Delta Goodrem - Innocent Eyes Insgesamt starkes (gutes) Album mit einigen echten Highlights!

Pop und Piano-Balladen mit außergewöhnlicher Stimme

Das ist schon auffallend, die australische Longtime-Soap "Neighbours" [Start 1985, mittlerweile über 4.000 Folgen] bringt immer wieder weibliche Gesangssternchen hervor. Zuerst fiel für Kylie Minogue Ende der 80er der Startschuss für eine Pop-Karriere, die trotz Dürrephasen bis heute andauert, viele Jahre später [1998] landete Natalie Imbruglia mit "Torn" und dem Album "Left Of The Middle" in den internationalen Top 10, 2002 schaffte es Holly Valance mit "Kiss Kiss" richtig fett in die Charts. Und stets führte der Weg von Australien nach Europa über Großbritannien, wo die Soap ebenfalls schon lange läuft. Delta Goodrem, 19 Jahre jung, ist nun also die neueste Gesangs-Entdeckung aus "Neighbours". In ihrem Heimatland hat sie eingeschlagen wie eine 'Bombe', das Album "Innocent Eyes" verkaufte sich bis Mitte Februar gut eine Million Mal, was 14mal Platin bedeutet. Ihre fünf ausgekoppelten Singles kamen darüber hinaus alle auf # 1.

Die Sängerin, die mit "Innocent Eyes" in der 2003er Austalien-Jahresendwertung gar die ausländische Konkurrenz um Norah Jones und Avril Lavigne auf die Plätze verwies, hat nun wirklich eine außergewöhnlich kraftvolle, schöne Stimme. Sie braucht Vergleichen mit Celine Dion oder gar Lara Fabian definitiv nicht aus dem Weg zu gehen. Für sich genommen ist dadurch eigentlich fast jeder Song des Albums sehr ansprechend ausgefallen, als Ganzes betrachtet kommt "Innocent Eyes" allerdings etwas stereotyp daher, da die Bandbreite des 14teiligen Programms lediglich Piano-Balladen und –Midtempo-Popsongs umfasst. Dabei sehnt man sich angesichts dieser ausdrucksstarken Stimme den ein oder anderen Rocktrack herbei. Herausragend sind in der Tat aber die fünf Erfolgssingles "Lost Without You", "Born To Try", "Not Me, Not I" [alle drei sensationelle Balladen mit enorm viel Gefühl], "Innocent Eyes" und "Predictable" [beides Popsongs mit Leidenschaft]. Im Titelsong und während des "Predictable"-Refrains macht Delta G. deutlich, dass ihre Stimme nach härteren Stücken geradezu schreit!

Das mitreißende "My Big Mistake", welches verhältnismäßig flott konzipiert wurde, und "Longer", ein luftig-positiver Pop-Song der Marke "That's The Way It Is" [Celine Dion], zählen ebenso zu den Highlights. Bei Songs wie "Butterfly" [nette Ansätze, im Refrain etwas dünn], "This Is Not Me" [im Refrain mit Alanis Morisette/Amanda Marshall-Touch, insgesamt allerdings zu sehr im Pop beheimatet] oder "A Year Ago Today" [recht flach] wäre jedoch eine mehr oder weniger stark ausgeprägte musikalische Abwechslung wünschenswert. Deltas Stimme hingegen überzeugt auch hier voll. Fazit: gute Debütscheibe! [Chartinfos außerhalb Australiens / Höchstplatzierungen per 16.02.2004: Album in GB # 2, in D # 20, Single "Lost Without You" # 4 in GB, # 27 in D, Single "Innocent Eyes" # 9 in GB.] (17.02.2004)



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