| Shakra - Rising |
Die Band Shakra wurde im Jahr 1997 gegründet. 1998 brachte das Schweizer Quintett
den ersten Longplayer "Shakra" auf den Markt. Seinerzeit bestand das Line-Up aus Pete
Wiedmer [Gesang], Thom Blunier [Lead Gitarre], Thomas Muster [Rhythm Gitarre],
Oliver Linder [Bass] sowie Roger Tanner [Schlagzeug]. In dieser Zusammensetzung sollte
man sich bis 2002 eine kontinuierlich wachsende Fan-Gemeinschaft erspielen. 1999
folgte dann in "Moving Force" der Zweitling, gefolgt vom Konzertmitschnitt "The Live
Side" [2000]. Mit ihrem dritten Studioalbum "Power Ride" erreichten Shakra 2001 ihren
vorläufigen Höhepunkt. Das von der Fachpresse hochgelobte kernige Uptempo-Melodic-Hardrock-Werk erreichte konsequent erstmals die schweizerischen [# 64] und deutschen
Charts [# 72]. 2002 verließ Pete Wiedmer die Band aus gesundheitlichen Gründen und
sorgte somit für eine markante Lücke, welche aber recht schnell durch Mark Fox
geschlossen wurde.
Den neuen Lead-Sänger, der stilistisch an Brian Johnson von AC/DC, aber ebenso ein
wenig an Wiedmer erinnert, stellt man auf dem vierten Studio-Longplayer "Rising" vor.
Einem Album, welches erneut durchweg hochklassigen, zumeist im Uptempo
angesiedelten fett produzierten Melodic-Hardrock anbietet, der sich irgendwo im Bereich
der ersten drei Gotthard-Alben ["Gotthard", "Dial Hard", "G."] bewegt, jedoch durchaus
auch signifikante, in flotterem Stil gespielte AC/DC-Soundelemente besitzt. Insgesamt ist "Rising"
etwas erdiger/härter ausgefallen als der Vorgänger, was sich auch durch den 'Fies-Grad'
der Stimme von Mark Fox begründen läßt. Dieser liegt weitaus höher als bei Pete
Wiedmer.
In "Now Or Never" [mitreißender Refrain], "Rising High" [starker Refrain, furios-fettes
Power-Intro & -Outro], "My Life – My World" [sehr starker, sich steigender Songaufbau,
toller Refrain], "Sign In The Sky" [Moderne Einflüsse: Guano Apes-Gitarre aus "Big In
Japan", sehr melodische Instrumental-Passagen] und "Trapped" [komplexer Longtrack
mit fast 7 Min., Hardrock-Brett, mitreißende Instrumental-Parts] haben Shakra fünf
exzellente Uptempo-Songs auf ihr Album gepackt, die den Spaßfaktor enorm
hochschrauben. Es sind aber nicht nur Titel des oberen Drehzahlbereich, welche
Zufriedenheit aufkommen lassen. Mit der grandiosen Piano-Ballade "I Will Be There"
kommen Shakra gar an das Niveau der Gotthard-Klassiker heran. Hier beweist Mark Fox,
daß ihm die sanfteren, harmonischeren Töne nicht fremd sind. Gleiches gelingt ihm bei
"Anything", einer Halbballade, welche neben schönem Refrain geniale Gitarren-Soli
aufweist. Der reine Midtempo-Track "Done Me Wrong" [Im Mittelteil: tolle Melodic-Rock-Gitarren-Ausflüge, überzeugender Refrain] gehört dann letztlich auch noch auf die lange
Highlight-Liste dieses gelungenen Hardrock-Streichs, der als Lohn # 69 in Deutschland
und # 21 in der Schweiz [jew. per 25.08.2003] einstreichen konnte.
(22.08.2003)