Keane - Hopes And Fears Insgesamt starkes (gutes) Album mit einigen echten Highlights!

Hymnischer Piano-Britpop

Keane, das sind die Stammmitglieder Tom Chaplin [Vocals], Tim Rice-Oxley [Piano] und Richard Hughes [Drums], wurden 1997 in Großbritannien gegründet. Oftmals wird ihr hymnischer Piano-Brit-Pop auf eine Ebene mit Bands wie Coldplay und Travis gestellt, was Keane allerdings nicht gerecht wird. Während Travis, vor allem aber Coldplay oft ein wenig langweilig rüberkommen [ist Geschmacksache, weiß ich ;-)], ist das Keane-Programm auf "Hopes And Fears" äußerst angenehm und freundlich gestaltet. Herausragende Elemente sind die geniale Pianoarbeit und die Stimme von Chaplin, die Entertainerqualitäten besitzt. Die ersten fünf Songs sind dabei ausnahmslos richtig gut gelungen. "Somewhere Only We Know", "This Is The Last Time" und "Bend & Break" kommen allesamt als leidenschaftliche Piano-Pop-Hymnen daher, die sich durchaus mit Klassikernummern von Billy Joel oder Elton John messen können. "We Might As Well Be Strangers" geriet dabei zur Ballade mit leichtem ELO-Touch, während "Everybody's Changing" flott und fröhlich rüberkommt.

Haben Keane ab Song Nr. 6 ihr Pulver schon verschossen? Man muss nicht ganz soweit gehen, aber im zweiten Teil der Platte verfällt das Trio dann doch ein wenig dem Coldplay-Schlaf-Rock, wenn auch nur kurzweilig. Jedoch offenbaren Keane, dass "Hopes And Fears" insgesamt etwas gleichförmig konzipiert ist. Es taucht jedoch auch eine ungeahnte Vorliebe für Pink Floyd auf, die es in Stücken wie "Bedshaped" [mitreißende Ballade], "She Has No Time" [etwas schleppend, trotzdem attraktiv] und "Untitled 1" [slow] in Form von kleinen Keyboard-Einlagen zu entdecken gibt. Auch in der netten Popnummer "Sunshine", die bezüglich der Gesangsarrangements in Richtung OMD geht, findet man eine kurze Hommage an David Gilmour, Roger Waters & Co. Empfehlenswert weiterhin: "Can't Stop Now" [Refrain!]. [Chart-Infos: In Großbritannien landete "Hopes And Fears" auf # 1, die Singles "Somewhere Only We Know", "Everybody's Changing" und "Bedshaped" auf # 3, # 4 und # 10. In Deutschland erreichte der Longplayer bislang # 30, die Singles "SOWK" sowie "EC" schafften # 55 und # 60] (29.08.2004)



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