P!nk - Missundaztood Insgesamt starkes (gutes) Album mit einigen echten Highlights!

R'n'B-Pop-Lady bringt uns den Rock!

Die heute 23-jährige P!nk [Bürgerlicher Name: Alicia Moore] konnte bereits vor zwei Jahren mehr als zwei Millionen Exemplare von ihrem R'n'B/Pop-Debüt "Can't Take Me Home" alleine in den USA verkaufen. Die Singles "Most Girls" und "There You Go" wagten sich darüber hinaus in britische sowie amerikanische Top-10-Gefilde vor. 2001 war die junge Künstlerin beteiligt an der Kollaboration 'Christina Aguilera, Lil' Kim, Mya & P!nk', welche mit dem Cover "Lady Marmelade" einen Welthit hervorbrachte. P!nk's Erfolge im Jahr 2002 stellen dennoch das oben Genannte locker in den Schatten: Alicia Moore mutierte endgültig zum Weltstar!

Das Album "M!ssundaztood" zählt zu den absoluten Dauerbrennern dieses Musikjahres. In Deutschland liegt die Scheibe aktuell [07.10.] wieder in den Top 10, insgesamt stehen bisher 35 Wochen Charts-Aufenthalt und mehr als 150.000 verkaufte Exemplare zu Buche. In den USA erreichte die Platte ebenfalls Top-10-Höhen; kürzlich überschreitete sie die 4-Millionen-Grenze - kein Wunder bei einem derzeit schon 45 Wochen [12.10.] andauernden Billboard-Gastspiel. Top-5-Notierung, Platin für mehr als 300.000 abgesetzte Einheiten, 42 Wochen [per 06.10.]: auch in GB erbringt P!nk den Beweis ihrer Konstanz. Nicht ganz unschuldig am weltweiten Durchbruch sind die drei blitzsauberen Singles, welche im Laufe dieses Jahres auf dem Markt erschienen. Sie bilden das Grundgerüst des guten Longplayers "M!ssundaztood" und führen den Zuhörer an den Stilwandel der Künstlerin heran: anstatt R'n'B-Pop sind nun nämlich vermehrt Rockelemente auszumachen.

Das locker-spaßige "Get The Party Started" [hoppla, jetzt komm' ich .....], eine Dance-Rock/Pop-Nummer, eroberte noch im Winter 2002 die Spitzengruppe der wichtigsten Chartswertungen der Welt. "Don't Let Me Get Me" [ich bin scheiße, ich kann mich nicht leiden ....], ein noch mehr abrockender Dance-Track, sowie die neueste Auskopplung "Just Like A Pill" [anstatt, daß du mir hilfst, machst du mich noch weiter krank ....], die mit einem sensationellen Rock-Refrain aufwartet, konnten sich ebenfalls in den vorderen Regionen der Hitlisten festsetzen. Hierzulande wird "Just Like A Pill" erst in den Charts vom 14.10. gelistet, vermutlich erneut in den Top 10. Diese perfekt gewählten Singles sind Appetizer für ein abwechslungsreiches Album, das von der kratzigen, bisweilen auch dreckigen P!nk-Stimme geprägt ist und in den Texten immer wieder einen Einblick in die äußerst variantenreichen Emotionen einer jungen Frau zuläßt.

Hervorzuheben ist noch der geniale Dance-Rocktrack "18 Wheeler" [gigantischer Refrain!], "Family Portrait" [flotter R'n'B] sowie die Balladen-Rock-Nummer "Lonely Girl". Im letztgenannten Stück erreicht der Support der Ex-4 Non Blondes-Front-Frau Linda Perry, welche P!nk für ihren Zweitling eigenhändig 'wiederbelebte', ihren Höhepunkt: Background Vocals und Instrumentierung sind erste Sahne! Der Rest von "Missundaztood" pendelt zwischen locker-flockigem R'n'B/Dance-Pop, entspannten Pop-Stücken und Rock. Ach ja, ein Special weist das P!nk-Werk noch auf: ein Blues-Duett mit keinem Geringeren als Steven Tyler von Aerosmith ["Misery"]. (06.10.2002)



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