Reamonn - Beautiful Sky Insgesamt starkes (gutes) Album mit einigen echten Highlights!

Auf dem dritten Album der deutschen Hymnen-Meister bleiben manche Wünsche unerfüllt!

Oooops, das hätte ich nach den sehr gelungenen Singles "Star" und "Alright" nicht unbedingt erwartet. Ich muß es leider in dieser Deutlichkeit sagen: "Beautiful Sky" ist nicht nur das dritte, sondern zugleich auch das schwächste Reamonn-Album geworden. Rea Garvey [Voc], Mike Gommeringer [Dr], Uwe Bossert [Gui], Sebi Padotzke [Sounds, Keys] und Philipp Rauenbusch [Bs] hätten etwas weniger Balladen und ein paar mehr wirkliche Qualitäts-Rocksongs auf "Beautiful Sky" packen sollen, um wieder Außergewöhnliches zu leisten. Natürlich gelingt es der Band über weite Strecken trotzdem, gutklassigen, hymnischen Modern-Melodic-Rock abzuliefern, womit sie sich auch die äußerst knappe 5er Wertung verdienen; aber der Glanz vom "Dream No. 7"-Album, dem besten Reamonn-Werk, und leider auch die Frische vom Debüt "Tuesday" sind etwas verflogen. Das Ganze wirkt unspektakulär, stellenweise gar blaß.

Sicherlich eröffnen Reamonn ihren Longplayer nicht eben glücklich. Das "Intro" ist mit drei Minuten einfach zu lange und eintönig, um den nett gemeinten fließenden Übergang zum Titeltrack voll zünden zu lassen. Dennoch beginnt mit der Bombasthymne "Beautiful Sky" die stärkste Phase des Albums. Und – wen wundert's? – dieser Albumabschnitt wird von Balladen dominiert. Zunächst gibt's Monsterballade No. 1, "Star", dann folgt mit "Falling Down" eine weitere durchaus mitreißende Nummer, die aber mit dem anschließenden "Alright" [Monsterballade No. 2] nicht ganz mithalten kann. Bei Track Nr. 6 folgt der zur Abwechslung dringend benötigte härtere Song. "Valentine" rockt allerdings nur halbherzig, besitzt in der Konsequenz keine klaren, straighten Konturen. Nun, hierin besteht auch das eingangs erwähnte Hauptproblem des Reamonn-Longplayers; die Platte ist einfach etwas zu gleichförmig.

So finden sich im weiteren Verlauf des Werks nur noch wenige voll überzeugende Stücke wie die Midtempo-Hymne "Promised Land", die bombastische Rock-Ballade "Pain" und die mit leichtem Country-Touch gespielte Pop-Nummer "A Little Bit Of Sunshine", welche einen sehr guten Refrain beinhaltet. Viele der restlichen Stücke wissen nur teilweise zu brillieren, so auch der im Pink Floyd-Sound produzierte Hidden Track "Back Again". Während der lockere Pop-Song "Sunshine Baby" schon reichlich harmlos ausgefallen ist. Das Fazit zu Reamonn 2003 könnte lauten: Gut, aber nicht gut genug ... [Chart-Infos per 23.10.2003: "Beautiful Sky" landete in Deutschland auf # 3, die Singles "Star" und "Alright" weisen # 23 bzw. # 17 als Bestnotiz auf] (23.10.2003)



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