Sugababes - Three Sehr gutes Album mit vielen Highlights!

Die Sugababes bleiben eine der beeindruckendsten Gruppen des Girlie-Pops: Hitverdächtig, aber doch irgendwie anders!

Oftmals ist das dritte Album einer Band, Gruppe oder eines Interpreten das entscheidende Scheibchen; entscheidend für die spätere Langzeitkarriere. Auch die Sugababes sind mittlerweile an diesem Punkt angelangt. Aber, wenn nicht alles täuscht, sollte den drei Mädels eine blühende Zukunft bevorstehen. Mit ihrem neuen Album "Three" erbringen sie in der Tat den Beweis für ihre Extrastellung unter den Girl-Groups. Das Erfolgsrezept ähnelt dem aus "Angels With Dirty Faces", ist aber noch ein Quentchen ausgereifter. Immer wieder streuen die Sugababes zwischen die zahlreichen Pop-Ohrwürmer experimentelle, anspruchsvolle Tracks und auch innerhalb der Stücke erzeugen für Girl-Groups nicht eben typische Breaks positive Spannung. Zudem ergänzen sich die Stimmen des Trios perfekt, sowohl im Zusammenspiel als auch im Sologesang: Heidi, die Lady, die routiniert selbst höchste Tonlagen meistert, Keisha, die Zarte, und Mutya, die Lässige, bilden eine in jeder Hinsicht reizvolle Einheit.

Neben der ersten Single "Hole In The Head", einem unverwechselbar groovenden Suga-Pop-Reißer mit Top-Refrain, bedient "Three" die Hitparaden in höchstem Maße. Mindestens vier weitere potentielle [GB]-Top 10-Anwärter befinden sich auf dieser Scheibe. "Caught In A Moment" etwa, eine schöne Ballade mit Streichern, ist ganz im "Stronger"-Rhythmus gehalten, wartet darüber hinaus mit leidenschaftlicher Gesangsperformance auf. Die absolute Hammerballade haben sich die Sugababes diesmal von Diane Warren schreiben lassen, welche eine der erfolgreichsten Songschreiber der letzten 20 Jahre ist und u.a. schon großartige Titel für Aerosmith, Celine Dion, Chicago oder Bad English kreierte. Herausgekommen ist "Too Lost In You", wieder ein Track, der "Stronger" sehr nahe kommt, aber noch ein Stück mehr berührt als "Caught In A Moment". In "Conversation's Over" und "In The Middle" findet man zwei weitere Highlights, die beide in die Kategorie Pop-R'n'B-Hymne passen. Erstgenannter Song ist gestylt im New-Pet-Shop-Boys-Sound, letztgenannte Nummer kommt im opulenten Uptempo-Format daher, beide haben absolut mitreißende Refrains.

Abwechslungsreich wird das Werk durch das leicht schräge "Whatever Makes You Happy", schleppenden R'n'B im hochklassig-lässigen "Nasty Ghetto" und die beiden Brit-Pop-R'n'B-Tracks "Situation's Heavy" und "We Could Have It All". Hierin unterscheidet sich "Three" vom guten Vorgänger-Werk. Diese kantigeren Stücke sind diesmal nämlich allesamt stark geworden. So überzeugt auch der relativ stille Ausklang in Form der süßen Ballade "Sometimes" [schöne Piano/Key-Passagen] und dem Club-tauglichen, leisen "Maya". Sugababes, Ihr seid auf einem wirklich guten Weg! [Chartinfos per 06.11.2003: "Three" steigt in GB auf # 3, in D auf # 10 ein, die Single "Hole In The Head" landete in GB auf # 1, in D wurde bis dato # 9 erreicht] (06.11.2003)



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