Good Charlotte - The Young And The Hopeless Insgesamt starkes (gutes) Album mit einigen echten Highlights!

Melodic-Pop/Rock-Punk mit Ohrwurm-Charakter & Partyformat

Och ja, das ist wirklich recht spaßig, was die Band Good Charlotte um die Zwillingsbrüder und Hauptmembers Joel [Lead Vocals] und Benji Madden [Vocals, Lead Guitar] da auf ihrem zweiten Longplayer fabriziert hat. "The Young And The Hopeless" hat sich folgerichtig in der GC-Hochburg USA bereits zwei Millionen Mal verkauft, findet aber auch in Europa immer mehr Freunde. In Deutschland gastiert der Longplayer bspw. insgesamt bereits 18 Wochen in den Top 100 [04.08.]. Dabei ist das Erfolgsrezept der Band auch nicht mehr ganz so neu – Melodic-Pop/Rock-Punk á la Blink 182 oder Sum 41 hat sich schließlich schon ein paar Jährchen in den Charts breitgemacht. Doch, wenn Good Charlotte richtig Gas geben und ihre Gute-Laune-/Party-Mucke mit dem 100%igen Ohrwurm-Faktor anspielen, wenn sie den einen oder anderen mehrstimmig performten Harmonie-Killer-Refrain vom Stapel lassen, dann ist das dermaßen mitreißend, daß man die Einfachheit der Song- und Text-Struktur locker verschmerzen kann.

Natürlich besitzen nicht alle Songs die Substanz, um auch nach mehrmaligem Hören den Spaßgehalt voll aufrechtzuerhalten. Die ganz starken Stücke überstehen diesen Test aber locker und problemlos. Hierzu zählen definitiv "The Anthem", "Lifestyles Of The Rich & Famous", "Wondering" und "Girls & Boys". Was man hier an stimmungserzeugenden Refrain-Passagen und melodisch-flottem Sound geboten bekommt, das bohrt sich langfristig in jeden Gehörgang. Daß die Band aber auch langsamere, gefühlvollere Songs beherrscht, macht sie nur sympathischer. Die zwei veritable Balladen "Say Anything" sowie "Emotionless" belegen dies eindrucksvoll. Beide Stücke sind mit sehr schönem Refrain ausgestattet, letzteres weckt sogar Erinnerungen an den Poison-Hit "Every Rose Has It's Thorn". Fazit: Die Scheibe macht Laune, und das ist das einzige, was hier wirklich zählt! (04.08.2003)



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