| Survivor - Empires |
Dieses erste (wirkliche) Lebenszeichen seit dem 1990er "Greatest Hits"-Album dieser Supergruppe der 80er Jahre ist eigentlich kein richtiges Survivor-Album. [Hinweis: 1993 brachten Survivor "Greatest Hits 2" in den USA auf den Markt. Dabei kam es in zwei neuen Songs zu einem kurzweiligen Comeback des Ursängers Dave Bickler. In Deutschland bekam man von diesem Werk wenig mit. Ich erwähne es deswegen auch nur so beiläufig. Denn: Bis auf die neuen Songs war diese CD nur ein Aufguß des Teil 1]
Von der letzten Besetzung aus dem Jahre 1988 ist lediglich Sänger Jimi Jamison übriggeblieben. Die ehemaligen kreativen Köpfe der Band, Jim Peterik und Frankie Sullivan, sind nicht an Bord. Daher lautet die korrekte Bezeichnung der Band Jimi Jamison's Survivor. Dennoch klingt das Ende 1999 erschienene "Empires" wie die Fortsetzung der härteren Gangart des letzten Studioalbums der Gruppe ("Too Hot To Sleep"), nur noch viel ausgefeilter. Das ist auch der Grund, weshalb ich diese Scheibe unter Survivor liste.
Der knackige Rockopener "Cry Tough" gibt die harte und hochmelodiöse Sprache dieses Albums vor. Und die ist eindrucksvoll von Rockperlen en masse geprägt. Dabei machen Songs wie "A Dream Too Far" oder "First Day Of Love" so viel Dampf, daß das Dach eines Hauses "zu brennen" anfängt. Tolle Zugaben gibt es in Liveversionen von "Burning Heart", dem größten Survivor-Hit in Deutschland aus dem Jahr 1985 (Rocky IV läßt grüssen), und "Rebel Son" aus dem 86er-Album "When Seconds Count". Wunderbar auch der als Ballade daher kommende Titelsong (Duett mit Lisa Frazier). Fazit: Melodischer Hardrock der feinsten Sorte mit einem begnadeten Leadvokalisten Jimi Jamison. (2000)