The Corrs - Borrowed Heaven Insgesamt starkes (gutes) Album mit einigen echten Highlights!

The Corrs sind auch vier Jahre nach 'In Blue' charmant, süß + nett, erreichen aber erneut nicht das herausragende 'Talk On Corners'-Niveau!

Vor knapp drei Jahren gab es mit einem Best Of das letzte Album des irischen Quartetts The Corrs. Die vier Geschwister Andrea [Lead-Gesang, Background-Gesang], Sharon [Violine, Backgr.], Caroline [Schlagzeug, Backgr.] und Jim [Gitarren, Piano, Keyboards] sind bekannt für ihre extrem radiofreundlichen Gute-Laune-Songs. Sehr leicht verdauliche, eingängige Popmusik eben, deren Reiz insbesondere in den sehr schönen Gesangsarrangements und faszinierenden Background-Passagen steckt. All diese Markenzeichen begegnen dem Zuhörer auch bei der Reise durch "Borrowed Heaven", dem neuesten Streich der Familie Corr. Wenngleich man wieder feststellen muss, dass sie das außergewöhnlich hohe Niveau des 98er Longplayers, wo man irisch-folkloristische Parts noch wirklich grandios und spannend in die Pop-Grundstrukturen integrierte, erneut nicht erreichen. Nach "Talk On Corners" ist der Einfallsreichtum bezüglich der Song-Gebilde um eine Klasse gesunken und seitdem konstant geblieben.

Unterm Strich ist "Borrowed Heaven" – ähnlich wie "In Blue" – eine freundliche, gute Sommerplatte, die sich schnell in zuckersüßen, flott-fröhlichen Laune-Gefilden bewegt. Wobei der Opener "Summer Sunshine" auch noch mit einer verhältnismäßig markanten E-Gitarre aufwarten kann. Toller Song, der ebenso zu den Highlights zählt wie "Hideaway", einem Pop-Songs mittlerem Tempos, und der Ballade "Long Night" mit Backing Vocals á la Carpenters. – Cleverer Albumaufbau! Drei der ersten vier Tracks sind definitiv hervorzuheben. Besonderes herauszupicken fällt jedoch im weiteren Verlauf der Platte schwerer, da die restlichen acht Songs zwar durchweg charmant und nett sind, jedoch nicht immer gehobenen, über das Fahrstuhl- oder Kaufhausmusik-Prädikat hinausgehenden Ansprüchen gerecht werden können. Von der Midtempo-Hymne "Baby Be Brave" lässt man sich aber schon beeindrucken, auch das Instrumental-Stück "Silver Strand" hat dank des recht hohen Folklore-Anteils etwas Anziehendes. Weiterhin interessant: das recht rockige "Confidence For Quiet" oder "Humdrum". [Chart-Infos per 21.06.2004: "Borrowed Heaven" landet in Deutschland und Großbritannien auf # 2, in den USA auf # 51.] (21.06.2004)



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