 Plazierungen der Gruppe.

Mit ihrem Debüt-Album "Trailer" aus dem Jahr 1995 erzielte die Formation noch keine nennenswerten Notierungen. Dies sollte sich ein Jahr später mit der LP "1977" schlagartig ändern. Platz 1 in England und # 65 in Deutschland lasen sich als Ausbeute ziemlich gut. "Nu-Clear Sounds" aus dem Jahr 1998 konnte diesen Erfolg zwar nicht wiederholen, landete aber immerhin noch auf # 7 in GB (D # 86). Nach fast drei Jahren Stille ist nun Ash- Longplayer No.4 auf dem Markt. "Free All Angels" enterte die britischen Albumcharts auf # 1 (D # 34).

Über weite Strecken ist die neue Scheibe von Ash durch moderne & melodische Gitarren- Rock-Titel gekennzeichnet. Der Opener "Walking Barefoot" liegt weit über dem Prädikat Durchschnittsware und steht repräsentativ für die Qualitäten des kompletten Werks. "Gut" lautet die bewertende Aussage bzgl. dieses flotten und bestens gelaunten Eintieg in die CD "Free All Angels", die zwei absolute Melodic-Geniestreiche enthält. Die Singles "Shining Star" (GB # 8) und "Burn Baby Burn" (GB # 13; in D gerade neu ausgekoppelt worden) sind einfach in überragendem Maße gelungen. "Sometimes", "Cherry Bomb" & "Pacific Palisades" ragen des Weiteren aus dem Rock-Repertoire heraus. Die drei Balladen des Albums, "There's A Star", "Someday" und "Candy", überzeugen ebenfalls.

Bei derartig ausgeprägten Stärken dieser CD, verschmerzt man zwei eher durchschnittliche Songs und weitere zwei doch recht intensiv am Punkrock orientierte Stücke (und somit ohne greifende Hookline) recht locker. Denn: wer schöne und mitreißende Refrains & Melodie liebt, der kommt hier nicht zu kurz. (30.05.2001)



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