Jaded Heart - Trust Sehr gutes Album mit vielen Highlights!

Def Leppard meets Survivor & Bon Jovi: Melodischer Hardrock aus Deutschland

International vorzeigbarer Melodic-Hardrock aus Deutschland? - Die seit 1990 bestehende Band Jaded Heart erarbeitet sich mit ihrem siebten Album ganz souverän dieses selten zu vergebene Gütesiegel. Die Mitglieder des Quintetts sind Michael Bormann [Lead-Gesang, Gitarre], Barish Kepic [Gitarre], Michael Müller [Bass], Henning Wanner [Keyboards, Gesang] und Axel Kruse [Schlagzeug]. Wenn man sich "Trust" anhört, kommen einem Vergleiche mit Bands wie Def Leppard, Bon Jovi oder Survivor in den Sinn. Geniale Gitarren-Passagen, wunderbare Keyboard-Begleitung, druckvolle Drums und starke Refrain-Passagen generieren diesen Eindruck. Bedingt durch die äußerst ausdrucksstarke Stimme von Michael Bormann kann man als Referenz auch Gotthard nennen, wenngleich der Sound von Jaded Heart etwas bombastischer produziert ist.

"Trust" beginnt höchst ambitioniert: Jaded Heart wissen, wie man ein starkes Album anfängt. Mit "Anymore" und "Feels Like Home" will die Band aus dem Stand hoch hinaus und serviert tatsächlich zwei Songs, die alle oben gelobten Attribute in bester Manier präsentieren. Die Scheibe enthält in "Burning Heart" [AOR-Hymne], "Jaded" [Uptempo] oder dem Titeltrack weitere erstklassige Rock-Schmankerl. Im kommerziell so wichtigen Balladen-Genre fühlt sich die deutsche Band ebenfalls beheimatet. "If I Lose", das sehr leidenschaftliche "Love Is Magic" und "Give It Back" [erste 60%: verhalten, restlicher Teil: gigantische Steigerung!] haben das Gefühl und die Würze, die solche Nummern besitzen müssen. Insbesondere "Love Is Magic" ist meiner Meinung nach für die Single-Charts geeignet. Wenn man dieses Stück werbewirksam etwa als Titelsong zu einer TV-Serie einsetzen könnte, müsste gar eine Top 50-Position möglich sein. (08.03.2004)



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