Creed - Weathered Insgesamt starkes (gutes) Album mit einigen echten Highlights!

Harter melodischer Rock mit Melancholie

Mit ihrem dritten Album "Weathered" werden sich die auf Trio-Größe geschrumpften Creed endgültig ein Denkmal auf dem US-Rock-Olymp setzen. Dabei ist es gar nicht so einfach einem zehnfachen US-Platin-Seller wie "Human Clay" einen würdigen Nachfolger zur Seite zu stellen. Die aus Scott Stapp [Gesang], Mark Tremonti [Gitarre & Bass] und Scott Phillips [Drums & Keyboards] bestehende Band hat sich trotzdem vorzüglich vom Erfolgsdruck lösen können und erneut ein hartes & melodisches Werk auf die Beine gestellt, welches natürlich zumeist wieder eine gewaltigen Portion Melancholie mitliefert.

"Weathered" kommt im Vergleich zu "Human Clay" etwas mainstreamiger daher. Dies ist eine fast logische Konsequenz des Erfolges der Singles "Higher" und "With Arms Wide Open", welche der Gruppe zwei Top-10-Erfolge sicherten und im Falle des letzteren Songs gar eine US-#1 einbrachte. Zum Einstieg demonstrieren Creed allerdings in einem zweiteiligen Heavy-Set, "Bullets" und "Freedom Fighter", daß sie es nach wie vor deftig krachen lassen können. Mit dem 8-minütigen Longtrack "Who's Got My Back?" folgt dann schon das erste Highlight der Platte. Der Titel oder besser gesagt, das Epos erinnert an das ähnlich gestrickte "Gods Of War" aus dem legendären Def-Leppard-Album "Hysteria".

Ab Track 5, die ausgefeilte Ballade "One Last Breath", schickt das Rock-Trio einige potentielle US-Top-10-Singles ins Rennen, die den Grundstein für einen Daueraufenthalt des Albums "Weathered" in den US-Top-5 legen dürften. Aktuell auf # 7 des Billboards [12.01.2002 - höchste Notierung: # 6] zu finden ist ja bereits die erste Single-Auskopplung "My Sacrifice"; außer "One Last Breath" werden dieser wunderbar modernen Melodic-Hardrock-Nummer noch "Hide" [Hard-Ballade] und der vielleicht schärfste Creed-Song ever, "Don't Stop Dancing" [Melodic-Power mit balladesken Zügen], in die amerikanische Chartsspitze folgen, - wenn sie denn ausgekoppelt werden. Als Schlußlied präsentieren Creed mit dem Song "Lullaby" eine Akkustik-Ballade, welche als 'Absacker' ganz nett funktioniert, man braucht sie aber nicht wirklich - einziger Minuspunkt!

"Weathered" jagt im übrigen schon jetzt die 10-Millionen-Marke des Vorgängers "Human Clay". Binnen sechs Wochen auf # 1 der Billboard-Charts [aktuell: 12.01.] gingen in den USA schon mehr als vier Millionen Scheiben über die Ladentische! In Deutschland erreichte die CD # 8 und steht nach fünf Wochen [07.01.] noch unter den ersten 30. Creed, eine Band die den Erfolg verdient, - nach diesem Album auf alle Fälle ... (10.01.2002)



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