Fountains Of Wayne - Welcome Interstate Managers Insgesamt starkes (gutes) Album mit einigen echten Highlights!

Mehrstimmen-Spaß-Rock/Pop mit einer 60s/70s-Basis und nem Schuss von Oasis, Del Amitri und Collective Soul

Zwei 2003er Grammy-Nominierungen für Best Vocal Pop Performance ["Stacy's Mom"] und Best New Artist strichen Chris Collingwood [Gesang, Gitarre], Adam Schlesinger [Bass, Gitarre, Keyboards, Gesang], Jody Porter [Gitarre, Gesang] und Brian Young [Drums, Perc.] ein. Bei der Verleihung am 08.02.2004 ging die Band zwar ohne Trophäe nach Hause, aber in den engeren Kreis der Arrivierten berufen zu werden, dokumentiert die Erfolgsphase, in der sich Fountains Of Wayne seit dem Sommer des vergangenen Jahres befinden. Die Mitte der 90er gegründete Gruppe hatte bis dahin einige kleinere Single-Hits in Großbritannien und veröffentlichte zwei Alben. Mit dem dritten Werk "Welcome Interstate Managers", welches im Juni in den USA und hierzulande im September veröffentlicht wurde, insbesondere aber der bis auf # 21 der Billboard-Charts gekletterten Single "Stacy's Mom", einer spaßigen Power-Rock/Pop-Nummer mit sensationellem Refrain und raffinierten Keys, machte die Band nachhaltig auf sich aufmerksam. Die Erfolgsauskopplung, die in Deutschland seit Februar in den Läden steht, ist eine der absoluten Top-Highlights des Longplayers, der grob umrissen 60s/70s-inspirierten, mehrstimmigen Gute-Laune-Rock/Pop bietet.

Neben "Stacy's Mom" ragen noch zwei weitere Titel heraus: "Mexican Wine" und "All Kinds Of Time". Ersterer ähnelt dem US-Hit, enthält aber noch leichte Punk-Pop-Elemente, Letzterer kommt mit seinen hochmelodischen Strukturen der Collective Soul-Ballade "Run" recht nah. Das Gros bilden starke Songs, welche Einflüsse der Beatles, ELO und Oasis, von Steely Dan und Eagles bis hin zu Sugar Ray, Del Amitri und oben genannten Collective Soul aufweisen. Die Liste der Referenzen ist also ziemlich lang. Dementsprechend bunt fällt das weitere Song-Programm aus. Ob "Bright Future In Sales" [Beatles meets The Darkness], "No Better Place" [ELO/Oasis], "Hey Julie" [lässig: Del Amitri], "Halley's Waitress" [melodische Steely Dan, Swing/Jazz-Elemente], "Bought For A Song" [Oasis-Rock, eine Prise ELO], "Fire Island" [Beatles/ELO-Ballade] oder "Peace And Love" [Pop-Nummer á la Sugar Ray], immer wieder machen FOW mit ihren Songs deutlich, dass sie Spaß an der Sache haben. Stellenweise gibt's zwar auch etwas Leerlauf, doch in Songs wie "Hackensack" oder der recht belanglosen Eagles/Country-Nummer "Hung Up On You" bleibt trotzdem die Wandlungsfähigkeit des ausdrucksstarken Lead-Sängers Collingwood positiv hängen. (23.02.2004)



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