Reamonn - Dream No. 7 Sehr gutes Album mit vielen Highlights!

Hymnischer Rock aus Deutschland mit großer Melodie und irischer Stimme

Die deutsch-irische Rockformation Reamonn hat es tatsächlich nicht nur geschafft den guten Erstling "Tuesday" [2000] zu bestätigen, sondern legt mit "Dream No. 7" gar noch ein bis zwei Niveau-Punkte zu. Wer heute (moderne) Rock-Hymnen liebt, der kommt absolut nicht mehr an Reamonn vorbei. Die Attribute der Gruppe sind: Starker, kräftiger Gesang [Rea Garvey ist Ire und hat damit keine Akzentprobleme mit der englischen Sprache], routinierte & klassische Gitarrenarbeit, raffinierte Keyboard-Teppiche und Melodiesicherheit mit Refrainspürsinn.

"Dream No. 7" ist im Vergleich zum Vorgänger-Album nicht nur qualitätsmäßig ein weiterer Schritt nach vorne, insgesamt ist die Platte auch eine Portion härter und rauher ausgefallen. Viele der Songs erhalten im Gegenzug aber satte Weichspüleinheiten in Form bombastisch arrangierter Streicherunterstützung [im Booklet steht keine Bemerkung zum Einsatz einer Streicherformation; evtl. entspringen diese Einlagen auch einem Synthesizer, allerdings wirken sie sehr echt].

Die CD wird diktiert von flotten ["Come And Go", "La Trieste"], balladesken ["Everytime She Goes Away", "Only When You Sleep"], kantigen ["C Inside"] und vor allem hymnischen Rocksongs. Aus letzterer Kategorie ist der Song "New World" [bombastisch fette Streicher!] hervorzuheben, der mit einem Pink Floydesken Keyboard-Intro aufwarten kann. Insbesondere ragen aber die [für mich persönlich] absoluten Highlights "Life Is A Dream" [flott!] und "Weep" [Klassiker mit Schauer-Potential] heraus. Diese beiden Titel stellen sensationelle Rockstücke mit großer Melodie dar.

Die beiden Bonustracks der Limited Edition, "Saving An Angel" [die Reamonn-Version des Jam & Spoon feat. Rea-Hits "Be. Angeled"] und "Jeanny" [die Falco-Coverversion mit Xaver Unsinn ähhh Xavier Naidoo], fallen zwar im Vergleich mit dem regulären Teil der Platte etwas ab, klingen aber dank des typischen Reamonn-Stils immer noch mehr als passabel. Keine Frage: Diese Band hat Klasse! Und man kann Reamonn eine ähnliche Ausnahmestellung im englischsprachigen "Deutschrock" einräumen, wie sie bspw. Gotthard in der Schweiz inne haben. Nur ein Unterschied besteht: Aufgrund ihres modernen Sounds haben Reamonn international definitiv die besseren Karten. (16.09.2001)



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