Seventh Key - The Raging Fire Sehr gutes Album mit vielen Highlights!

Straighter Melodic-Rock mit faszinierend starkem Gesang des Kansas-Bassisten Billy Greer

Man hatte es ja bereits während der 2001er Kansas-Tour hören können: Bassist Billy Greer, welcher seit dem 86er Album "Power" zur Band zählt, ist auch stimmlich eine Koryphäe. Beim zweiten Album seines Projekts Seventh Key überzeugt er mit einer sehr angenehmen, auch in höheren Lagen sicheren Stimme. Hauptpartner ist wie schon beim 2001er Debütwerk Mike Slamer, ein sehr versierter Gitarrist [ebenfalls für die Produktion und Keyboards zuständig], der vormals u.a. in den späten 70ern bei der Band City Boy mit "5-7-0-5" einen GB-Top 10-Hit feierte und Anfang der Achtziger bei Steve Walsh's Streets mitwirkte. Weiterhin sind im Musiker-Team Jamie Thompson an den Drums und Terry Brock, der vorzügliche Background-Vocals beisteuert. Dieses Quartett liefert in "The Raging Fire" einen sehr ansprechenden Longplayer ab, der nur knapp an der vollen Wertung von 7-Mt-CDs vorbeischrammte. Der eingängige Melodic-Rock, welchen Greer & Co. in zehn Songs servieren, erinnert recht selten an den Progressiv-Sound von Kansas, vielmehr lassen sich die Stücke oftmals dem Mainstream-AOR und -Hardrock zuordnen.

"The Sun Will Rise" und "Always From The Heart" sorgen mit grandiosen Refrains für einen perfekten Start ins Album-Vergnügen. Zwei derart flotte AOR-Perlen machen sofort deutlich, dass Seventh Key auf "The Raging Fire" Bands wie Bad English und Survivor wesentlich näher stehen als Greers Stamm-Truppe. Die nachfolgende, komplexe Rock-Halb-Ballade "You Cross The Line" besticht mit einigen raffinierten Tempo-Wechseln, Billy Greer singt phasenweise wie Lou Gramm. Die zweite Ballade "It Should Have Been You" passt gar noch besser ins Foreigner-Format, hier schauen "That Was Yesterday" und "Say You Will" um die Ecke. Cool ist "Sin City", das rau-flotten Melodic-Hardrock bringt und im Refrain nach Firehouse klingt. Bei der erdigen Roooock-Halb-Ballade "Winds Of War", die als Endstück der CD platziert ist, beweist Billy G., dass er sogar singen kann wie Steve Walsh in seinen besten Zeiten. Seventh Key leisten folglich über zumindest 80% der Albumlänge Herausragendes und liefern dem 80s-US-Rock-Fan einen weiteren Grund, nicht zum Nu-Metal-Lager überzuwechseln! (08.03.2004)



Zurück zur 2003/2004er Liste